Samstag, 23. Februar 2019
Als es am Morgen in den Wald ging, waren Murera und Sonje bester Laune. Sie einigten sich sogar mit den größeren Jungs wie Ziwa und Ngasha, die manchmal ihren eigenen Kopf haben und nicht mit den Leitkühen mit gehen wollen. Heute hatten sie nichts dagegen, den jungen Bullen zu den Umani-Hügeln zu folgen, und die Stimmung war prächtig. Sie kamen an einer großen Gruppe Paviane vorbei, die plötzlich begannen herumzulärmen. Sie vertrieben einen Leoparden, der ihnen aufzulauern drohte! Die Waisen fühlten sich etwas unwohl in dieser Gesellschaft, und nachdem Lima Lima alle informiert hatte, suchten sie sich ein anderen Plätzchen zum Grasen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.02.2019
Donnerstag, 21. Februar 2019
Nach dem gestrigen Regen kamen in der Nacht die Heeresameisen in Massen heraus. Man konnte kaum irgendwo gehen, ohne von Ameisen gebissen zu werden. Einige verirrten sich in Mureras und Sonjes Gehege, und bald wurden alle Elefanten von ihnen heimgesucht. Sogar die Keeper in ihrem Zelt blieben nicht verschont! Nachdem die Waisen am Morgen ihre Milch getrunken hatten, kamen sie kaum aus der Auswilderungsstation heraus, weil es rund um das Eingangstor von Ameisen nur so wimmelte. Mwashoti und Alamaya trauten sich nicht hindurch, und die Keeper mussten die Ameisen mit Insektenspray vertreiben, damit die Waisen in den Wald aufbrechen konnten. Jasiri schnüffelte etwas zu nah an den Ameisen und einige von ihnen krabbelten ihm anschließend im Rüssel herum und fingen an, ihn zu beißen. Als er in den Wald ging, schnaubte er unaufhörlich und versuchte, laut trompetend die Ameisen wieder loszuwerden!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.02.2019
Mittwoch, 20. Februar 2019
Es war ein bewölkter Tag und recht frisch – es sieht so aus als würde die Regenzeit bald anfangen. In den Umani-Hügeln war es kühl und nebelig. Ein paar der Jungs gingen ein Stück bergauf, aber Murera und Sonje blieben mit Mwashoti unten. Auch Shukuru machte ihr eigenes Ding; Sonje versuchte, in ihrer Nähe zu bleiben, aber Shukuru graste sich zielstrebig zum Wasserloch voran. Alamaya und Ziwa schlossen sich ihr bald an, und sie wälzten sich im Schlamm. Als es am Abend bald Zeit war, nach Hause zurückzukehren, fing es an, ein wenig zu nieseln. Lima Lima und Zongoloni sammelten die Waisen zusammen, damit sie rechtzeitig zu Hause sein konnten, bevor der Regen stärker werden würde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 15.02.2019
Freitag, 15. Februar 2019
Mwashoti und Alamaya waren am Morgen verspielter als sonst; sie rangelten miteinander, tummelten sich auf dem Boden und kletterten aufeinander herum. Nach der Mittagsfütterung ging Shukuru zum Schlammloch, um sich abzukühlen. Die Albinos Jasiri und Faraja folgten ihr, und wie üblich hielt sich Shukuru nicht lange beim Baden auf, damit die Jungs nicht zu ruppig wurden. Murera und Sonje, zu denen sie mehr Vertrauen hat und die sie vor den frechen Bullen beschützen, begleiteten sie. Shukuru geht es schon deutlich besser, seit sie in Umani Springs ist.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.02.2019
Donnerstag, 14. Februar 2019
Ein großer wilder Elefantenbulle versteckte sich am Morgen im Gebüsch nahe des Geheges von Ngasha und Faraja. Als die Waisen herauskamen, zeigte er sich, und Lima Lima und Zongoloni gingen zu ihm, um ihm Hallo zu sagen. Sonje und Murera waren allerdings nicht besonders begeistert und kollerten laut, um ihre Schützlinge von ihm fernzuhalten. Der Bulle war aber schüchtern, denn kaum hatte er die Keeper gewittert und gesehen, hob er den Kopf und machte sich in die Büsche davon. Die älteren Jungs folgten ihm ein Stück, kamen aber bald wieder zurück zu den anderen Waisen. Alamaya und Mwashoti ließen sich aufgeregt erzählen, was die anderen im Wald mit dem Bullen erlebt hatten.

