Samstag, 3. Oktober 2020
Heute brachten die halb-unabhängigen Waisen einen neuen wilden Freund mit zu den Stallungen. Kaum hatten die älteren Kühe den großen Bullen gesehen, sahen sie zu, dass sie mit Luggard hinaus in den Wald kamen. Shukuru, Sonje und Murera gingen voraus und überließen es Mwashoti, sich mit dem Bullen anzufreunden. Er blieb auch danach immer in seiner Nähe. Der wilde Elefant blieb lange bei den Waisen, und diese hielten sich an die Keeper, weil sie nicht so recht wussten, ob sie ihrem Artgenossen über den Weg trauen sollten. Irgendwann näherte er sich dann den Keepern ein wenig, aber der Geruch der Menschen schien ihn etwas zu verunsichern, und so verschwand er schließlich wieder im Wald. Murera, Shukuru und Luggard waren erleichtert und konnten sich danach beim Grasen wieder etwas freier bewegen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.10.2020
Freitag, 2. Oktober 2020
Die auswildernden Waisen kamen am Morgen wieder alle zum Luzernenheufrühstück. Alamaya tauchte als erster auf und wurde von Sonje begrüßt, die sich freute, ihn wiederzusehen. Dann ging Alamaya zu den Keepern, und bevor diese sich versahen, hatte er sich einen Ballen Heu geschnappt und lief damit los! Die Keeper überlegten, ob sie ihm hinterher laufen sollten, sahen dann aber, dass er den Ballen zu seinen Kollegen trug, um ihn sich mit ihnen zu teilen. Während Ziwa, Jasiri und Alamaya sich darüber her machten, ging Ngasha zur Tränke und soff eine ganze Weile von dem frischen Wasser. Als es dann hinaus zum Grasen ging, lief Enkesha zu ihrer Freundin Zongoloni, die sich auch sehr freute und Enkesha mit einem tiefen Kollern begrüßte. Faraja machte sich derweil wieder auf den Weg in Richtung der Chyulu-Berge, um dort zu grasen.
Die Waisen im Dezember
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2020
Dank der Regenzeit hatten wir ein paar schöne klare Tage mit strahlendem Sonnenschein. An jenen Tagen, an denen es morgens regnete, war es interessant, die Reaktionen der Wasserratten und der Wasserscheuen zu beobachten. Die einen rannten enthusiastisch durch den Schauer und die anderen brauchten einiges an Überzeugungskraft, um überhaupt aus ihren wohlig-warmen Ställen zu kommen und ihre Milchflaschen zu holen! Larro und Naboishu fallen auf jeden Fall in die letzte der beiden Kategorien. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.09.2020
Montag, 28. September 2020
Am Morgen kam ein wilder Bulle zu den Stallungen, begleitet von Alamaya. Alamaya scheint in der Wildnis immer wieder neue Freunde zu finden, auch wenn er es offenbar vorzieht, allein unterwegs zu sein. Der Bulle blieb den ganzen Tag bei der Herde; er gab acht, nicht zu nahe zu kommen, aber schien trotzdem neugierig zu sein, warum diese Elefanten mit den Menschen herumliefen. Ziwa, der mittags zum Staubbad gekommen war, versuchte, ihn zu ein paar Spielen zu überreden, aber er schien kein Interesse zu haben. Sonje und Murera hielten sich von ihm fern und passten auf, dass Luggard ihm nicht zu nahe kam. Zongoloni behielt ihrerseits Enkesha im Auge, und auch die Keeper blieben wachsam. Als es am Abend zurück zur Auswilderungsstation ging, kam der wilde Elefant ebenfalls mit. Jasiri hatte sich zum Beschützer der Waisenherde aufgeschwungen und begleitete sie bis zurück zu den Stallungen. Als der wilde Bulle dort das Tor erreichte, kehrte er schließlich wieder um und verschwand im Wald.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2020
Dienstag, 22. September 2020
Heute tauchte ein großer wilder Bulle beim Schlammbad auf, und er schien neugierig zu sein und die Waisenherde kennenlernen zu wollen. Sonje war das ganze nicht so recht geheuer, und sie hielt sich zurück, aber als Alamaya und Ziwa dazukamen und den Bullen begrüßten, wurde klar, dass sie sich wohl schon kannten. Offenbar ist er einer der wilden Elefanten, mit denen sich die halb-unabhängigen Waisen nachts im Wald treffen.

