Freitag, 19. April 2019
Es hat inzwischen ein wenig geregnet, und so fängt es im Wald an zu grünen. Murera ging mit ihrer Herde und den Keepern am Nachmittag zu den Kenze-Hügeln und den Umani-Hügeln, wo es leckeres Grün gibt. Dort übernahmen allerdings Faraja und Shukuru das Kommando und brachten ein paar der Waisen woanders hin als Murera und Sonje. Lima Lima futterte ein wenig mit ihnen und den Jungs, bevor sie sich mit Alamaya ein anderes Plätzchen suchte. Mwashoti blieb bei den beiden Leitkühen, die ihm die besten Stellen zum Grasen zeigten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.04.2019
Donnerstag, 18. April 2019
Am Abend regnete es ein wenig, was für Erfrischung im Wald sorgte. Bald wurde daraus aber ein ordentliches Gewitter, und die Waisen wurden unruhig und wussten nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. Sie trompeteten laut und tobten herum, sodass die Keeper herauskommen und sie beruhigen mussten. Alamaya stieß so lange mit den Stoßzähnen gegen sein metallenes Dach, bis er es durchlöchert hatte. Mwashoti und Ziwa schauten ihm ungläubig zu, aber bald waren Ziwa, Ngasha und Faraja auch damit beschäftigt, an ihren Dächern herumzuwerkeln. Die frechen Waisen wissen nicht, dass sie damit nur ihren Schutz vor dem Regen kaputt machen, den die Keeper so schnell wie möglich reparieren müssen!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.04.2019
Mittwoch, 17. April 2019
Murera scheint sich mit einer älteren wilden Kuh angefreundet zu haben, die heute mit ihrer Schwester zu Besuch kam. Sie ging mit Mwashoti zu ihnen, um sie zu begrüßen. Mwashoti machte sich daran, mit einem Kalb zu spielen, das dabei war. Als er versuchte, das Mädchen am Schwanz festzuhalten, brüllte es laut auf, sodass ihre Mutter angerannt kam und Mwashoti eine Lektion erteilte. Auch Sonje kam herbei und erklärte Mwashoti, wie er sich bei seinen wilden Freunden zu benehmen hat.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.04.2019
Montag, 15. April 2019
In der Nacht stritten sich Alamaya und Mwashoti um ihr Grünfutter. Mwashoti versuchte immer wieder, Zweige durch die Holzpfosten zwischen ihren Gehegen hindurch zu ziehen, und jedesmal, wenn Alamaya es mitbekam, jagte er auf die Trennwand los. Dann rächte sich Alamaya, indem er sich etwas von Mwashotis Futter schnappte, und so ging es die halbe Nacht hindurch. Am Morgen waren die beiden aber wieder beste Freunde und begrüßten sich überschwenglich, als sie herauskamen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.04.2019
Freitag, 5. April 2019
Nach der morgendlichen Milchflasche ging Mwashoti zu Sonje und Murera hinüber und sie sagten sich kollernd Guten Morgen. Auf dem Weg in den Busch schlossen sich ein paar wilde Bullen, die an der Tränke Wasser gesoffen hatten, den Waisen an. Einer der Bullen näherte sich Sonje, die aber nichts mit ihm zu tun haben wollte und sich kollernd beschwerte. Lima Lima hatte es gehört und kam aus dem Gebüsch gerannt, um nach dem Rechten zu sehen. Sonje und Murera zogen sich lieber zurück zu den Keepern, während Lima Lima, Alamaya und Zongoloni mit den wilden Bullen spielten und sich sogar ab und zu trauten, sie ein wenig zu schubsen. Beim Schlammbad hatten die Waisen dann wieder einige Zuschauer – gleich zwei wilde Elefantenherden! Sie trauten sich aber nicht näher ans Wasserloch heran, solange die Keeper da waren. Als die Waisen fertig gebadet hatten, gingen sie zurück in den Wald und sagten ihren wilden Freunden Hallo, bevor sie wieder grasen gingen.

