Montag, 1. April 2019
Manchmal folgt Luggard der Herde, aber manchmal will er auch einfach abseits der anderen grasen, selbst wenn sie gemütlich durch den Park gehen. Nach der Fütterung um 9 Uhr morgens gingen die Waisen in einer Reihe zurück zum Grasen, und Luggard hing ganz am Ende hinterher. Sein alter Freund Jotto wollte ihn aber nicht allein lassen und ging alle paar Minuten zu ihm zurück. Einmal versuchte er sogar, ihn von hinten anzuschieben, als ob er ihn dazu bringen wollte, schneller zu laufen! Am Ende grasten aber die beiden kleinen Bullen gemütlich zu zweit.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2019
Montag, 1. April 2019
Tagwa kennt Sattaos Stimme sehr gut; wann immer er schreit oder ruft, antwortet sie, egal wie weit weg er gerade ist! Heute waren die Waisen alle bunt durcheinander gemischt im Wald, und Tagwa, Sagala, Kuishi und Jotto standen einige Meter weg von der großen Gruppe. Mapia schubste Sattao, als sie sich um einen grünen Zweig stritten, und Sattao bellte laut auf. Tagwa hörte es und war sofort zur Stelle. Der arme Mapia, der noch immer neben Sattao stand, bekam seinen Zweig abgenommen, und Tagwa überreichte ihn Sattao wieder, als die beiden davon gingen.
Emoli, Sagala und Tagwa ziehen nach Voi um

Am 4. Juni 2019 – passenderweise an Daphne Sheldricks Geburtstag – wurden die nächsten drei Waisen aus dem Waisenhaus des Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi in die altehrwürdige Auswilderungsstation in Voi, im Tsavo East Nationalpark gebracht.
In Voi begann seinerzeit die Geschichte des Sheldrick Wildlife Trust, wo Daphne mit ihrem Mann David und ihrer Tochter Angela 25 Jahre lang lebte. Und für zwei der verwaisten Elefantenkinder, Emoli und Sagala, war es auch eine Reise zurück in ihre Heimat, denn sie wurden 2017 dort als abgemagerte Dürreopfer vor dem sicheren Tod gerettet. Jetzt sind sie wieder gesund und munter, und sie sind inzwischen alt genug, um den nächsten Schritt in ihrem Leben zu gehen. Sie werden noch viele Jahre in der Auswilderungsstation leben, bevor sie soweit sind, wieder ihr eigenes, unabhängiges Leben in der Wildnis zu führen. Das dritte Waisenkind, das mit ihnen umzog, ist Tagwa, die Mini-Leitkuh der Waisenherde in Nairobi. Zum Glück gibt es dort inzwischen auch ambitionierte Mädchen wie Tamiyoi und Enkesha, die als nächste die Rolle als kleine Matriarchinnen übernehmen werden, sodass für die Herde gesorgt ist.
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Die kleinen Bullen Ambo und Jotto auf dem Weg zur Auswilderung

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Die Waisen im Juni
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019
Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

