Mittwoch, 14. November 2018
Die Waisen, die im Dezember in eine der Auswilderungsstationen in Tsavo umziehen sollen, begannen heute mit ihrem Umzugstraining: Sana Sana, Ndiwa und Malkia. Ndiwa hatte keine Probleme damit, ihre Milch im Umzugs-LKW zu trinken, aber Sana Sana und Malkia waren nicht so einfach zu überzeugen. Während Ndiwa ohne zu zögern in den LKW ging und ihre Milchflasche leer trank, näherten sich die anderen beiden nur den Toren, schnüffelten an ihren Flaschen und machten dann einen Rückzieher. Sie rannten sogar wieder zurück in den Wald zum Rest der Herde! Malkia war dann schlecht gelaunt, nachdem sie die Milch im Umzugswagen verpasst hatte, und bei der nächsten Fütterung drängelte sie sich zur Schubkarre mit den Flaschen vor und scheuchte alle in der Gegend herum. Sogar vor den Keepern machte sie nicht Halt und hätte beinahe noch die Schubkarre umgestoßen. Die Keeper schafften es, sie woanders hin zu komplimentieren, und dort ließ sie ihren Ärger an Jotto, Sagala und Mapia aus. Sana Sana musste ihre Milchfütterung noch einmal verschieben, um die Ruhe wiederherzustellen und Malkia zur Strafe ins umliegende Gebüsch zu schicken.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.11.2018
Samstag, 3. November 2018
Tamiyoi, Malima, Emoli, Ambo, Mapia, Kuishi, Sagala und Ndiwa scheinen sich morgens immer zusammenzutun, und wenn sie im Wald angekommen sind, machen sie sich unter Tamiyois Kommando auf den Weg weiter hinaus in den Park. Tamiyoi kennt sich sehr gut aus und weiß immer, wo es lang geht. Heute gingen sie ihr alle hinterher, allen voran Ndiwa, und nach ein paar Minuten waren sie im Dickicht verschwunden und tauchten erst zur Fütterung um 9 Uhr wieder auf. Sie grasten geschäftig und schienen gar nicht weiter beeindruckt, dass bald Fütterungszeit war. Diese kleine Gruppe scheint unabhängiger zu sein als die anderen Waisen, obwohl auch ein paar jüngere dabei sind.
Die Waisen im November
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2018
Unser letzter Neuzugang diesen Monat ist zwar winzig, hat aber trotzdem schon das Zepter in der Hand! Klein Maarifa ist ein Breitmaulnashornbaby aus dem Nashornschutzgebiet im Meru Nationalpark, wo der David Sheldrick Wildlife Trust im letzten Jahr auch die Arbeit aufgenommen hat. Die örtlichen Wildhüter hatten das Kalb aus dem Schlamm geborgen und danach zwei Tage lang versucht, es zu seiner Mutter zurückzuführen – leider ohne Erfolg. Maarifa hat sich sehr schnell in der Nairobi Nursery eingelebt. Breitmaulnashörner sind sehr friedfertige und freundliche Tiere, und so hatte sie schnell das Herz aller Keeper und Elefanten erobert. Seit sie bei uns ist, füllen sich die Seiten im Monatsbericht mit kleinen Geschichten zu ihren Streichen. Es passiert zum Beispiel häufiger, daß sie im Schweinsgalopp in den Busch davon rennt, und die Keeper dürfen sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Am Ende eines jeden Gallops, läßt sie sich zu Boden plumpsen und muss erst einmal ein Nickerchen halten. Maarifa wird wie alle Nashornwaisen vor ihr getrennt von den Elefanten aufgezogen werden, aber sie werden sich sicher dann und wann im Wald begegnen. Im Moment wohnt sie im Nachbarstall von Maktao, und die beiden sind sich offenbar sehr sympathisch.
Waisenblogs-Bilder Nursery, 31.10.2018
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Mapia und Mukkoka
Malima
Sagala
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.10.2018
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Kuishi und Sagala sind Gehegenachbarn und gute Freunde, aber wenn es um die Milchflaschen geht, ist jede sich selbst die nächste! Bei der 9-Uhr-Fütterung hatte heute Kuishi als erste ihre Milch ausgetrunken und versuchte, noch an ein paar Tropfen von Sagalas Milch heranzukommen. Sagala protestierte und drehte sich im Kreis, damit Kuishi nicht an ihre Flasche kam. Auch für eine Freundin ist bei der Milch nichts abzugeben!

