Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.08.2018

Donnerstag, 30. August 2018
Karisa und Namalok war klar, dass es ein heißer Tag werden würde, und so gingen sie am Morgen gleich zur Tränke, um genug Wasser für den Vormittag zu saufen. Kurz darauf tauchte Olares Gruppe auf, allerdings ohne Olare, Kitirua und Naisula; Tumaren war die Anführerin. Sie schlossen sich den Waisen an, als es in den Busch geht. Unterwegs trafen die Waisen mit ihren Keepern auf eine junge wilde Elefantenkuh, die manchmal recht aggressiv ist, wenn sie beim Schlammbad auftaucht. Sie hatte offenbar einen Stoßzahn verloren, es war aber nicht klar, wie das passiert war. Solche Dinge passieren – auch Narok kam eines Morgens plötzlich mit einem Stoßzahn weniger zu den Stallungen. Oltaiyoni hob einen Zweig vom Boden auf und ließ Olsekki und Siangiki mit daran knabbern. Als es sehr warm wurde, legten die Waisen eine Pause unter einem Baum ein und machten sich wieder ans Grasen, als es etwas wieder abgekühlt war.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 23.08.2018

Donnerstag, 23. August 2018
Turkwel wurde am Morgen wieder behandelt und ging dann den anderen hinterher. Am Vormittag grasten alle konzentiert; Pare kratzte sich an einem Baum, und Oltaiyoni futterte mit aufgestellten Ohren. Beim Mittagsschlammbad war es recht kalt, und niemand wollte baden gehen. Nur ein wilder Bulle traute sich ins Wasser. Die wilden Bullen an der Tränke plauderten mit Enkikwe, Siangiki und Olsekki, und nach einer Weile folgten die Babys Maramoja zurück in den Busch. Dann wurde es wärmer, und die Waisen löschten ihren Durst am Wasserloch am Rand des Weges nach Tiva. Enkikwe und Siangiki spielten sogar noch ein wenig im Wasser. An den Stallungen kam Olares Herde zu Besuch, und auch Chemi Chemi tauchte auf. Er war immer noch ungeduldig und unwirsch, aber immerhin schafften es die Keeper, ihn mit grüner Tonerde und entzündungshemmendem Spray zu behandeln. Makireti, Kilabasi und Murka schickten ihn allerdings weg, weil er ihnen zu unruhig war. Er sieht kräftig und energiegeladen aus, und seine Wunden heilen gut, aber scheinbar hat er Probleme, mit dem linken Auge zu sehen.

Die Waisen im August

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2018

 

Juli und August waren so bitter kalt in Nairobi, daß selbst die Elefantenwaisen keine Lust hatten, nass zu werden und wir das Suhlen im Schlamm erst einmal ausgesetzten. Stattdessen haben wir einige Haufen mit loser, roter Erde aufgeschüttet, in denen sich die Waisen in den Wintermonaten liebend gern herumrollen. Die Jüngsten versuchten ihr Bestes, ihren älteren Herdenmitgliedern auf den Rücken zu klettern, was ihnen aufgrund ihrer kurzen Beine und kugelrunden Bäuche nicht immer gelang! Gegen Ende des Monats wurde das Wetter wieder wärmer und die Suhle re-aktiviert, besonders auf Drängen von Enkesha und Emoli, die damit begannen, sich in den Sumpf davonzuschleichen, weil sie es nicht erwarten konnten, wieder zu baden. Emoli entwickelt jetzt seinen ganz eigenen Kopf und ist jetzt viel verspielter, aber auch dickköpfiger. „Die Waisen im August“ weiterlesen