Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019

 

Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Voi, 16.03.2019

Samstag, 16. März 2019
Die Waisen machten sich heute zum Grasen an der Ostseite des Mazinga-Bergs breit, wo Bada weiter unten blieb als die anderen. Naipoki und Rorogoi hielten an und warteten auf ihn, und so verbrachten die drei den Vormittag gemeinsam beim Grasen. Auch Godoma und Lasayen setzten sich ein Stück vom Rest der Herde ab. Beim Mittagsschlammbad legte sich Araba ins Wasserloch, während Suswa am Rand spielte. Ab und zu hob Suswa den Kopf und schaute, was Araba so trieb, sodass Ndii mit der Zeit Verdacht schöpfte und dazu kam, um zu verhindern, dass ihre geliebte Araba von Suswa entführt wurde. Lasayen und Godoma, die gute Freunde seit ihrer Waisenhauszeit sind, nahmen zusammen ein Staubbad und rollten sich in der Nähe des Wasserlochs auf dem Boden herum.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 01.03.2019

Freitag, 1. März 2019
Am Mittag ging Nelion geradewegs zur Tränke, wo es noch frisches Wasser gab, nachdem schon viele wilde Elefantenherden das Wasserloch besucht hatten. Panda ging mitten ins Schlammloch zum baden, gefolgt von Mudanda und Tundani. Rorogoi gönnte sich ein ausführliches Staubbad, nachdem sie aus dem Matsch gekommen war, während Araba sich einen kleinen Baum zum kratzen aussuchte und die größeren ihren Artgenossen überließ. Naipoki rollte sich unterdessen genüsslich am Ufer des Schlammlochs herum.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 24.02.2019

Sonntag, 24. Februar 2019
Nach Milch und Luzernenheupellets gab es am Morgen wieder viel Spiel und Spaß an den Stallungen. Kenia bewachte ihren Liebling Araba, damit niemand die Kleine weg locken konnte. Tundani wollte Mashariki zum Ringkampf herausfordern, aber Mashariki hatte keine Lust und ließ ihn stehen. Arruba rollte sich auf dem Boden herum und zog Naipoki am Schwanz, um sie zum Mitmachen zu animieren. Schließlich schloss sie sich aber ihren Freunden an, die Mbegu und Godoma hinaus in den Park folgten. Am Mittag am Wasserloch war es noch recht frisch, sodass die Waisen nur Wasser soffen und sich ein wenig bespritzten. Mbirikani, die weiterhin die Waisen begleitet, kratzte sich an einem der Bäume, während sich Lentili und Kihari sich den großen Baobab zum Kratzen aussuchten. Rorogoi schien die Wassertropfen aus Suswas Mund auffangen zu wollen. Am Nachmittag wurde dann in der Nähe des Wasserlochs weiter gegrast.

Waisenblogs-Beitrag Voi, 02.02.2019

Samstag, 2. Februar 2019
Am Baobab-Wasserloch leistete heute eine wilde Kuh mit einem kleinen Kalb den Waisen Gesellschaft. Diese versuchten, an das Kalb heranzukommen und mit ihm zu spielen, aber es wollte nicht so recht klappen. Sie versuchten sogar, Tahri als Köder zu benutzen, um das Kalb anzulocken, aber kaum hatten die beiden wilden Elefanten ihren Durst gelöscht, gingen sie davon. Den Waisen blieb nur, mit dem Rest der Herde zu spielen. Ein junger Elefant wollte Rorogoi herausfordern, aber sie schreckte zurück. Panda dagegen genoss einen längeren Ringkampf mit einem der jüngeren Bullen. Als die Herde schließlich wieder aufbrach, machten sich auch die Waisen wieder auf. Arruba war als vorletzte zurück geblieben und bellte laut auf, als sie merkte, dass Ndoria hinter ihr war – vermutlich dachte sie, sie wollte ihr in den Schwanz beißen!