Donnerstag, 23. Januar 2020
Als die Waisen am Morgen herauskamen, waren Zongoloni, Ziwa, Faraja und Ngasha nicht zu sehen. Sie haben es sich zur Angewohnheit gemacht, sich erst später am Morgen draußen im Wald ihren Freunden anzuschließen. Murera ließ sich beim Luzernenheufrühstück einige Zeit und fraß noch ein wenig Grün. Mwashoti hing wie eine Klette an ihr, und Sonje beschloss, auf die beiden zu warten, damit die Herde zusammenbleiben konnte. Draußen im Wald kamen dann Zongoloni und die anderen Nachteulen dazu. Als Mwashoti Zongoloni sah, befürchtete er wohl, dass sie etwas von dem Grün, auf das er gerade ein Auge geworfen hatte, abhaben wollte, und machte sich bereit, es zu verteidigen! Als sie bei ihm angekommen war, schubste er sie weg. Ngasha hielt inne und schaute den beiden interessiert zu; er schien erstaut zu sein, wie ernst Mwashoti das ganze nahm! Faraja graste unterdessen zufrieden; er hatte ein paar saftige Zweige gefunden, deren Rinde er sich schmecken ließ.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.01.2020
Donnerstag, 16. Januar 2020
Sonje und Alamaya machten sich am Morgen auf den Weg zu den Wasserquellen, wo es viel leckeres Grün gibt. Als sie dort ankamen, trafen sie auf Ngasha, der sich schon an dem üppigen Grün bediente und jeden Bissen ausgiebig genoss.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.01.2020
Sonntag, 12. Januar 2020
Lima Lima konnte am Morgen nicht genug vom Luzernenheu bekommen, was Mwashoti offenbar ärgerte; er versuchte, sie weg zu drängeln. Sie wehrte sich aber und schubste zurück, und bald waren die beiden in einen verbissenen Kampf um das Plätzchen mit Pellets verwickelt! Sonje bekam die Rangelei mit und wollte ihrem Liebling Mwashoti zu Hilfe eilen, und auch Ziwa wurde aufmerksam und kam dazu, um Sonje davon abzuhalten, allzu ruppig mit Lima Lima umzugehen. Shukuru hatte sich schon zurückgezogen, als Lima Lima und Mwashoti aneinandergeraten waren – sie hat lieber ihre Ruhe und hält sich von Raufereien fern.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.01.2020
Donnerstag, 9. Januar 2020
Die Waisenherde besuchte heute wieder die Umani-Hügel. Ziwa und Faraja waren die Anführer; Murera schien nicht besonders begeistert zu sein, aber Mwashoti folgte den älteren Jungs, und sie wollte nicht, dass er ohne seine Adoptivmama unterwegs war. Also kam sie notgedrungenermaßen hinterher. Die Bullen machen ihr eigenes Ding, und auch Lima Lima konnte sie nicht davon abbringen. Während die anderen auf die Hügel kletterten, blieben Murera mit Mwashoti und Sonje weiter unten und ließen sich dort das Grün schmecken. Ziwa und Faraja waren dagegen kaum zu bremsen – es hielt sie nicht lange am gleichen Ort, und sie führten die Waisenherde heute auf den wildesten Touren durch den Wald!
Die Waisen im März
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2020
Es ist bemerkenswert, das Elefanten doch wie wir so richtige Gewohnheitstiere sind. Diesen Monat haben uns die derzeit 17 Elefantenwaisen in Nairobi oft daran erinnert. Seit Ausbruch der COVID-19 Pandemie mußten wir erstmals (und bis auf Weiteres) in der Geschichte des Sheldrick-Trusts die morgendliche öffentliche Besuchsstunde absagen. „Die Waisen im März“ weiterlesen

