Waisenblogs-Beitrag Nursery, 30.10.2017

Montag, 30. Oktober 2017
Die Waisen waren am Morgen offenbar besonders gut gelaunt und rannten durchs Gebüsch, trompeteten und begrüßten den neuen Tag und all das leckere Grün, das sie fressen konnten. Vor allem die Kleinen wie Sattao, Musiara, Tamiyoi, Malima, Jotto, Ambo, Malkia, Tagwa, Godoma, Kuishi, Maisha und Emoli, sowie ein paar der Älteren, wie der verspielte Ngilai, Pare, Ndotto, Lasayen und Murit. Auch der arme Luggard mit seinem kaputten Bein war zum Herumtoben aufgelegt, und dann kann ihn nichts zurückhalten! Mini-Leitkuh Mbegu hatte alle Hände voll zu tun und rannte zwischen den aufgekratzten Babys hin und her, um sicherzugehen, dass es allen gut ging. Irgendwann wurde es ihr zuviel, und sie trompetete laut, sodass alle wie angewurzelt stehen blieben. Die Ruhe währte aber nur kurz, und zu Mbegus Leidwesen ging bald alles wieder von vorne los! Häufig sind die Waisen so aufgedreht, kurz bevor ein neuer Elefant gerettet wurde, und tatsächlich kam kurz nach 13 Uhr der Helikopter des DSWT aus Tsavo mit einem neuen Waisenkalb. Es war ohne seine Mutter oder andere Familienmitglieder gesichtet worden und nur in Gesellschaft zweier großer Bullen gewesen. Es ist ein kleines Mädchen, etwa acht Monate alt, und ihr Zustand ist einigermaßen stabil. Sie nahm gleich etwas Milch an und wurde Kiasa genannt, nach der Gegend, in der sie gefunden wurde.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 23.10.2017

Montag, 23. Oktober 2017
Bei der 9-Uhr-Fütterung war die Aufregung groß, denn der kleine Pili war mit draußen im Busch. Gestern hatte ihn niemand gesehen, weil das Wetter zu schlecht gewesen war. Mbegu beeilte sich mit ihrer Milch, damit sie gleich zu dem kleinen Baby hinüber konnte, und sie tätschlte ihn ausführlich, während Pili ihr seinen kleinen Rüssel entgegen streckte. Tagwa, Malkia, Esampu und Tamiyoi kamen auch dazu, und jede von ihnen wollte so nahe wie möglich an ihn heran. Esampu schubste die arme Malkia, sodass diese in Tamiyoi hinein rutschte, die daraufhin hinfiel. Tamiyois Aufschrei erregte Pares und Lasayens Aufmerksamkeit, die mit aufgestellten Ohren und erhobenen Rüsseln herbei kamen, um nach dem Rechten zu sehen. Sie standen um Tamiyoi herum, während sie sich wieder aufrappelte, und sorgten dafür, dass sie nicht noch einmal geschubst wurde.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 21.10.2017

Samstag, 21. Oktober 2017
Es war ein kühler und verregneter Morgen, aber die Waisen waren sehr verspielt: die meisten von ihnen tobten in den kleinen Wasserläufen und Pfützen herum, die der Regen am Morgen hinterlassen hatte. Die Kleinen wie Tamiyoi, Malima, Esampu, Jotto, Ambo, Kuishi und Malkia planschten mit ihren Vorderfüßen im Wasser und rannten aufgeregt trompetend herum, um den Beginn der Regenzeit zu feiern. Nachdem sie den ganzen Vormittag überall im Wasser gespielt hatten, waren sie dann bei der öffentlichen Besuchsstunde nicht mehr am Schlammbad interessiert und fraßen stattdessen von dem bereitliegenden Grün.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 20.10.2017

Freitag, 20. Oktober 2017
Es ist rührend zu sehen, wie Luggard und Musiara enge Freunde werden. Musiara hängt an Luggard sogar noch mehr als an seinem Altersgenossen Sattao. Wenn es Zeit für die Milchfütterung wird und Luggard nicht in der Nähe ist, bleibt Musiara stehen und wartet auf ihn, sodass sie zusammen zur Fütterung gehen können. Als die erste Gruppe heute zu ihren Flaschen hinunter rannte, war Musiara gerade bei Sattao, Maktao, Emoli und Maisha; nach ein paar Metern drehte er aber um, weil er merkte, dass Luggard nicht dabei war! Er rannte dorthin zurück, wo Luggard bei Malima, Tamiyoi, Esampu und Kuishi wartete, und er ließ sich auch von den Keepern nicht überzeugen zu gehen, bis Luggard mitkam. Die beiden gingen dann glücklich zusammen hinunter zu ihren Milchflaschen.