Sonntag, 8. November 2020
Als die Waisen am Morgen in den Wald gingen, trafen sie auf einen einzelnen männlichen Büffel, der hinter dem Gelände der Stallungen graste. Der kleine Bondeni und Larro sahen ihn zuerst, und Bondeni, der ein unbeschwerter kleiner Bulle ist, ließ sich kein bisschen einschüchtern, sondern ging direkt auf ihn zu. Einzelne Büffelbullen können sehr aggressiv werden, und Larro beeilte sich, Bondeni zu überholen, um ihn zu schützen, und dabei ordentlich mit den Ohren zu wedeln, um den Büffel einzuschüchtern. Dieser drehte um, und ging in Richtung Wald, traf dabei allerdings auf Mukkoka und den Rest der Herde. Mukkoka ist schon ein etwas größerer Elefant, und der Büffel reagierte mit Schnauben und scharrte mit den Hufen. Mukkoka stellte die Ohren auf, hob den Kopf und kollerte bedrohlich, und da beschloss der Büffel, sich nicht weiter mit den Elefanten einzulassen, sondern schnell wieder im Wald zu verschwinden. So konnten die Waisen in Ruhe grasen. Nach der Fütterung um 15 Uhr spielte Bondeni Fangen mit den Warzenschweinen, die um die Stallungen herum leben. Die kleinen Tiere sind natürlich viel zu flink für den kleinen Bullen, aber er hatte trotzdem jede Menge Spaß dabei, ihnen hinterher zu jagen. Maisha und Nabulu passten auf, dass er es nicht übertrieb, und nachdem er sich eine Weile ausgetobt hatte, schloss er sich wieder den anderen beim Grasen an.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 07.11.2020
Samstag, 7. November 2020
Kiasa benahm sich heute bei der 9-Uhr-Fütterung wieder einmal ordentlich daneben, wie früher so oft. Sie wird von den Keepern schon immer nur mit der letzten Gruppe zur Fütterung gelassen, aber heute hatte sie es geschafft, in einer früheren Gruppe zusammen mit Naboishu zu erscheinen. Sie hatte ihre Flaschen so schnell ausgetrunken, dass der arme Naboishu gar keine Zeit hatte zu reagieren, so schnell war sie zu ihm geflitzt! Sie schubste ihn ein paarmal, und ihm blieb nichts anderes übrig als schnell in Deckung zu gehen. Die Keeper mussten mit vereinten Kräften Kiasa zurückhalten. Ein Keeper ging zu Naboishu, um ihn zu beruhigen und ihn weiter zu füttern. Kiasa wurde zur Strafe erst einmal von der Herde weg geschickt, damit sie verstand, dass sie etwas falsch gemacht hatte, und erst nach einer ganzen Weile kam sie langsam drucksend zurück. Hoffentlich hat sie ihre Lektion gelernt!
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 06.11.2020
Freitag, 6. November 2020
Am Morgen regnete es wieder, und es war so kühl, dass die kleineren Babys erst einmal mit ihren Decken in ihren Ställen blieben. Die älteren gingen aber hinaus in den Wald, und viele vergnügten sich mit Schlammbädern. Naboishu ließ allerdings seinen Unmut über das Wetter lautstark vernehmen und versuchte, zurück zu den Stallungen zu kommen. Es half aber auch nichts, dass er die Keeper anbellte; er ist schon alt genug und muss sich auch daran gewöhnen, im Regen zu grasen, wie es später, wenn er einmal wieder in der Wildnis lebt, auch sein wird. Als es schließlich aufgehört hatte zu regnen, kamen auch die kleineren Elefanten heraus und grasten zusammen mit dem Rest der Herde.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 05.11.2020
Donnerstag, 5. November 2020
Kindani versteht sich als Mini-Leitkuh der kleinen Gruppe mit Bondeni und Kinyei, und manchmal kann sie sehr streng sein, wenn es um ihre Schützlinge geht. Heute Morgen glaubte sie, Bondeni in Schutz nehmen zu müssen, als Ziwadi bei ihm stand. Ziwadi ist immer sehr freundlich und liebevoll, und sie umrüsselte Bondeni gerade, was aber wohl Kinyei gegen den Strich ging. Sie lief zu den beiden und schubste Ziwadi von ihrem Freund weg! Diese machte sich nichts daraus, sondern ging einfach zu den anderen, um weiter zu grasen. Ziwadi hat einen relativ langen Rüssel, und manchmal ist ihr dieses außergewöhnliche Körperteil noch im Weg; wenn sie ihn herum schlenkert, versetzt sie dabei hin und wieder einem Keeper einen ordentlichen Schlag, oder sie stolpert über ihren eigenen Rüssel! Mit der Zeit wird sie aber noch lernen, damit umzugehen und ihn geschickt einzusetzen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.11.2020
Mittwoch, 4. November 2020
Es war ein kühler und feuchter Morgen, und so blieben Bondeni, Kindani, Kinyei, Olorien und Ziwadi noch eine Weile im Stall. Sie bekamen ordentlich Grün, damit sie futtern konnten auch ohne in den Wald zu gehen. Larro, Kiasa, Nabulu, Maisha, Naboishu, Kiombo, Mukkoka, Maktao, Roho und Naleku dagegen vergnügten sich draußen im Matsch, rollten sich nach Herzenslust herum und rutschten aufeinander umher. Maisha versuchte, auf Nabulu zu klettern, aber sie rutschte herunter und landete auf Naboishu, der sich gerade neben Nabulu herum wälzte. Da Maisha deutlich größer ist als Naboishu ließ dieser einen lauten Schrei los, und alle Waisen und die Keeper eilten hinzu, um Maisha von ihm herunter zu bugsieren. Als sie sich wieder aufgerappelt hatte, vergewisserte sie sich, dass es allen gutging, und vor allem dass der arme Naboishu nichts abbekommen hatte. Als er ebenfalls wieder aufgestanden war, erholte er sich schnell wieder von dem Schrecken und ging grasen, als wäre nichts passiert!

