Freitag, 13. März 2020
Lima Lima hat eine ganz neue Angewohnheit entwickelt: wenn es zur Fütterung um 11 Uhr geht, rennt sie vorneweg, hält dann an und wartet auf die anderen. Wenn sie ankommen, begrüßt sie alle einzeln mit erhobenen Rüssel, wie die Gastgeberin der nun folgenden Fütterung! Heute wartete, bis Sonje angekommen war und kümmerte sich dann schnell um ihre eigene Flasche. Murera kam etwas später an und ließ ihre Flasche links liegen. Sie scheint im Wald genug Futter zu finden, um satt zu werden; manchmal kommt sie gar nicht zur Fütterung, dann wieder interessiert sie ihre Flasche gar nicht. Ngasha tauchte zu spät für die Flaschen auf, als schon alle geleert waren. Also ging er zum Wasserloch weiter, wo er sich mit etwas Schlamm bewarf, bevor er sich Ziwa anschloss, der auf Zongoloni wartete.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.03.2020
Sonntag, 8. März 2020
Die Waisen grasten am Vormittag geruhsam vor sich hin, als Sonje hörte, wie Alamaya kollerte und nach ihr zu rufen schien. Sie rannte zu ihm, und Alamaya stellte die Ohren auf, als ob ihn etwas erschreckt hatte. Sonje tätschelte ihn mit dem Rüssel, um ihn zu beruhigen, und auch Shukuru schien sich zu fragen, wovor er sich erschreckt haben könnte. Sonjes Gegenwart schien auf jeden Fall zu helfen. Auch Murera hatte die ganze Unruhe mitbekommen, und als sie zu den beiden gehen wollte, traf sie auf Jasiri und Faraja, die am Waldrand standen und warteten, dass es zum Staubbad gehen würde. Der Rest der Herde folgte Lima Lima in Richtung der Chyulu-Berge, wo am Nachmittag weiter gegrast wurde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.02.2020
Montag, 24. Februar 2020
Mwashoti hatte heute im Wald den Anschluss verpasst und sah plötzlich keinen seiner Freunde um sich herum. Er suchte nach Murera und Sonje, und kam schließlich zu Sonje gerannt, wobei er aufgeregt trompetete. Quanza, die ihn kollern gehört hatte, kam auch herbei geeilt, um zu sehen, was los war. Als sie sah, dass Mwashoti schon Sonje gefunden und sich wieder beruhigt hatte, machte sie sich zufrieden wieder ans Grasen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.02.2020
Donnerstag, 20. Februar 2020
Lima Lima war am Vormittag so sehr damit beschäftigt, die Paviane zu verscheuchen, dass sie gar nicht merkte, dass sie sich ein ganzes Stück von der Herde entfernt hatte. Als sie feststellte, dass sie allein auf weiter Flur war, begann sie laut zu trompeten, um die anderen zu finden. Die Keeper hörten, wie sie im Gebüsch herumtrampelte und riefen ihren Namen, und Sonje ging ein Stück den Hügel hinunter, um nach ihr zu suchen. Als auch Sonje laut trötete, hatte Lima Lima sie schnell wieder gefunden, und die beiden kehrten zu den anderen zurück.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.02.2020
Sonntag, 16. Februar 2020
Beim Grasen hatte Murera ein herrliches schattiges Plätzchen gefunden; sie kollerte zufrieden Mwashoti zu, der ihr Gesellschaft leistete, und die beiden wollten gar nicht so recht zur Mittagsfütterung aufbrechen, so schön fanden sie es dort, wo sie waren. Jasiri kam als erster zur Fütterung und trank eilig seine Flasche leer, bevor er sich gleich wieder zu den Hügeln auf machte, ohne auch nur einen Schluck Wassr zu saufen! Vielleicht hatte er einige seiner wilden Freunde dort oben gewittert. Die anderen wussten nicht so recht, was sie tun sollten, und Mwashoti schaute sich um, wer noch so da war. Schließlich schloss er sich Sonje am Wasserloch an; er ging zu ihr und begann, an ihrem Ohr zu nuckeln. Damit waren sie beide zufrieden, und sie verbrachten den größten Teil des Nachmittags miteinander.

