Die Rettung von Mapia

Am 2. November 2017, als die anhaltende Dürre nach dem ausgefallenen Regen der vergangenen Monate auf dem Höhepunkt war, fanden Wildhüter des Kenya Wildlife Service während einer Patrouille ein kleines Elefantenkalb. Es war zusammengebrochen und lag nördlich des Galana-Flusses auf einer Route, die Elefanten häufig benutzen, bereit zum Sterben. Eine Herde hielt sich noch nahe des Mapea-Tals auf, zwischen dem Fluss und dem Yatta-Plateau, der längsten Lava-Gesteinsformation der Welt, die sich über 300 Kilometer erstreckt. Durch diesen Einschnitt durchqueren die Elefantenherden traditionell die Yatta-Hochebene auf ihren Wanderungen durch den heutigen Tsavo East Nationalpark. Am Fuß der Hochebene fließt der Galana-Fluss entlang, der schließlich in den Indischen Ozean mündet, und hier baute seinerzeit David Sheldrick, der Gründer und erste Chef des Nationalparks, die Straße über Fluss und Hochebene, der heute noch den südlichen mit dem nördlichen Teil verbindet.

Auf einer der Migrationsrouten der Elefanten lag nun dieser ausgemergelte kleine Elefant. Die Ranger waren sich nicht sicher, ob er überhaupt noch am Leben war, und machten sich nicht viele Hoffnungen, dass er aushalten würde, bis Hilfe aus Voi angekommen wäre. Glücklicherweise erstatteten sie sofort per Funk Bericht, und ein Team von Keepern der Auswilderungsstation, begleitet von weiteren Wildhütern des KWS eilten zu der Stelle. Nach der schlimmen Dürre sind die Mitarbeiter des DSWT inzwischen geübt, wenn es darum geht, zusammengebrochenen Dürreopfern durch lebensrettende Maßnahmen zu helfen, und sie brachten alles Notwendige mit. Zugleich wurde DSWT-Hubschrauberpilot Andy Payne informiert, der im Hauptquartier in Kaluku die Rettungsaktion vorbereitete. Die Teams am Boden und in der Luft sprachen sich ab, und so ging keine Zeit verloren, was in diesem Fall immens wichtig war.

 

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Waisenblogs-Beitrag Nursery, 24.01.2018

Mittwoch, 24. Januar 2018
Giraffe Kiko musste in letzter Zeit meistens bei den Stallungen bleiben, weil immer wieder Löwen in der Nähe waren, aber konnte er wieder einmal hinaus in den Wald gehen. Er wurde offenbar langsam ungeduldig – oder er war einfach so froh, wieder im Wald zu sein – denn er rannte wie wild herum und machte den Keepern und Elefanten das Leben schwer. Er kam zur 9-Uhr-Fütterung und begann, alle herumzujagen. Einige der Waisen bekamen es mit der Angst zu tun und rannten weg. Mundusi, Jotto, Kuishi, Sagala, Maisha, Ndiwa und Lasayen schauten aus einiger Entfernung zu, wie Kiko umher rannte und mit allen vieren ausschlug. Schließlich kamen Ndotto, Mbegu und Shukuru an und alles beruhigte sich ein wenig. Ndotto stellte sich Kiko entgegen, als er zu seiner Milchflasche kam, aber Kiko ließ sich nicht einschüchtern; es war ein Wettstreit Höhe gegen Kraft! Mbegu und Shukuru kamen dazu, um Ndotto zu unterstützen, und am Ende drängten sie die freche Giraffe zu den Stallungen zurück, bevor sie zu ihrer Milch zurückkamen. Die Waisen, die noch nichts bekommen hatte, waren erleichtert, wie auch die Keeper. Kiko ist inzwischen ganz schön groß!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 23.01.2018

Dienstag, 23. Januar 2018
Enkesha ist ein kleines Mädchen, das weiß, was es will. Seit neuestem zeigt sie eine Verhaltensweise, die man auch schon bei Kamok beobachten konnte. Sie versteckt sich gerne hinter den Stallungen in einer Ecke, in der auch die Warzenschweine gerne fressen. Sie glaubt, wenn sie sich vor den Keepern versteckt, kann sie sich in Ruhe Unsinn ausdenken. Wenn die anderen irgendwo hin gehen oder die Keeper sie rufen, rührt sie sich nicht und wartet erst einmal ab, wohin es geht. Heute fiel sie erst auf, als sie die Warzenschweine verscheuchen wollte, die bei ihr grasten. Als sie merkte, dass ihr Getröte und Gestampfe verriet, wo sie war und die Keeper sie gesehen hatten, rannte sie bellend in den Wald und suchte den Rest der Herde. Sie hob ihren Rüssel, aber konnte niemanden finden, weil die anderen schon tief im Wald waren. Also kam sie zu den Keepern zurück, damit diese ihr sagten, wohin sie gehen sollte, und sah dabei sehr zerknirscht aus! Jotto ist ein guter Spielkamerad von Enkesha, und die beiden denken sich manchmal lustige Spiele aus. Heute war Jotto vor ihr bei der Milchfütterung und hatte seine Flasche schon geleert, als er sie ankommen sah. Er ging ihr entgegen und stellte sich ihr bei den kleinen Bächen neben dem Schlammbadgebiet in den Weg. Die Keeper mussten zu den beiden hinüber gehen und ihn weg manövrieren, damit Enkesha zu ihrer Milch kommen konnte!