Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.11.2020

Dienstag, 24. November 2020
Lima Lima zeigte sich heute wieder einmal von ihrer gierigen Seite. Sie war als eine der ersten mit ihrer Milch fertig und sah, dass Quanzas Flasche noch auf dem Boden stand. Sie schappte sie sich, aber Sonje hatte sie dabei beobachtet und trompetete sie laut an! Lima Lima ließ vor Schreck die Flasche wieder fallen, sodass der größte Teil der Milch verschüttet wurde. Zum Glück hatten die Keeper eine Extra-Flasche dabei, und Quanza musste nicht auf ihren Anteil verzichten. Sonje sorgte kollernd dafür, dass Lima Lima mit genügend Abstand zu den Milchflaschen wartete, bis die anderen fertig waren.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.11.2020

Sonntag, 22. November 2020
Die vier Ausreißer Jasiri, Faraja, Ziwa und Zongoloni, die sich seit einer Weile nicht mehr hatten sehen lassen, tauchten heute wieder einmal auf und schlossen sich der Waisenherde an. Als Jasiri im Gebüsch auftauchte, steuerte er zielsicher auf Sonje zu. Er wollte offenbar ausprobieren, was er bei seinen wilden Kameraden im Busch gesehen hatte, und begann, Sonje zu besteigen! Diese war allerdings gar nicht begeistert und setzte dem Unsinn schnell ein Ende. Als die Waisen dann gegen Mittag zur Fütterung gingen, machten sich Ziwa und Alamaya zusammen auf den Weg in Richtung der Chyulu-Berge; sie wussten, dass ihre Freunde ihnen bald folgen würden.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.11.2020

Freitag, 20. November 2020
Sonje passte heute auf den kleinen Luggard auf. Zwischenzeitlich musste sie allerdings einige Paviane verscheuchen, und so übergab sie die Aufsicht kurz an Shukuru. Diese bemutterte Luggard, bis Sonje zurückkam, und schien das sehr zu genießen. Auch Luggard mag Shukurus zurückhaltende und freundliche Art.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.11.2020

Mittwoch, 11. November 2020
Es ist jetzt schon eine Weile her, seit Zongoloni, Ziwa, Faraja und Jasiri zuletzt aufgetaucht sind. Bei den ausgiebigen Regenfällen der letzten Tage sind diese vier halb-unabhängigen Waisen vermutlich jetzt mit ihren wilden Freunden in der Nähe oder sogar in den Chyulu-Bergen unterwegs. Grün und Wasser gibt es jedenfalls jetzt überall genug. Alamaya und Ngasha dagegen haben sich angewöhnt, bei Tagesanbruch an den Stallungen zu erscheinen. Dort warten sie darauf, dass die Waisen ihre Milch trinken, futtern mit ihnen zusammen Luzernenheu und kommen dann mit hinaus in den Busch. Murera und Sonje freuen sich, die Jungs wieder dabei zu haben. Lima Lima ist nicht so begeistert, denn die übermütigen Jungs fangen manchmal an, auf ihr herum zu klettern. Murera und Sonje haben aber deswegen schon ein paarmal heftig mit ihnen geschimpft, und sie halten sich nun ein wenig zurück.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.11.2020

Sonntag, 8. November 2020
Alamaya kam heute mit Ngasha im Schlepptau zur Waisenherde. Er freute sich vor allem, Sonje wiederzusehen. Die beiden begrüßten sich ausführlich mit umschlungenen Rüsseln und gingen dann eine ganze Weile zusammen umher, als ob sie sich gegenseitig erzählen wollten, was sie so erlebt hatten. Da die anderen vier der Auswilderer-Gruppe nicht auftauchten, stiegen einige Keeper in ein Fahrzeug und machten sich auf die Suche nach ihnen, um sicherzugehen, dass es ihnen gutging. Bald hatten sie sie gefunden – sie hatten sich unter eine wilde Herde gemischt und schienen sich dort wohlzufühlen. So konnten die Keeper beruhigt wieder zur Auswilderungsstation zurück fahren.