Samstag, 3. April 2021
Im Wald bemutterte Maisha heute fleißig Bondeni und Roho, und die beiden schienen sich sehr zu freuen, mit ihr unterwegs zu sein und all die Leckerbissen, die sie fallenließ genießen zu können. Sie ist schon so groß, dass sie an die saftigsten Zweige ganz oben an den Bäumen herankommt, und die Babys bekommen auf diese Weise auch etwas davon ab. Nach einer Weile kamen auch Kindani, Kinyei und Olorien dazu. Es ist schön zu sehen, dass Maisha sich auch gut um die anderen jüngeren Waisen kümmert statt nur um Roho, der immer noch ihr Liebling ist. Bei der Fütterung am Nachmittag sah sie ihn im Schlammloch planschen, während sie noch ihre Milch trank, und kaum war sie fertig, flitzte sie schon aufgeregt kollernd zu ihm hinüber! Als er dann ein wenig feststeckte, stützte sie ihn mit ihren Beinen, sodas er etwas Halt fand und wieder hoch kam. Nachdem er es aus dem Matsch geschafft hatte, gönnte sie sich selber noch ein kleines Schlammbad, bevor alle wieder zurück in den Wald gingen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.04.2021
Freitag, 2. April 2021
Am Nachmittag bekamen die Waisen die Milch am Schlammloch, da es ziemlich heiß war, und nachdem sie die Flaschen geleert hatten, rannten sie eilig zum kühlenden Wasser hinüber. Rama stand als erster am Rand und bewarf sich mit Matsch, und bald bekam er Gesellschaft von den anderen. Sogar Ziwadi schien es zu genießen, dass die Keeper ihren Rücken mit kühlem Schlamm bewarfen und mit Wasser aus dem Schlauch bespritzten. Nach einer Weile ging sie aber dann doch wieder zu ihrem geliebten Grünfutter. Die Waisen tummelten sich so begeistert im Wasser, dass manche gar nicht wieder herauskommen wollten. Maktao wälzte sich als letzter noch drin, obwohl die Keeper nach ihm riefen. Als die anderen schon wieder im Wald verschwunden waren, kam er endlich heraus und rannte ihnen hinterher, gefolgt von dem letzten Keeper, der noch bei ihm zurückgeblieben war.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 02.04.2021
Freitag, 2. April 2021
Die Waisenelefanten sind manchmal wie menschliche Kinder – genauso wie diese hin und wieder ihren Geschwistern hinterher jagen, um an Süßigkeiten oder etwas anderes heranzukommen, jagen sich die Waisen auch ab und zu gegenseitig hinterher. Heute hatte Maisha es auf einen leckeren Zweig abgesehen, den Kiombo sich geschnappt hatte und darauf herumkaute. Statt sich selbst einen zu suchen, jagte sie hinter ihm her und versuchte, an seinen heranzukommen, sodass es Kiombo schließlich zuviel wurde – er drehte sich um und startete eine Rangelei mit seiner Verfolgerin! Er ist inzwischen ordentlich gewachsen und kräftig geworden, und so gab Maisha lieber auf und überließ ihm dann doch seinen Leckerbissen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2021
Donnerstag, 1. April 2021
Olorien kann manchmal etwas anstrengend und launisch sein, und die Keeper haben es dann nicht leicht mir ihr. An anderen Tagen wiederum ist sie bestens gelaunt und kommt mit jedem zurecht, der ihr begegnet. In letzter Zeit scheint sie am liebsten bei den Keepern zu bleiben, und wenn die anderen weiter in den Wald hinein gehen, bleibt sie lieber zurück, wo sich die Keeper aufhalten. Als die Waisenherde heute Nachmittag im Wald graste, geriet sie mitten unter die anderen und verlor dabei die Keeper aus den Augen; sofort begann sie zu tröten und laut zu kollern! Die Keeper gingen zu ihr, um nachzusehen, was los war, und kaum hatte sie sie gesehen, kam sie ihnen höchst erfreut entgegen gerannt!
Die Waisen im Mai
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Mai 2021
Mai war ein großer Monat für die Waisen in der Nursery-Gruppe, denn der Umzug von fünf Elefanten in die Auswilderungsstation nach Tsavo stand an. Diese Momente sind immer bittersüß, denn auf der einen Seite sind wir traurig über den Abschied, andererseits ist der Umzug ein Meilenstein auf ihrem Weg zurück in die Wildnis. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen

