Die traurige Geschichte von Merru

Mit dem kleinen Merru hatten es die Mitarbeiter des DSWT nicht leicht. Er kam nach einer furchtbaren Odyssee ins Waisenhaus in Nairobi und hatte etliche offensichtliche Wunden, aber offenbar auch ein paar schwerwiegendere innere Verletzungen. Er war am Rand des Imenti-Waldes an den Hängen des Mount Kenya gerettet worden, wo er in einen tiefen Steinbruch gefallen war. Bevor die Wildhüter des Kenya Wildlife Service davon erfuhren und ihm zu Hilfe eilen konnten, bekam er es mit ein paar Einwohnern zu tun, die drauf und dran waren, ihn zu töten und zu verspeisen! Zum Glück gab es unter ihnen einige dem Baby freundlich gesinnte Leute, die noch rechtzeitig den KWS verständigen konnten. Trotzdem sahen sich die Ranger einer aufgebrachten Menschenmenge gegenüber, die dem kleinen Bullen schon übel mitgespielt hatte. Sie handelten schließlich aus, dass er über Nacht mit den Füßen an drei Baumstämme festgebunden werden sollte, damit er nicht weglaufen konnte. Als am nächsten Morgen der Hubschrauber mit den Keepern des DSWT angekommen war, gelang es den Wildhütern zusammen mit dem Piloten Andy Payne, die aufgeregten Bewohner von dem kleinen Bullen fernzuhalten, während die Keeper sich um ihn kümmerten. Er jammerte wegen der vielen Wunden von den Schlägen, denen er ausgesetzt gewesen war, bekam gleich ein Beruhigungsmittel, etwas gegen Entzündungen und Rehydrierungsflüssigkeit, bevor er nach Nairobi in Sicherheit gebracht wurde.

Merru im Steinbruch

„Die traurige Geschichte von Merru“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.10.2018

Dienstag, 9. Oktober 2018
Mukkoka ging heute zum ersten Mal mit Tamiyois Gruppe jüngerer Waisen zur Besuchsstunde. Er war sehr ruhig und brav. Er kam zusammen mit Tamiyoi, Kiasa und Merru aus dem Wald herunter, und man hätte nicht vermutet, dass er das erste Mal dabei war. Tamiyoi schubste ihn einmal von etwas Grünfutter weg, an dem Merru gerade knabberte, aber Enkesha kam dazu und nahm Mukkoka in Schutz. Sattao und Maktao rangelten fröhlich miteinander, bis Emoli dazukam und die beiden trennte; er wollte nämlich selbst mit Maktao spielen!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.10.2018

Dienstag, 9. Oktober 2018
Malima spielte am Morgen mit Nashorn Maxwell, bevor sie in den Wald ging. Sie trompetete und stieß von außen gegen Maxwells Tor, und er rannte innen herum und stieß ebenfalls dagegen. Als allerdings eine ganze Menge Warzenschweine in sein Gehege eindrangen und sich über seine Luzernenheupellets hermachen wollten, musste er erst einmal dieser verjagen. Malima versuchte, ihn wieder zum spielen zu überreden, aber er war zu beschäftigt, und so ging sie schließlich zu den anderen Elefanten im Wald.