Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.04.2019

Donnerstag, 11. April 2019
Nabulu hat sich gut eingewöhnt; sie weiß jetzt, wann es Milch gibt und dass nach der Mittagsfütterung ein guter Zeitpunkt ist, ein Schlammbad oder Staubbad zu nehmen, bevor es wieder in den Wald geht. Sie hütet sich aber immer noch vor den ruppigeren Waisen wie Kiasa. Kiasa, Maktao und Dololo versuchen häufig, ihr auf den Rücken zu klettern oder sie beim Schlammbad zu ärgern. Dagegen scheint sie sich in Gesellschaft von Tamiyoi, Malima, Sattao und Larro wohl zu fühlen, und diese ebenfalls, sodass man sie häufig zusammen sieht. Nabulu kommt jetzt auch gut mit den Keepern zurecht. Sie trötet zwar gerne einmal herum, wenn sie ihre Flasche ausgetrunken hat, um nach mehr zu verlangen, aber wenn die Keeper sie fort schicken, hört sie auf sie und schubst oder scheucht sie nicht herum wie früher.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 05.04.2019

Freitag, 5. April 2019
Die meisten der jüngeren Waisen spielen gern mit Musiara, aber manchen geht er eher aus dem Weg – so wie Emoli, der auch mal ruppig werden kann. Heute wollten Sattao, Maktao, Kiasa und sogar Mukkoka mit Musiara spielen, und alle versuchten, ihn von den anderen weg zu locken. Die fröhliche Runde wurde aber jäh unterbrochen, als Emoli dazukam und Musiara aus dem Weg schubste. Musiara hatte keine Lust mehr und ging grasen, gefolgt von seinem Kumpel Sattao. Kaum waren die beiden weg von den anderen, begannen sie einen kleinen Ringkampf, dem sich bald auch Luggard anschloss, der in der Nähe graste.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2019

Montag, 1. April 2019
Tagwa kennt Sattaos Stimme sehr gut; wann immer er schreit oder ruft, antwortet sie, egal wie weit weg er gerade ist! Heute waren die Waisen alle bunt durcheinander gemischt im Wald, und Tagwa, Sagala, Kuishi und Jotto standen einige Meter weg von der großen Gruppe. Mapia schubste Sattao, als sie sich um einen grünen Zweig stritten, und Sattao bellte laut auf. Tagwa hörte es und war sofort zur Stelle. Der arme Mapia, der noch immer neben Sattao stand, bekam seinen Zweig abgenommen, und Tagwa überreichte ihn Sattao wieder, als die beiden davon gingen.

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019

 

Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Die Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019

 

Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!

 

Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen