Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.12.2018

Mittwoch, 5. Dezember 2018
In der Nacht regnete es nicht, und so konnten Murera, Sonje und Mwashoti am Morgen wieder viel besser laufen als am Tag zuvor. Die Wasserlöcher im Wald sind nun gut gefüllt, und Shukuru und Lima Lima erfrischten und wälzten sich darin herum. Einige wilde Elefanten hatten sie in der Nacht zum Baden benutzt, und ihren Geruch konnten die Waisen noch wahrnehmen. Ngahsa wollte auch mitmachen, aber Shukuru traute ihm nicht über den Weg und verließ das Wasserloch. Sie erinnert sich noch gut daran, wie die Jungs beim Baden auf sie geklettert waren! Nach der Milchfütterung wollte sie frisches Wasser trinken, aber als sie sah, dass die Bullen ihr folgten, schlug sie einen Haken, um sie abzuschütteln. Sie versucht, jeglicher Konfrontation aus dem Weg zu gehen – sie ist wahrscheinlich der sanftmütigste Waisenelefant, den die Keeper bis jetzt gesehen haben!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.12.2018

Dienstag, 4. Dezember 2018
Murera und Sonje hatten am Morgen ganz schön zu kämpfen, denn durch den kühlen Regen in der Nacht waren ihre Beine steif und der Boden war überall sehr rutschig. Sie und Mwashoti konnten den anderen folgen, wenn es Anstiege im Wald hinauf ging, und manchmal gingen sie ein paar Schritte zurück, wenn sie an eine Stelle kamen, an der der Matsch zu dick war, als dass sie hätten hindurch laufen können. Einmal halfen Jasiri und Ngasha ihrer Leitkuh Murera, indem sie von hinten schoben, als sie Schwierigkeiten in einer besonders matschigen Stelle hatte. Sie schafften es, sie auf trockeneren Grund zu schieben, wo sie sich wieder den anderen anschließen konnte. Die jungen Bullen sind zwar manchmal frech und nerven die anderen, aber sie sind trotzdem zur Stelle, wenn ihre Leitkühe Hilfe benötigen!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.12.2018

Samstag, 1. Dezember 2018
Nach den reichlichen Regenfällen im November ist es jetzt rundherum grün; Murera, Mwashoti und Sonje verschwanden im Wald, und die Keeper bekamen sie erst wieder zur Fütterungszeit um 11 Uhr zu Gesicht, als sie über die Lichtung zu ihren Flaschen gerannt kamen. Lima Lima und Ziwa brachten sie danach zurück zum Grasen. Als sie am Nachmittag in der Nähe der Chyulu-Berge grasten, begann es zu regnen, und es wehte ein starker Wind. Mwashoti war nicht aufzufinden, aber Alamaya und Lima Lima schafften es, seinem Geruch nachzugehen, und hatten ihn und die anderen bald gefunden.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.11.2018

Freitag, 30. November 2018
Am Morgen hielt der starke Regen, der mitten in der Nacht begonnen hatte an, und die Waisen wollten nicht so recht herauskommen. Lima Lima und Zongoloni hatten in der Nacht schon heftig protestiert, indem sie an die Gehegewände gestoßen hatten, aber schließlich hatten sie sich doch wieder unter ihre Dächer verkrochen. Nachdem am Morgen alle ihre Milchflaschen geleert hatten, kamen Murera und Sonje sehr vorsichtig aus dem Gehege, da der Boden sehr rutschig war. So kam es, dass die Jungs das Kommando übernahmen, denn die Leitkühe waren ihnen zu langsam auf dem Weg hinaus in den Wald.