Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.11.2019

Dienstag, 12. November 2019
Die Waisen schienen am Morgen in bester Laune zu sein, als sie ihre Milchflaschen leerten. Noch bevor Ziwa und seine Freunde fertig waren, kam einer ihrer wilden Freunde aus dem Wald. Er schien sich gar nicht vor den Keepern zu fürchten und kam ganz entspannt auf die Waisen zu. Auch Sonje ließ sich nicht stören und futterte ihre Luzernenheupellets neben ihm. Als die Keeper etwas aktiver wurden bei der Erledigung ihrer morgendlichen Aufgaben, schien er allerdings etwas misstrauischer zu werden. Als sie ihm zu nahe kamen, machte er kehrt und ging wieder in den Wald zurück. Auf dem Weg zu den Umani-Hügeln trafen die Waisen ihn dann wieder. Er ruhte sich unter einem Baum aus, und Lima Lima ging zu ihm und schien sich vergewissern zu wollen, dass es ihm gut ging. Danach kam sie zu den Keepern zurück, um sie vor ihm zu warnen. Sie schauten kurz nach ihm und gingen dann mit ihren Schützlingen weiter.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.11.2019

Montag, 11. November 2019
Ziwa und Ngasha, die am Abend zuvor wieder draußen im Wald geblieben waren, kamen auch am Mittag nicht zur Fütterung. Murera war wie immer die letzte, die bei der Fütterung ankam, und von den Jungs war keine Spur. Die Keeper sind das schon gewohnt; jetzt, wo sie langsam älter werden, verbringen sie auch mehr Zeit bei ihren wilden Freunden. Sonje und Shukuru schienen sich allerdings Sorgen zu machen, denn sie schauten sich die ganze Zeit um und schnüffelten in der Gegend herum. Als die Waisen am Abend nach Hause gingen, tauchten Ziwa und Ngasha plötzlich aus dem Gebüsch auf und schlossen sich der Herde an. Ziwa sah gut gesättigt aus – offenbar hatte er sich den ganzen Tag mit viel leckerem Grün den Bauch vollgestopft!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.11.2019

Dienstag, 5. November 2019
Am Nachmittag brachte Sonje die Waisen zurück zu den Hügeln; sie schien genau zu wissen, wo sie hin wollte. Als sie oben angekommen waren, hob sie den Rüssel und schnupperte, und die Keeper hatten sich noch nicht einmal auf die Felsen gesetzt, da kam ein großer wilder Bulle aus dem Wald und ging geradewegs auf Sonje und Shukuru zu. Shukuru beeilte sich, zu den Keepern zurückzukommen und dem wilden Elefanten aus dem Weg zu gehen. Er schloss sich Sonje an, und die Keeper sahen noch einen zweiten und fragen sich, ob wohl Sonjes Verehrer Osama dabei war. Es waren aber Bullen, die sie zuvor noch nicht gesehen hatten. Sie sahen sehr stattlich aus, aber Sonje ließ sie bald stehen und kam zu den Keepern zurück, als es Zeit für den Heimweg wurde.

Die Waisen im Januar

Kiasa (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2020

Am 2. Januar retteten wir ein Elefantenkälbchen in der Masai Mara. Die kleine Kuh war ca. ein halbes Jahr alt und kam spät Abends in der Nursery an. In der ersten Nacht war sie sehr unruhig und lief in ihrem Stall auf und ab. Wir nannten sie Naleku und nach einer weiteren unruhigen Nacht dachten wir, es sei das Beste, sie zu den anderen Waisen zu lassen, die ähnliche Traumata hinter sich haben und sie wahrscheinlich besser beruhigen können. Ihre neue Familie wusste auch sofort genau, wie sie mit viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung auf sie eingehen mussten. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.10.2019

Dienstag, 29. Oktober 2019
Der Anführer der Bullen-Bande Ziwa nahm seine Jungs heute mit und ging mit ihnen tief in den Wald hinein. Nur Jasiri, Alamaya und Mwashoti blieben bei Murera, Sonje und Shukuru. Sie kamen weder zur Milchfütterung zurück, noch tauchten sie abends wieder auf, sondern wollten die Nacht offenbar lieber bei ihren wilden Freunden draußen verbringen.