Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.08.2019

Montag, 5. August 2019
Ziwa stromerte heute mit seinem Kumpel Faraja weiter oben in den Hügeln herum als die anderen Waisen mit ihren Keepern. Murera schien sich Sorgen zu machen und kollerte und trompetete, aber die Jungs ließen sich nicht umstimmen. Nach einer Weile konnte man lautes Trompeten hören, und nach einer Weile wurde den Keepern klar, dass es Ziwa und seine Freunde waren, die wohl nicht gut bei den wilden Elefanten angekommen waren. Faraja und Ngasha kamen mit Ziwa zurück, nachdem sie von der wilden Herde verscheucht worden waren.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.08.2019

Donnerstag, 1. August 2019
Lima Lima ist in letzter Zeit häufiger mit den älteren Jungs in den Wald hinaus gegangen, um sicherzugehen, dass sie am Abend zurückkommen. Gestern kam sie aber mit den Jungs nicht zurück, und nur Murera und Sonje gingen mit anderen und den Keepern zurück zur Auswilderungsstation. Dort warteten sie noch einige Zeit, aber von Lima Lima und den Bullen war keine Spur. Später am Abend tauchte dann Ngasha auf und kam schnurstracks zum Zelt der Keeper, um sie zu wecken. Sie mischten ihm noch eine Flasche Milch und ließen ihn dann in sein Gehege. Gegen Mitternacht war dann lautes Trompeten im Wald zu hören, und es war klar, dass Lima Lima und Ziwa mit ein paar wilden Artgenossen in der Nähe waren. Die Keeper riefen sie, und die beiden kamen erfreut angerannt, um noch eine Milchflasche leer zu trinken und es sich dann in ihren Gehegen gemütlich zu machen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.07.2019

Montag, 29. Juli 2019
Das Wetter war heute kalt und windig, und bei der Mittagsfütterung tranken die Waisen nur ihre Milch und gingen nicht baden. Lima Lima uns Shukuru soffen nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder zurück in den Wald. Dann schien aber Shukuru Faraja überreden zu wollen, doch noch einmal mit zum Wasserloch zu kommen. Faraja fand das Wasser aber zu kalt und ging lieber schnell zum Erdhaufen, um sich einzustauben. Shukuru ging am Nachmittag ihren eigenen Weg zu den Chyulu-Bergen, und auch Faraja und Ngasha verabschiedeten sich von den anderen. Sie haben sich jetzt gut an die Wildnis gewöhnt und waren auch schon ein paar Nächte draußen im Wald, sodass die Keeper ihnen die Freiheit lassen, dorthin zu gehen, wo sie auch immer hin wollen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.07.2019

Freitag, 19. Juli 2019
Einige der Waisen in Umani Springs sind langsam bereit auszuwildern. Vor allem Ziwa scheint sich langsam von seinen beiden Leitkühen abnabeln zu wollen, und er sieht wohl Ngasha als seinen Mitverschwörer an. Nach den morgendlichen Flaschen, tauschen die beiden vorsichtiges Kollern aus, sodass die Keeper nicht zu viel mitbekommen, und dann führt Ziwa seinen Freund Ngasha hinaus hin den Wald. Die Keeper sind unglaublich stolz, dass Ziwa, der lange gesundheitlich angeschlagen war, sich jetzt so gut macht. Sie werden ihn ganz sicher vermissen, wenn er vollständig ausgewildert ist, aber gleichzeitig freuen sie sich riesig, dass er es mit ihrer Hilfe geschafft hat!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.07.2019

Donnerstag, 18. Juli 2019
Manche der Waisen werden langsam unabhängiger. Ngasha und Ziwa kamen gestern nach zwei Nächten draußen in der Wildnis zurück, aber hauptsächlich, um ihre Milch abzuholen. Ngasha wollte gleich wieder in den Wald aufbrechen, überlegte es sich aber noch einmal anders und blieb dann doch bei Mwashoti und Alamaya. Auch Jasiri konnte sich nicht so recht entscheiden, und er setzte sich mit Shukuru ein Stück ab, um am Vormittag mit ihr zu grasen; nach einer Weile kam Shukuru allerdings allein zurück! Jasiri ist allerdings ein eher nervöser Junge und ist nicht gern nachts allein draußen im Wald. Wenn überhaupt, dann bleibt er im Gebüsch in der Nähe der Stallungen. Murera und Sonje bleiben Mwashoti und Alamaya treu, und auch wegen ihrer Verletzungen halten sie sich weiterhin bei ihrer menschlichen Familie.