Montag, 15. April 2019
Melia, Chemi Chemi, Kalama, Tumaren, Kandecha und Olare kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Zehn wilde Bullen soffen an der Tränke, und Sapalan versuchte, sich dazwischen zu zwängen, um auch etwas Wasser ab zu bekommen; ein wilder Bulle zeigte allerdings mit dem Rüssel auf ihn, sodass er sich lieber wieder zu seinen Freunden zurückzog. Olares Herde begleitete die Waisen hinaus in den Busch und graste mit ihnen zusammen, bis es Zeit für das Mittagsschlammbad war, wo Ukame die erste Gruppe anführte. Als alle genug vom Baden hatten, tobte Tumaren im Wasser herum, trompetete und machte sich einen Spaß daraus, Sana Sana den Weg nach draußen zu versperren. Die Keeper mussten erst mit ihr schimpfen, sodass Sana Sana schließlich herauskommen konnte.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.04.2019
Samstag, 13. April 2019
Orwa, Narok, Kenze und Bomani hatten die Nacht vor den Gehegen verbracht und kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Wanjala nahm sich ein Häufchen Pellets mit und wollte sie etwas abseits in Ruhe futtern. Kaum hatte Orwa seinen Anteil verspeist, ging er Wanjala hinterher und wollte ihm ein paar Pellets stehlen. Wanjala sah ihn kommen und sammelte eilig zusammen, was er konnte, um damit zu flüchten. Orwa lief ihm hinterher, gab aber irgendwann die Verfolgung auf. Sana Sana teilte sich die Pellets mit Ndiwa, bevor es zur Tränke ging, wo sich den Waisen kurz ein friedlicher wilder Bulle anschloss. Bomani, Narok und Orwa kamen dann mit hinaus in den Busch, wo Rapa, Ndiwa und Naseku zusammen grasten. Olsekki legte irgendwann eine Pause ein, um sich einzustauben, und bekam dabei Gesellschaft von Siangiki.
Die Waisen im Mai
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019
Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!
Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen
Die Waisen im April
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2019
Es war unsäglich heiß in der Nursery und wir rechneten jeden Tag mit dem Regen. Die Vegetation wurde täglich trockener und die Waisen müssen jetzt weiter laufen, um genug Futter zu finden. Unsere Kleinsten, Larro und Neuankömmling Kiombo folgten Malima und Sagala auf Schritt und Tritt, und die Beiden entwickelten regelrechte Muttergefühle und waren sehr fürsorglich. Weil sie schon um einiges älter sind, konnten sie an die höher liegenden Äste und Zweige reichen und zogen sie für die Kleineren herunter. Malima ist zwar jetzt freundlicher zu den jüngsten Waisen, aber sie ist immer noch sehr frech und hört auch nicht immer auf die Keeper – genau wie ihr Freund Kuishi. Die beiden feisten Jungkühe werden wohl gegen Ende des Monats nach Tsavo umziehen. Es ist an der Zeit, daß sie von den älteren Elefanten unter deren Fittiche genommen werden und ein paar Manieren lernen. Kuishi versucht bei der Mittagsfütterung immer, die um die Schubkarre verschüttete Milch aufzusaugen und mag es überhaupt nicht, wenn jemand anderes es ihr nachmacht. Zur Fütterung fängt sie auch gerne mal eine Rauferei an, genauso wie wie Kiasa, die kein Stück ruhiger geworden ist. Als Kuishi eines Tages keine verschüttete Milch vorfand, schmiß sie aus Frust alle leeren Flaschen herum! „Die Waisen im April“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 28.03.2019
Donnerstag, 28. März 2019
Die Ex-Waisen warteten am Morgen wieder vor den Gehegen auf die Waisen. Malkia, die kleine Babys sehr mag und bestimmt einmal eine tolle Mutter werden wird, ging geradewegs auf Lulu zu, um ihr Hallo zu sagen. Sana Sana und Ndiwa hatten aber bald keine Lust mehr auf das Gedrängel beim Luzernenheu und gaben das Zeichen zum Aufbruch. Mundusi war am Morgen offenbar in Spiellaune und rannte trompetend im Gebüsch herum; es wollte aber niemand so recht mitmachen, und so beruhigte er sich nach einer Weile wieder und begann zu grasen. Enkikwe tat sich mit Galla zusammen und Garzi mit Barsilinga. Gegen Mittag übernahm Ukame das Kommando – offenbar konnte sie es kaum erwarten, zum Schlammbad zu kommen, weil die Sonne unerbittlich schien. Am Nachmittag schlossen sich kurz die Ex-Waisen den Waisen an, als diese zwischen Imenti und Ithumba-Berg grasten. Die kleine Lulu hielt ein Schläfchen auf dem Boden, während ihre Herde sich im Schatten der Bäume ausruhte. Am Abend gingen die Waisen noch einmal am Schlammloch vorbei und kühlten sich begeistert ab.

