Die Waisen im Dezember

Die Waisen auf dem Heimweg durch dichtes Gebüsch (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2019

Wir können unsere Elefantenwaisen nicht nur aufgrund ihres Aussehens, sondern auch wegen ihrer unterschiedlichen Charaktere gut auseinanderhalten. Maktao ist ein verspielter kleiner Kerl, der die anderen jederzeit gerne in einen kleinen Ringkampf verwickelt. Er ist nicht besonders wählerisch, was seine Gegner angeht, nur auf Dololo ist er nicht sonderlich erpicht, denn der nimmt die Kräftemessen immer sehr ernst, ebenso wie Musiara und Maktao selber. Manchmal versucht er sich sogar an Enkesha, aber die ist viel zu sanftmütig und hat in der Regel kein besonderes Interesse an diesen groben Spielchen, sei es Ringen oder Verstecken. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Die Waisen im November

Dololo und Ziwadi (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2019

So wie im Rest des Landes hat es auch in Nairobi heftig geregnet. Alle Bäche und Flüsse im Nairobi Nationalpark sind prall gefüllt und teilweise über die Ufer getreten. Die Waisen hatten daher viele Möglichkeiten zum Baden und Suhlen. Es gibt Unmengen an schlammigen Rutschen und die Elefanten verbringen ihre Zeit hauptsächlich in der Horizontalen. Zur mittäglichen Besucherstunde haben sie es derzeit nur auf ihre Milchflasche und das frisch geschnittene Grün abgesehen. „Die Waisen im November“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.08.2019

Mittwoch, 28. August 2019
Ziwa ging heute wieder eigene Wege, statt den anderen Waisen den Fahrweg entlang zu folgen. Nach einer Weile konnte man ihn im Gebüsch kollern und trompeten hören, als ob er nach seinen Freunden suchte. Kurz darauf kam er auch schon heraus, und Faraja und Ngasha gingen zurück, um ihn zu begrüßen. Ngasha und Ziwa starteten gleich ein Kräftemessen und kollerten sich begeistert zu. Auch Shukuru und Sonje freuten sich, ihn wiederzusehen, und kamen trompetend und kollernd angerannt.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.08.2019

Freitag, 23. August 2019
Mittags wollte keiner der Waisenelefanten etwas von der Milch wissen oder schlammbaden. Vielleicht lag es an dem kalten Wetter; Mwashoti und Shukuru gingen am Wasserloch vorbei, versuchten aber noch nicht einmal, ihre Rüssel hinein zu halten, um die Wassertemperatur zu testen. Als die Keeper fertig waren mit mittagessen, kamen plötzlich jede Menge Paviane zum Wasserloch, um nach Resten zum futtern zu suchen. As Lima Lima das sah, kam sie zusammen mit Ngasha und Quanza herbei, und sie scheuchten sie alle zurück in den Wald, damit sie die Keeper in Ruhe ließen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.08.2019

Montag, 19. August 2019
Am Abend blieben Faraja, Ziwa und Ngasha wieder draußen im Wald, und diesmal schafften sie es, auch Lima Lima zu überreden, ihnen zu folgen. Die Keeper waren nicht gerade begeistert, dass sie Alamaya zurückließ, denn er und auch die anderen Waisen vermissen sie. In der Nacht hörten die Keeper dann Lima Lima trompeten, als sie zurück zur Auswilderungsstation kam, und als ein Keeper sie herein ließ, verlangte sie nach ihrer Flasche. Diese war aber schon von den anderen ausgetrunken worden, denn die Keeper hatten nicht damit gerechnet, dass sie mit den Jungs verschwinden würde. Also musste sie bis zum Morgen warten. Trotz allem gehört es natürlich zum Auswilderungsprozess dazu, dass die Waisen langsam ihre eigenen Wege gehen und ausprobieren, wie es ihnen in der Wildnis geht.