Sattao, Musiara und Dololo ziehen nach Ithumba um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Musiara, Sattao und Dololo haben ein paar aufregende Jahre im Waisenhaus des Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi hinter sich. Musiara war noch sehr klein, als eine Filmcrew ihn Anfang 2017 in der Maasai Mara sah, wie er ganz allein durch die Wildnis streifte und vergeblich versuchte, sich vorbeiziehenden Herden anzuschließen – bis er schließlich zu schwach wurde und einfach liegenblieb. Sattao wurde in ähnlich zartem Alter wenige Monate später gerettet; er war vermutlich von Wilderern zum Waisen gemacht worden und hatte schon Bisse von kleinen Raubtieren am ganzen Körper. Als Dololo schließlich im September 2018 ins Waisenhaus kam, hing sein Leben am seidenen Faden. Seine Rettung war die dramatischste der drei: er war in einem Wasserloch stecken geblieben, und nur sein Rüssel ragte noch aus dem Wasser heraus. Lange Zeit machte er noch einen mitleiderregenden Eindruck, war nur Haut und Knochen und hatte eingefallene Wangen. Im Laufe von einigen Monaten schaffte er es aber, ein neues Leben zu beginnen – auch dank der Hilfe seiner neuen Freunde, wie Sattao und Musiara! Inzwischen hat er sich so gut erholt, dass er zum Klassenclown der Waisenherde geworden ist! So wird es langsam Zeit für diese drei frechen kleinen Bullen, mit anderen, größeren Elefanten Bekanntschaft zu machen; diese werden ihnen alles wichtige beibringen, was sie brauchen, um in der Wildnis zu leben, und sie werden ihnen auch den nötigen Respekt abverlangen!
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Tagwa und Tamiyoi ziehen nach Voi um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Mitte 2019 zog Nachwuchs-Leitkuh Tagwa aus dem Waisenhaus in Nairobi in die Auswilderungsstation in Voi um. Sie verbrachte allerdings nicht viel Zeit dort, denn schon kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich, dass einer ihrer Stoßzähne schief wuchs, was zu einer Infektion und großen Schmerzen führte. Dadurch verlor die arme Tagwa von Tag zu Tag an Gewicht, und so wurde sie zurück nach Nairobi gebracht, wo sie besser medizinisch behandelt werden und sich erholen konnte. Acht Monate später ist sie nun wieder ganz die alte und bereit für einen neuen Anlauf für ihren Weg zurück in die Wildnis! Am 11. März – fast vier Jahre nach ihrer Rettung als kleines Waisenkalb – trat sie erneut die Reise nach Voi an.
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Die Waisen im März

Musiara (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2020

Es ist bemerkenswert, das Elefanten doch wie wir so richtige Gewohnheitstiere sind. Diesen Monat haben uns die derzeit 17 Elefantenwaisen in Nairobi oft daran erinnert. Seit Ausbruch der COVID-19 Pandemie mußten wir erstmals (und bis auf Weiteres) in der Geschichte des Sheldrick-Trusts die morgendliche öffentliche Besuchsstunde absagen. „Die Waisen im März“ weiterlesen

Die Rettung von Naboishu

Am 27. März 2020 wurde die vom Sheldrick Wildlife Trust (SWT) und Kenya Wildlife Service (KWS) betriebene mobile Tierarzteinheit in der Maasai Mara gerufen, um eine Obduktion an einer Elefantenkuh durchzuführen, die am Morgen aus unbekannten Gründen tot aufgefunden wurde. Sie war eine bekannte Kuh in der Maasai Mara, die „Namunyak“ genannt wurde und war vom Mara Elephant Project (MEP) mit einem Funkhalsband ausgestattet worden, mit dessen Hilfe verfolgt werden konnte, wo sie und ihre Herde unterwegs war. Als das Ortungssignal sich nicht mehr bewegte, klingelten alle Alarmglocken beim MEP. Sie wurde leblos aufgefunden, und ihr Kalb war mit der Herde inzwischen ein Stück weiter gegangen. Die Obduktion brachte eine große Schwellung in der Darmgegend zum Vorschein, vermutlich von einer älteren Verletzung, die aufgebrochen war, sodass Eiter in die Blutbahn gelangt war. Das hatte wohl eine Embolie der Lunge verursacht, und schließlich hatte das Herz der Kuh aufgehört zu schlagen. Immerhin gab es keine Anzeichen von äußeren Verletzungen.

 


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Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.12.2019

Dienstag, 31. Dezember 2019
Sattao wird immer selbstbewusster und unabhängiger, je älter er wird. Wenn die Waisen draußen im Wald sind, geht er häufig ein ganzes Stück von den anderen weg, um auf eigene Faust zu grasen. Wenn es Zeit für die Milchfütterung wird, ist er allerdings schnell wieder zurück!