Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.05.2021

Samstag, 29. Mai 2021
Am Morgen war Murera schon wieder in Alarmbereitschaft, denn Zongoloni war schon wieder da und beäugte Kiasa. Nach der Milch und dem Luzernenheufrühstück wollte sie Zongoloni weg schicken, aber diese ließ sich nicht so leicht einschüchtern. Die beiden rangelten fast eine Viertelstunde miteinander, aber es sah so aus als könnte Murera schließlich nicht mehr ganz mithalten. Also rief sie Sonje, Lima Lima und Quanza zu Hilfe, was Zongoloni dann doch veranlasste, die Flucht anzutreten. Im Laufe des Tages gaben die Waisenkühe dann besonders acht auf Enkesha: wann immer Zongoloni auftauchte, trompetete Enkesha laut los, sodass die älteren Mädchen sofort Bescheid wussten! Das funktionierte, und Zongoloni bekam keine Gelegenheit mehr, Kiasa zu entführen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.05.2021

Sonntag, 23. Mai 2021
Es ist immer schön, wenn die Waisen auf wilde Artgenossen treffen, denn von ihnen können sie viel über das Leben in der Wildnis lernen. Manchmal gibt es aber auch kleinere Streitereien! Heute schloss sich der Herde ein neuer wilder Bulle an, der den ganzen Tag mit ihnen graste. Sonje schien es ihm besonders angetan zu haben, denn er spazierte hin und wieder mit ihr zusammen durch den Wald. Als die Waisen dann am Abend nach Hause kamen, begleitete er sie, und als Sonje durch das Tor zum Gelände der Auswilderungsstation gehen wollte, stellte er sich ihr in den Weg. Sonje kam nicht vorbei und wurde nervös und trompetete laut. Die Keeper versuchten, den Bullen weg zu scheuchen, hatten aber keinen Erfolg. Plötzlich konnte man Geräusche im Gebüsch hören, und die auswildernden Jungs erschienen auf der Bildfläche. Gemeinsam nahmen sie die Sache in die Hand und sorgten dafür, dass der Bulle den Weg frei machte; Sonje wurde dann von Ziwa und den Keepern in ihr Gehege eskortiert.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.05.2021

Samstag, 15. Mai 2021
Die Waisenherde in Umani Springs versucht so langsam, sich wieder in ihr normales Leben hinein zu finden – auch wenn sie in Gedanken natürlich immer noch bei Luggard sind. Lima Lima hörte heute in der Nähe der Wasserquellen verdächtige Geräusche, und da sie ein neugieriges Mädchen ist, machte sie sich auf die Suche nach der Ursache. Die Keeper gingen hinterher, damit sie sich nicht zu weit entfernte, und an den Quellen sahen sie tatsächlich zwei miteinander kämpfende Büffelbullen. Lima Lima trompetete sie an, aber die beiden waren zu vertieft in ihre Rangelei, sodass Lima Lima zurückkam und sich als Verstärkung Murera, Sonje und Quanza holte. Zu viert machten die Elefanten ein so lautes Getröte, dass sie die Büffel damit einschüchterten, und diese sich in verschiedene Richtungen aus dem Staub machten. Es kehrte wieder Ruhe ein, und den Rest des Tages konnten die Waisen ungestört grasen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.05.2021

Sonntag, 2. Mai 2021
Am Morgen kam eine wilde Herde mit zwei kleinen Babys zum Wasserloch an den Stallungen. Einer der Keeper wollte sie fotografieren, doch als er sich ihnen näherte, erschraken die wilden Elefanten, die vermutlich Menschen nicht gewohnt sind. Sie rannten davon, sodass nur eine große Staubwolke zurückblieb! Dabei kamen ihnen allerdings ihre beiden Kälber abhanden, und Sonje und Quanza ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen und gingen sofort zu ihnen. Den winzigen Elefanten war das aber nicht geheuer, und sie trompeteten los und riefen nach ihren Müttern – die natürlich prompt zurückkamen. Eine der beiden aufgebrachten Kühe machte sich sofort daran, Sonje weg zu scheuchen, die gerade noch ins Gebüsch entkommen konnte. Quanza merkte schnell, dass sie sich auch besser zurückziehen sollte und verschwand auch in den Büschen, bevor die andere Mutter sie eingeholt hatte. Die Keeper suchten ihre Schützlinge und trösteten sie, und nach einer Weile hatten sie sich wieder beruhigt und konnten sich dem Grasen im Wald widmen.

Die Waisen im August

Sonje

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: August 2021

Shukuru hat die letzten Monate aus gesundheitlichen Gründen in der Nairobi-Nursery verbracht und es geht ihr mittlerweile von Tag zu Tag besser. Die Keeper sagen immer, dass man viel über die Gesundheit des Elefanten anhand seiner Haut sagen kann und Shukurus Haut sieht wieder richtig gesund aus. Sie hat großen Appetit, trinkt ihre Milch und frisst ordentlich, wenn sie im Busch unterwegs ist. Die Kleineren himmeln die große Shukuru an, ganz besonders Naleku. Wann immer die ältere Kuh in die Suhle steigt, rutscht Naleku neben sie und strahlt sie an, stolz, eine so große Freundin zu haben. „Die Waisen im August“ weiterlesen