Waisenblogs-Beitrag Nursery, 17.11.2020

Dienstag, 17. November 2020
Vor ein paar Tagen kam ein neuer Waisenelefant aus dem Tsavo-Nationalpark ins Waisenhaus, der Shaka genannt wurde. Er ist sehr dünn und hat mächtig mit Würmern im Darm zu kämpfen, sodass er noch ziemlich schwach ist. Er hat sich aber immerhin schon einmal soweit erholt, dass er die anderen kennenlernen konnte. Im Wald wurde er stürmisch begrüßt, und die älteren Mädchen wollten ihn bemuttern. Er ist allerdings noch sehr zurückhaltend, sodass er sich lieber zurückzog. Maisha und ein paar andere folgten ihm, und Roho – wie oft bei Neuankömmlingen – wurde schnell eifersüchtig und versuchte, Maisha von Shaka fern zu halten. Sie kennt das aber schon und schimpfte kollernd mit Roho, um sich weiter um den kleinen Neuling zu kümmern. Später grasten Ziwadi und Shaka dann abseits der anderen, die sich ein ausgiebiges Staubbad genehmigten.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 16.11.2020

Montag, 16. November 2020
Bondeni und Naleku stolperten heute im dichten Gebüsch über ein paar Impala-Babys; Impala-Mütter verstecken ihre Jungtiere häufig vor Raubtieren, wenn sie grasen, und kommen später wieder, um sie abzuholen. Bondeni und Naleku, die beide neugierige kleine Elefanten sind, freuten sich über die Entdeckung und rannten den kleinen Antilopen hinterher, während diese lustig hin und her sprangen. Als Naleku aufgeregt trompetete, wurden Maisha, Kiasa und Nabulu auf sie aufmerksam und kamen dazu, und bald wollte die ganze Herde beim Fangen mitspielen! Als allerdings der Impala-Nachwuchs die ganze Elefantenherde kommen sah, war er schnell auf und davon. Am späten Nachmittag traf dann Roho beim Grasen auf eine Schildkröte, die sich im hohen Gras versteckt hatte. Sie zischte ihn an, und er bekam einen solchen Schrecken, dass er schnell zurück zu den anderen rannte und sich hinter Nabulu und Kiasa verkroch!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.11.2020

Mittwoch, 11. November 2020
Am Vorabend begann es wieder zu regnen, und bis zum Vormittag hörte es nicht auf, sodass einige der Waisen kaum schlafen konnten, weil es auf ihre Dächer trommelte. Roho wachte mitten in der Nacht auf, als ein besonders heftiger Schauer losging, und er sprang auf und trompetete ängstlich. Maisha, die im Gehege direkt daneben schläft versuchte, ihn durch tiefes Kollern zu beruhigen. Bei dem starken Regen gingen am Morgen nur die älteren Waisen in den Wald hinaus. Als es am Nachmittag endlich auflockerte, konnten auch Ziwadi und die anderen hinaus, und Ziwadi schien geradezu energiegeladen zu sein. Sie nimmt sich sonst eher Zeit für alles, aber heute flitzte sie in den Busch hinaus und begann dann auch noch, die Warzenschweine mit lautem Trompeten zu jagen. Sie rannte etliche Minuten hinter ihnen her, bis sie sich schließlich verzogen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.11.2020

Mittwoch, 4. November 2020
Es war ein kühler und feuchter Morgen, und so blieben Bondeni, Kindani, Kinyei, Olorien und Ziwadi noch eine Weile im Stall. Sie bekamen ordentlich Grün, damit sie futtern konnten auch ohne in den Wald zu gehen. Larro, Kiasa, Nabulu, Maisha, Naboishu, Kiombo, Mukkoka, Maktao, Roho und Naleku dagegen vergnügten sich draußen im Matsch, rollten sich nach Herzenslust herum und rutschten aufeinander umher. Maisha versuchte, auf Nabulu zu klettern, aber sie rutschte herunter und landete auf Naboishu, der sich gerade neben Nabulu herum wälzte. Da Maisha deutlich größer ist als Naboishu ließ dieser einen lauten Schrei los, und alle Waisen und die Keeper eilten hinzu, um Maisha von ihm herunter zu bugsieren. Als sie sich wieder aufgerappelt hatte, vergewisserte sie sich, dass es allen gutging, und vor allem dass der arme Naboishu nichts abbekommen hatte. Als er ebenfalls wieder aufgestanden war, erholte er sich schnell wieder von dem Schrecken und ging grasen, als wäre nichts passiert!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.11.2020

Sonntag, 1. November 2020
Roho und Naleku verwickelten sich heute in ein ordentliches Kräftemessen, und keines der beiden Babys wollte klein beigeben. Mit der Zeit sah es ganz schön ernst aus, sodass Maisha, Kiasa und Nabulu daneben stehenblieben und gut aufpassten, dass sich die beiden nicht übernahmen. Irgendwann hatte Naleku Roho zu Boden gerangelt, und es sah aus, als würde sie gewinnen, aber Maisha griff ein und trennte die beiden. Sie wollten allerdings noch nicht aufhören und rannten einfach um Maisha herum und machten weiter! Dann hatte Roho seinerseits Naleku im Schwitzkasten, und als sie ausrutschte, wusste sie sich nicht mehr anders zu helfen, als ihn in den Schwanz zu beißen! Roho bellte laut auf und rannte davon, und Nabulu, Kiasa und Maisha kamen angerannt. Naleku machte sich eilig davon, um nicht bestraft zu werden, weil sie es übertrieben hatte, und sie hielt sich eine ganze Weile im Hintergrund. Als sich Roho und Naleku dann wieder beruhigt hatten, konnte wieder Ruhe einkehren und alle grasten entspannt weiter.