Donnerstag, 5. März 2020
Maktao war in letzter Zeit häufig damit beschäftigt, seine Kräfte mit den anderen kleinen Bullen im Waisenhaus, Musiara, Kiombo, Sattao und Dololo, zu messen. Das machen sie, um herauszufinden, wer von ihnen der ranghöchste der kleinen Elefantengesellschaft ist. Heute ging er von einem zum nächsten und startete mit jedem von ihnen einen Ringkampf. Zuerst war Musiara dran, dann Dololo, Kiombo und schließlich Sattao. Bei den ersten dreien war er der Sieger, und er dachte wohl, gegen Sattao wäre es ebenso leicht. Aber Sattao hatte ihn mit den anderen beobachtet und sich gut vorbereitet! Es wurde ein langes Kräftemessen, das gar nicht aufzuhören schien, bis Tamiyoi dazukam und sich zwischen die beiden stellte. Dann forderte sie selbst Sattao heraus und schob Maktao zur Seite, womit die Sache für ihn beendet war.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.03.2020
Mittwoch, 4. März 2020
Als die Waisen nach der öffentlichen Besuchsstunde im Wald grasten, hatten Sattao, Kiombo, Mukkoka und Dololo ihren Spaß mit einigen Pavianen, die über ihnen in den Bäumen herumsprangen, laut plauderten und Beeren fraßen. Die Elefanten stampften um die Bäume herum und trampelten das Gebüsch nieder, aus Protest gegen das laute Geplapper der Affen und weil sie nicht an sie herankamen. Als einer der Paviane einen Keeper kommen sah, kamen sie alle herunter und rannten davon; das versetzte den vier Jungs einen solchen Schrecken, dass sie sich zu den anderen Waisen flüchteten, so schnell so konnten!
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.03.2020
Dienstag, 3. März 2020
Seit den letzten drei Tagen wartet Tamiyoi am Morgen auf Luggard und Ziwadi, um sie zu begrüßen, wenn sie herauskommen. Danach begleitet sie die beiden hinaus in den Wald und leistet ihnen noch eine Weile Gesellschaft. Heute hatten die anderen es eilig, in den Wald zu kommen, nur Luggard und Ziwadi hingen hinterher. Tamiyoi schien sich besonders viel Zeit zu lassen, damit sie auf die beiden warten konnte. Als sie sie endlich eingeholt hatten, sah sie sehr erfreut aus und ging hinter ihnen her, damit sie nicht verlorengingen. Als der Rest der Herde tiefer in den Wald hinein ging, blieb Tamiyoi bei Luggard und Ziwadi und graste mit ihnen zusammen, bis sie bei der 9-Uhr-Fütterung wieder auf die anderen trafen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.03.2020
Montag, 2. März 2020
Am Morgen war alles nass, nachdem es in der Nacht ordentlich geregnet hatte. Einige der Waisen, wie Luggard, Ziwadi, Larro, Naleku, Roho, Musiara und Sattao, wollten nicht so recht aus ihren Ställen und Gehegen kommen, weil es ihnen zu kalt und ungemütlich war. Tagwa, Kiombo, Maisha, Enkesha, Nabulu, Tamiyoi und Kiasa dagegen machten sich nichts daraus und rannten fröhlich hinaus in den Wald. Genau wie bei Menschenkindern auch, gibt es manche Elefanten, die gerne im Nassen herumrennen, und andere, die das kalte Wetter gar nicht leiden können! Musiaras Schwellung am Bein ist wieder verschwunden, und heute rannte und spielte er wieder wie eh und je herum; er kletterte auf Tamiyoi und Nabulu, die auf dem Boden staubbadeten – offenbar macht ihm sein Bein keinerlei Probleme mehr!
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.03.2020
Sonntag, 1. März 2020
Bei der Mittagsfütterung war alles ruhig, und jeder der Waisen machte sein eigenes Ding. Bei der 15-Uhr-Milch dagegen schlich sich Kiasa mit der Gruppe der jüngeren Waisen mit. Vor einiger Zeit schon war sie bei den Fütterungen zu den älteren Waisen befördert worden, weil sie immer für Unruhe gesorgt hatte, und heute machte sie es wieder wie damals! Sie verfolgte Kiombo und den Keeper, der ihn zu füttern versuchte, und versuchte, an Kiombos Milchflasche zu kommen. Die Keeper dachten eigentlich, sie hätte sich dieses Verhalten abgewöhnt, aber es half nichts: sie mussten sie von der Herde weg schieben, weil sie keine Ruhe gab! Zuerst beschwerte sie sich und bellte laut, um wieder zurück zu den anderen gelassen zu werden, aber schließlich fügte sie sich und suchte sich ein paar Büsche, von denen sie futterte.

