Donnerstag, 3. Oktober 2019
Es ist schwierig vorherzusagen, wann die Waisen in der Auswilderungsstation in Umani Springs wohl ihre Rückkehr in die Wildnis vollendet haben werden. Seit einiger Zeit werden vor allem Ziwa und die älteren Jungs immer unabhängiger. Heute machten sich Faraja und Zongoloni auf und nahmen Ngasha, Jasiri, Ziwa und Lima Lima mit zu ihren wilden Freunden. Auch am Nachmittag wollten sie sich noch nicht wieder von ihnen verabschieden! Lima Lima kam dann als erste gegen Mitternacht zurück zur Auswilderungsstation, und Zongoloni tauchte etwas später auch auf. Die Keeper ließen die beiden herein, und sie legten sich bald schlafen. Die vier Jungs verbrachten die Nacht allerdings draußen in den Chyulu-Bergen und stießen erst am nächsten Tag zur Mittagsfütterung wieder zur Waisenherde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.09.2019
Dienstag, 24. September 2019
An den Quellen wimmelte es heute von wilden Elefanten; sie fühlen sich in der Gegend sicher, und es gibt genug frisches Wasser zum saufen und um sich im Schlamm zu wälzen. Heute kamen auch ein paar zur Auswilderungsstation. Sie suchten wohl ihre Freunde Ziwa und Ngasha. Die beiden gewöhnen sich an ihre Unabhängigkeit und das Leben in der Wildnis. Manchmal kommen sie abends mit zurück zu den Stallungen, aber häufig schleichen sie sich auch davon und verbringen die Nacht draußen im Wald. Sie sind auf dem besten Weg auszuwildern, und die Keeper freuen sich, dass sie drauf und dran sind, diesen wichtigen Schritt in ihrem Leben zu gehen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.09.2019
Montag, 23. September 2019
Murera ist wirklich eine vorbildliche Leitkuh. Wann immer jemand Ärger macht, kümmert sie sich darum und sorgt dafür, dass der freche Elefant seine gerechte Strafe bekommt. Heute ärgerten Ziwa und Ngasha den kleineren Mwashoti und schubsten ihn herum. Als Murera das sah, ging sie sofort zu ihnen und erteilte den beiden eine ordentliche Lektion!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.09.2019
Mittwoch, 18. September 2019
Am Morgen, während die Waisen noch in den Gehegen ihre Milch tranken, soff draußen an der Tränke eine wilde Elefantenkuh mit ihrem kleinen Kalb Wasser. Die Mutter brachte ihrem Nachwuchs bei, wie man sich zur Abkühlung mit Wasser bespritzt. Ziwa hob den Rüssel in die Luft und kollerte den beiden zu, aber sie machten sich nichts daraus. Als sie genug Wasser gesoffen hatten, gingen sie wieder zurück in den Wald. Beim Mittagsschlammbad tauchten wieder ein paar wilde Elefanten auf. Einer der Bullen schien sehr beunruhigt über die Nähe der Keeper zu sein und drohte ihnen mit aufgestellten Ohren. Als aber Ziwa, Faraja und Ngasha zu ihm gingen und ihm Hallo sagten, beruhigte er sich. Die Waisen unterhielten sich eine Weile mit ihren wilden Freunden, bevor sie wieder zu den Keepern zurück kamen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.09.2019
Mittwoch, 4. September 2019
Als es Zeit für den Heimweg wurde, kamen Ziwa, Faraja und Ngasha nicht mit nach Hause, sondern blieben draußen im Wald. Seit einiger Zeit werden sie immer unabhängiger und hören auch nicht mehr so gut auf die Leitkühe. Am Abend folgen sie häufig ihren wilden Artgenossen, und die Keeper beobachten diese Veränderung gespannt – dies ist schließlich alles Teil ihres Auswilderungsprozesses! Ziwa scheint der unabhängigste der drei jungen Bullen zu sein. Ngasha und Faraja kommen gewöhnlich irgendwann in der Nacht wieder zu den Stallungen zurück; Ziwa taucht manchmal auch wieder auf, aber manchmal bleibt er auch draußen bei seinen wilden Freunden.

