Mittwoch, 17. April 2019
In den Weidegründen breiteten sich die Waisen aus, und Mbegu tat ihr Bestes, ihre kleine Herde mit Murit, Godoma, Ndotto, Lasayen und Ngilai zusammenzuhalten. Um 11 Uhr ging es zum Wasserloch zur Milchfütterung. Anschließend leistete Murit einer wilden Herde Gesellschaft, die an der Tränke Wasser soff. Mbegu und die anderen waren skeptisch und schauten erst einmal aus sicherer Entfernung zu, bevor sie sich heran trauten. Tahri schaute einer großen wilden Kuh zu, die sich am Baobab kratzte, und Ndotto nahm seinen Mut zusammen und stellte sich neben einen großen wilden Bullen.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 07.04.2019
Sonntag, 7. April 2019
Embu, die in der letzten Gruppe zur morgendlichen Milchfütterung kam, konnte nach ihren zwei Flaschen nicht glauben, dass ihre Milch schon alle war, und wollte mehr haben. Sie versuchte sogar, noch etwas verschüttete Milch von der Rampe zu schlecken. Ndotto stellte sich neben sie und schuffelte seinen juckenden Hintern am Felsen, während Mashariki rote Erde in die Luft warf. Tahri, Kenia und Rorogoi schlossen sich ihr an. Ishaq-B kratzte sich auch noch etwas am Felsen, bevor sie ihren Freunden hinaus zum Grasen folgte.
Die Waisen im Juni
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019
Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen
Die Waisen im Mai
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019
Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!
Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen
Die Waisen im April
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2019
Es war unsäglich heiß in der Nursery und wir rechneten jeden Tag mit dem Regen. Die Vegetation wurde täglich trockener und die Waisen müssen jetzt weiter laufen, um genug Futter zu finden. Unsere Kleinsten, Larro und Neuankömmling Kiombo folgten Malima und Sagala auf Schritt und Tritt, und die Beiden entwickelten regelrechte Muttergefühle und waren sehr fürsorglich. Weil sie schon um einiges älter sind, konnten sie an die höher liegenden Äste und Zweige reichen und zogen sie für die Kleineren herunter. Malima ist zwar jetzt freundlicher zu den jüngsten Waisen, aber sie ist immer noch sehr frech und hört auch nicht immer auf die Keeper – genau wie ihr Freund Kuishi. Die beiden feisten Jungkühe werden wohl gegen Ende des Monats nach Tsavo umziehen. Es ist an der Zeit, daß sie von den älteren Elefanten unter deren Fittiche genommen werden und ein paar Manieren lernen. Kuishi versucht bei der Mittagsfütterung immer, die um die Schubkarre verschüttete Milch aufzusaugen und mag es überhaupt nicht, wenn jemand anderes es ihr nachmacht. Zur Fütterung fängt sie auch gerne mal eine Rauferei an, genauso wie wie Kiasa, die kein Stück ruhiger geworden ist. Als Kuishi eines Tages keine verschüttete Milch vorfand, schmiß sie aus Frust alle leeren Flaschen herum! „Die Waisen im April“ weiterlesen

