Die Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2018

 

Sage und schreibe neun Waisen zogen diesen Monat in die Auswilderungsstationen nach Tsavo um und begannen einen neuen Lebensabschnitt. Zuerst waren Mbegu, Ndotto und Lasayen an der Reise, gefolgt von Murit, Godoma und Ngilai, die alle nach Voi gebracht wurden, wo die Elefantenherde vornehmlich aus Kühen besteht. Am 1. Juni zogen die feisten jungen Kühe Esampu und Mteto mit ihrem Kumpel Mundusi nach Ithumba. Obwohl sie noch jünger waren, als die meisten Elefantenwaisen, die wir sonst nach Tsavo gebracht haben, fanden wir, es war an der Zeit. Das Trio ist sehr temperamentvoll und ausgebufft, und wurde langsam ziemlich anstrengend in der Nursery. Wir glauben, daß sie jetzt bei älteren Artgenossen besser aufgehoben sind, die ihnen ein paar Elefantenmanieren und Disziplin vermitteln konnten. Wir glauben, daß Esampu in der Herde mit Kamok, Oltaiyoni und Laragai nicht einmal die Hälfte ihrer Streiche zu Ende bringen kann! „Die Waisen im Mai“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 10.05.2018

Donnerstag, 10. Mai 2018
Mutaras Gruppe war am Morgen wieder an den Stallungen und erkundigte sich bei Enkikwe nach seinem Befinden. Er scheint es sehr zu genießen, wieder mit seinen Freunden draußen zu sein. Die Bewegung wird seinem Bein auch gut tun, obwohl er wohl nie wieder so laufen können wird wie früher. Nachdem die Waisen aufgebrochen waren, tauchten die älteren Ex-Waisen aus, angeführt von Yatta und zusammen mit drei wilden Bullen, davon einer in Musth! Makiretis und Naroks Gruppen sind in der Ex-Waisen-Herde aufgegangen, aber wir werden sehen, wie lange das anhält. Beim Mittagsschlammbad wälzten sich alle ausgiebig, auch Enkikwe, der sich riesig freut, nach zwei Monaten wieder mit unterwegs zu sein. Danach staubten sich noch Kithaka, Tusuja, Oltaiyoni, Ukame, Kauro, Namalok und Wanjala mit roter Erde ein, bis Kithaka anfing, auf Tusuja herumzuklettern. Beim Grasen am Nachmittag hatten Maramoja und Laragai eine ausführliche Unterhaltung.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 04.05.2018

Freitag, 4. Mai 2018
Bei blauem Himmel begrüßten am Morgen Mutara, Suguta, Kainuk, Turkwel, Sities, Kanjoro und Kilaguni die Waisen und begleiteten sie in den Busch. Kanjoro und Garzi hatten wie immer ein Kräftemessen, das unentschieden endete. Kauro staubte sich ein – eine Übung, die wegen seines beschädigten Rüssels großes Geschick erfordert! Bald schloss sich Suguta ihm an und verdrängte ihn schließlich von der Stelle, an der er staubbadete. Kauro musste seiner älteren Artgenossin Platz machen. Beim Grasen gingen Kilaguni und Kanjoro an einem kleinen See vorbei und hatten ein morgendlichen Bad mit Ringkampf. Yattas Herde kam kurz zu Besuch; mit dabei waren Baby Yoyo, Mulika, Mwende, Kinna mit Baby Kama, Galana mit Baby Gawa, Ithumbah, Loijuk, Makena, Lenana, Narok, Yetu, Lualeni, Kilabasi, Makireti, Zurura, Wendi mit Baby Wiva und Rapsu. Nach dem Schlammbad ging es zum unteren Kalovoto, wo den Rest des Tages gegrast wurde. Mutaras Gruppe verabschiedete sich dann. Kurz vor 19 Uhr tauchten dann Siangiki und Olsekki, die seit neun Tagen nicht mehr da gewesen waren, zusammen mit Mutaras Gruppe, Orwa, Bomani, Vuria und Kilaguni auf. Trotz der Dunkelheit konnte man deutlich die Wunden an Siangikis Rücken und Schwanz sehen, die noch von dem Löwenangriff stammten. Die beiden wurden mit ihren Freunden ins Gehege gesteckt, damit Siangiki am nächsten Tag Tonerde auf ihre Verletzung bekommen konnte. Laragais Gruppe ist jetzt fast komplett – es fehlt nur noch Boromoko, der sich vor einer Weile den Ex-Waisen angeschlossen hat.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 02.05.2018

Mittwoch, 2. Mai 2018
Gegen 18 Uhr abends meldete sich Olares Gruppe nach langer Zeit wieder einmal an den Stallungen. Dabei waren Melia, Tumaren, Kibo, Kandecha, Kitirua, Kalama, Chemi Chemi und Kilaguni, die eigentlich zu Chaimus Gruppe gehören. Narok und ihre Kollegen sind vermutlich mit Siangiki und Olsekki unterwegs und sind noch nicht wieder aufgetaucht.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.04.2018

Montag, 30. April 2018
Chaimu, Kilaguni, Naisula und Mutaras Gruppe hatten die Nacht vor den Gehegen verbracht und gingen am Morgen mit den Waisen in den Busch. Alle konzentrierten sich aufs Grasen, und später nahmen sich Dupotto, Kamok und Kauro etwas Zeit zum Staubbaden. Gegen 11 Uhr begleiteten die Ex-Waisen die Kleinen zum Schlammloch und gingen danach wieder mit ihnen grasen. Im Kalovoto-Gebiet verabschiedeten sich dann Mutara und ihre Kollegen; möglicherweise machten sie sich auf die Suche nach Siangiki, Olsekki, Orwa, Narok und Bomani, die nun seit fünf Tagen nicht aufgetaucht sind.