Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.01.2021

Samstag, 16. Januar 2021
Mitten in der Nacht hörten die Keeper Geräusche im Wald rund um die Auswilderungsstation, konnten aber nicht erkennen, ob es sich um wilde Elefanten handelte oder um die Auswilderer. Sie riefen nacheinander alle Namen ihrer ehemaligen Schützlinge, und kurz darauf tauchten tatsächlich Faraja und Zongoloni am Tor auf! Die Keeper freuten sich und begrüßten sie, und sie hofften, dass sie bis zum Morgen bleiben würden. Sogar Shukuru kollerte Zongoloni zu. Sie schienen es aber eilig zu haben, und nachdem sie etwas Wasser gesoffen hatte, marschierte Zongoloni mit ihren Freunden wieder hinaus in den Wald. Am Morgen ließen sie sich nicht mehr blicken, stattdessen tauchten im Lauf des Vormittags Alamaya und Ngasha auf. Die beiden haben sich offenbar von Zongolonis Gruppe abgesetzt und sind jetzt auf eigene Faust unterwegs. Beim Mittagsschlammbad sah es so aus, als hätten Ngasha und Mwashoti eine Meinungsverschiedenheit, denn Mwashoti versperrte seinem älteren Kollegen den Weg zum Schlammloch. Sie einigten sich aber noch, und Mwashoti machte Platz, sodass Ngasha zu seinem Bad kam.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.01.2021

Donnerstag, 14. Januar 2021
Am Morgen waren lautes Trompeten und umfallende Bäume im Wald rund um die Auswilderungsstation zu hören. Offenbar waren wilde Elefanten unterwegs, und wie sich herausstellte waren Alamaya und Ngasha auch dabei. Die beiden Jungs, die sich am Tag zu vor wieder daneben benommen und versucht hatten, die Waisenkühe zu besteigen, wurde heute allerdings mit Begeisterung begrüßt, vor allem von Sonje. Shukuru und Luggard zogen sich dagegen lieber zu den Keepern zurück, wo sie sich in Sicherheit wussten. Alamaya und Ngasha begleiteten die Waisenherde den ganzen Tag, und auf dem Heimweg am Abend sah es kurz so aus, als wollte Ngasha wieder frech werden. Er hielt sich aber noch zurück, um nicht von den Leitkühen bestraft zu werden, und als anfing dunkel zu werden, machten sich die beiden wieder auf in den Wald.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.01.2021

Montag, 11. Januar 2021
Die meisten der Auswilderer haben sich jetzt seit fast zwei Wochen nicht mehr blicken lassen, aber in der Nacht erschienen sie vollzählig! Die Keeper freuten sich, sie alle gesund und munter wiederzusehen. Murera hat sie natürlich alle gern, aber nachdem die großen Jungs in letzter Zeit häufiger Sonje, Lima Lima und sie genervt hatten, ist sie etwas unleidlich geworden. Mit Hilfe der Keeper hält sie sie aber im Zaum. Ngasha und Alamaya wissen nur allzu gut, dass die Kühe und die Keeper schnell mit ihnen schimpfen, wenn sie zu frech werden. Die beiden blieben noch bei der Herde, nachdem Zongoloni, Ziwa, Faraja und Jasiri sich wieder verabschiedet hatten, was Shukuru und Enkesha nicht so recht behagte. Die beiden Mädchen haben keine Lust, von ihnen herumgescheucht zu werden, und hielten ordentlich Abstand, genau wie Luggard.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.01.2021

Freitag, 8. Januar 2021
Mwashoti springt in letzter Zeit recht ruppig mit Enkesha um, und heute schien sie genug davon zu haben! Als sie sich mittags einstaubte, kam er dazu und wollte auf sie klettern, aber Enkesha trompetete sofort laut los und rief die älteren Kühe zu Hilfe. Lima Lima und Sonje kamen angerannt, um nachzusehen, was los war, wurden aber noch von Quanza überholt, die sich dann einfach zwischen Mwashoti und Enkesha stellte. Die anderen beiden verpassten Mwashoti eine Lektion, und er zog sich schnell zu Ngasha zurück. Von ihm und Jasiri scheint er sich den Unsinn abgeschaut zu haben – die beiden versuchen immer einmal wieder, auf junge Kühe zu klettern, und offenbar hatte Mwashoti beschlossen, das einmal bei Enkesha auszuprobieren. Den Rest des Tages hielten sich die drei Jungs fern von den Mädchen und den Keepern – hoffentlich haben sie ihre Lektion gelernt!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.01.2021

Samstag, 2. Januar 2021
Seit einigen Tagen ist Ngasha jetzt weniger mit seinen auswildernden Freunden zusammen unterwegs und mehr mit einer wilden Elefantenfamilie, die er vor kurzem kennengelernt hat. Trotzdem kommt er noch jeden Morgen zu den Stallungen, um den Waisen Hallo zu sagen. Einmal überzeugte er Mwashoti, sich ihm anzuschließen, und Mwashoti verbrachte den ganzen Tag mit ihm und der wilden Familie zusammen im Wald! Am Abend wollte er aber offenbar wieder zurück zur Auswilderungsstation, und obwohl Ngasha ihn zu überreden versuchte, die Nacht über draußen im Wald zu bleiben, schien er nicht besonders begeistert davon zu sein. Die Keeper nahmen ihn schließlich mit und sorgten dafür, dass Ngasha ihn in Ruhe gehen ließ. Mwashoti trank seine Flasche in Sekundenschnelle leer und fiel dann in seinem Gehege aufs Heu und schlief gleich ein – es schien ein anstrengender Tag draußen bei seinen wilden Freunden gewesen zu sein!