Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 14.07.2018

Samstag, 14. Juli 2018
Tomboi, der seit einigen Monaten weg gewesen war, kam früh am Morgen an den Stallungen an. Er war irgendwie aus dem Nationalpark hinaus geraten und in den Dörfern in der Nähe des Kanziku-Gebiets gesichtet worden. Das Tor des Parks wurde für ihn geöffnet, damit er vom Schlingensammelteam wieder in den Park manöviert werden konnte. Tomboi hat sich offenbar vollständig erholt von der Pfeilwunde, die er im Januar davongetragen hatte, vermutlich in einer ähnlichen bewohnten Gegend. Heute sah er jedenfalls gesund und munter aus und schloss sich den Waisen beim Luzernenheufrühstück an. Kurz darauf kamen auch Mutara und ihre Kollegen dazu. Tusuja forderte Kanjoro heraus, und nachdem sie sich guten Morgen gesagt hatten, starteten sie einen Ringkampf. Tusuja gab aber bald auf, ohne ersichtlichen Grund. Mutara brachte dann die Waisen zu den Weidegründen, während Tomboi in die entgegengesetzte Richtung aufbrach. Es war kühl, und so konnten sich die Waisen ganz aufs Grasen konzentrieren. Roi, die im Moment eine Schwellung am Hinterteil hat, futterte zusammen mit Oltaiyoni; die Schwellung wurde heute behandelt und sieht nun wieder besser aus. Beim Mittagsschlammbad war es den Waisen zu kalt zum Baden, und auch am Nachmittag passierte nicht viel. Abends kamen vier wilde Bullen an den Stallungen vorbei und löschten ihren Durst.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.07.2018

Freitag, 13. Juli 2018
Früh am Morgen war weit und breit kein Elefant um die Stallungen herum zu sehen. In der Nacht hatten die Löwen wieder gebrüllt. Karisa, der früher immer eher schüchtern war, fordert nun gern seine Freunde zum Ringkampf heraus. Heute nahm er sich zuerst Galla vor, verlor aber. Dann versuchte er sich an Tusuja, aber auch gegen ihn musste er aufgeben. Dann verwickelte Pare Tusuja in eine Rangelei, die aber bald von Oltaiyoni unterbrochen wurde. Kurz darauf kamen zwei Schakale zum Saufen und stifteten Verwirrung, als sie plötzlich laut bellten! Die Waisen erschraken sich und flüchteten in Richtung Kone. Die Keeper riefen ihnen nach und versicherten ihnen, dass kein Grund zur Panik bestand, und schließlich beruhigten sich die Gemüter wieder und es konnte gegrast werden. Die Schakale sahen sehr zufrieden mit ihrem Werk aus – sie sind schlielich recht kleine Gesellen, kaum größer als ein Fuchs. Sie vergaßen sogar, dass sie eigentlich gekommen waren, um ihren Durst zu löschen, und machten sich einfach wieder auf in den Busch! Beim Grasen tat sich Esampu mit Roi zusammen, während Dupotto sich mit Namalok stritt, nachdem sie ihm Gras aus dem Mund stibitzt hatte. Namalok war aber nicht auf Konfrontation aus und ging einfach davon, und auch Dupotto lief ihm nicht hinterher.