Die Waisen im Dezember

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Dezember 2018

 

Am 4. Dezember sind Sana Sana, Malkia und Ndiwa wie schon viele andere vor ihnen in die Auswilderungsstation nach Ithumba im Nationalpark Tsavo-Ost umgezogen. Die Station wurde 2004 eröffnet und von ihr aus haben seither mehr als 90 Elefantenwaisen ihre Reise zurück in die Wildnis gestartet. Es ist wichtig, zu verstehen, daß dieser Vorgang der Auswilderung wirklich eine Reise über mehrere Jahre ist, und es manchmal acht bis zehn Jahre dauert, bis sich die Waisen völlig selbstsicher und eigenständig in der Wildnis bewegen. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.12.2018

Montag, 31. Dezember 2018
Maramoja kam am letzten Morgen des Jahres als erste heraus, gefolgt von Mteto und Esampu. Die Waisen löschten kurz ihren Durst an der Tränke, bevor Naseku sie hinaus in den Busch führte. Kithaka, Barsilinga und Garzi, die sich nicht mehr nach den anderen richten wollen, folgten in einiger Entfernung. Sapalan, der erfreulicherweise viel aktiver ist als früher, tat sich zum Grasen mit Galla zusammen, während Malkia Sana Sana Gesellschaft leistete. Enkikwe, der weiterhin etwas humpelt, plauderte lange mit Lemoyian – die Jungs, die beide einen Angriff der Löwen überlebt haben. Auf dem Weg zum Mittagsschlammbad warnte Mundusi Ndiwa, ihn nicht zu überholen; Ndiwa wartete geschickt ab, bis Mundusi von einem Dikdik abgelenkt war, und flitzte dann an ihm vorbei! Im Schlammloch kletterten Wanjala und Tusuja aufeinander herum, und auch Sapalan wälzte sich ausgiebig. Nach dem Schlammbad krabbelte Esampu auf allen vieren am Rand des Wasserlochs herum, während Roi, Tusuja, Naseku und Olsekki schon einmal staubbaden gingen. Tusuja forderte später Olsekki zum Kräftemessen heraus, aber als es ernst wurde, gab Tusuja lieber auf. Am Abend wollten Kithaka, Barsilinga und Garzi nicht mit den anderen zurück zu den Stallungen gehen; sie kamen aber eine Stunde später nach, als ihre Kollegen es sich schon in den Gehegen gemütlich gemacht hatten.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 28.12.2018

Freitag, 28. Dezember 2018
Am Vormittag kamen die Waisen an einem kleinen Wasserloch vorbei, in dem sie sich schon einmal abkühlten. Dupotto genehmigte sich danach noch ein Staubbad, während Malkia sich den Hals an den Bäumen kratzte. Trotz des vormittäglichen Bads gingen die Waisen am Mittag auch noch einmal ins Wasserloch, weil es so heiß war. Sana Sana passte auf, dass sie allen anderen voraus war, denn vor allem Tusuja versuchte, auf alle zu klettern, die er erwischen konnte. Am Nachmittag wurde westlich des Ithumba-Bergs gegrast, wo Olsekki und Oltaiyoni sich in ein kleines Kräftemessen verwickelten. Auf dem Weg zurück zu den Stallungen überholte Sapalan, der sonst immer als letzter ankam, Dupotto und schaffte es als dritter zur Milchfütterung! Orwa, Narok und Bomani machten sich wieder auf den Weg, nachdem sie die Kleinen an den Stallungen abgeliefert hatten.