Sonntag, 1. November 2020
Roho und Naleku verwickelten sich heute in ein ordentliches Kräftemessen, und keines der beiden Babys wollte klein beigeben. Mit der Zeit sah es ganz schön ernst aus, sodass Maisha, Kiasa und Nabulu daneben stehenblieben und gut aufpassten, dass sich die beiden nicht übernahmen. Irgendwann hatte Naleku Roho zu Boden gerangelt, und es sah aus, als würde sie gewinnen, aber Maisha griff ein und trennte die beiden. Sie wollten allerdings noch nicht aufhören und rannten einfach um Maisha herum und machten weiter! Dann hatte Roho seinerseits Naleku im Schwitzkasten, und als sie ausrutschte, wusste sie sich nicht mehr anders zu helfen, als ihn in den Schwanz zu beißen! Roho bellte laut auf und rannte davon, und Nabulu, Kiasa und Maisha kamen angerannt. Naleku machte sich eilig davon, um nicht bestraft zu werden, weil sie es übertrieben hatte, und sie hielt sich eine ganze Weile im Hintergrund. Als sich Roho und Naleku dann wieder beruhigt hatten, konnte wieder Ruhe einkehren und alle grasten entspannt weiter.
Die Waisen im Januar
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2021
Die Elefantenbabys in unserer Obhut zeigen täglich, wie sehr sie in der Lage sind, Liebe zu empfinden und zurückzugeben – sogar in diesem jungen und prägenden Alter! Obwohl sie aus verschiedenen Gegenden und Elefantenfamilien stammen, bilden sie enge Bindungen zu den anderen Waisen. Elefanten sind sehr gesellige Säugetiere und haben innerhalb ihrer Familien ausgeprägte Sozialstrukturen und Wertevorstellungen. Das scheint genetisch veranlagt, denn schon die Allerkleinsten haben diese Charaktereigenschaften. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 30.10.2020
Freitag, 30. Oktober 2020
An manchen Tagen verteilen sich die Waisen im Wald, und jeder macht beim Grasen sein eigenes Ding. Heute setzten sich zuerst Ziwadi und Olorien vom Rest der Herde ab, und die Keeper mussten sie gut im Auge behalten, damit sie nicht zu weit fort liefen. Nach der Fütterung um 9 Uhr gingen dann Naboishu, Mukkoka, Naleku und Nabulu alle ihrer eigenen Wege. Wenn es Milch gibt, kommen sie aber alle wieder zusammen. Kurz vor der Mittagsfütterung konnte man schon Naboishu tief im Wald hören, der vor Vorfreude auf seine nächste Milchflasche laut bellte. Als die anderen ihn hörten, wussten sie, dass es bald soweit war, und Naleku, Nabulu und Mukkoka folgten Naboishu zur Fütterung. Wenn Naboishu dabei ist, brauchen sich die Keeper keine Sorgen zu machen, die Waisen wiederzufinden! Nach der Mittagsmilch grasten dann alle zusammen weiter.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 29.10.2020
Donnerstag, 29. Oktober 2020
Die Stimmung der Waisen leidet manchmal unter dem Wetter; genau wie die meisten Menschen auch sind sie an verregneten Tagen eher nicht so gut gelaunt! Heute Morgen war es wieder kühl und es gab ab und zu einen Schauer, und so grasten alle nur dicht bei den anderen, ohne dass viel gespielt wurde. Sie versuchten alle, sich gegenseitig warm zu halten, und nicht einmal die drei verspielten Jungs Maktao, Kiombo und Mukkoka wollen Ringkämpfe miteinander starten. Es wurde nur einmal kurz aufregend, als zwei männliche Impalas, die sich in einen Kampf verwickelt hatten, auftauchte und einigen Lärm machten. Olorien, Bondeni, Naleku, Roho, Naboishu, Larro, Mukkoka und Maktao hatten damit nicht gerechnet und tröteten und kollerten aufgeregt. Als die Impalas das hörten, machten sie sich schnell davon und die Keeper kamen eilig herbei, um die Waisen zu beruhigen und sicherzugehen, dass die Antilopen verschwunden waren. Maisha, Nabulu, Kiasa und Kiombo gingen kurz auf Patrouille und schnupperten überall herum, um sich zu vergewissern, dass nicht noch andere Tiere im Unterholz lauerten. Maisha und Nabulu ließen sogar ein lautes Trompeten als Warnung für andere Tiere los, bevor sie sich wieder ans Grasen machten.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.10.2020
Mittwoch, 28. Oktober 2020
Dank des ausgiebigen Regens der letzten Wochen haben sich inzwischen im ganzen Wald schöne Schlammlöcher gebildet, in denen sich die Waisen abkühlen können. Maktao nahm heute ein ausgedehntes Schlammbad, zusammen mit Naleku und Roho und einigen anderen. Maktao ließ sogar Naleku auf sich herum krabbeln. Roho, der Experte für Klettertouren auf seinen Freunden, gesellte sich sofort dazu, machte dann aber bei Maisha weiter, als diese auch dazukam. Schließlich versuchte auch noch Naboishu, auf Maktao zu klettern, aber da er deutlich schwerer ist, stand Maktao lieber schnell auf und ließ Naboishu in den Matsch rutschen. Dieser planschte kurz darin herum und kam dann wieder heraus.

