Die Waisen im Februar

Roho und Maisha (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Februar 2020

In ganz Kenia hält die Regenzeit an und der Nairobi-Nationalpark grünt und blüht und ist voller Leben. Das Gebüsch ist sehr dicht und das Gras sehr hoch, was die Arbeit für die Keeper nicht immer einfach macht, wenn sie versuchen, Babys wie Ziwadi oder Enkesha im Auge zu behalten, die gerne einmal auf eigene Faust Streifzüge unternehmen. Kiasa lockt auch gerne mal ihre kleine Gruppe weg, zu der momentan Tagwa, Tamiyoi, Nabulu, Enkesha, Sattao, Dololo, Mukkoka und Naleku gehören. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 26.11.2019

Dienstag, 26. November 2019
Am Morgen regnete es wieder, und Roho und Ziwadi mussten noch einmal länger im Stall bleiben. Luggard mag es nicht mehr, wenn er allein zurückbleibt, und ging mit den anderen hinaus. Roho gefällt es auch nicht, da er sich noch nicht so ganz an die Keeper gewöhnt hat und er sich ohne Tagwa nicht so recht wohl fühlt. Auch Tagwa machte sich wohl Sorgen und hielt nach Roho Ausschau. Enkesha und Tamiyoi kümmerten sich inzwischen um Larro. Sie freute sich sehr, als am späten Vormittag Roho zusammen mit Ziwadi herauskam, nachdem der Regen vorbei war.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 18.11.2019

Montag, 18. November 2019
Roho gewöhnt sich gut in die Waisenherde ein und kommt immer besser zurecht. Heute war er zusammen mit Ziwadi, Dololo, Maktao und Luggard unterwegs. Die kleine Gruppe ging ein Stück vor den anderen, und plötzlich bellte Roho auf. Vermutlich hatte Dololo oder Luggard ihn geschubst. Maisha, Tagwa und Tamiyoi, die am Ende der Herde gingen, eilten gleich nach vorne, um ihm zu helfen. Als ihm die drei zur Seite sprangen, war er sehr erleichtert und fühlte sich wieder gut aufgehoben bei ihnen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 12.11.2019

Dienstag, 12. November 2019
Tamiyoi und Tagwa sind im Moment die ältesten Mädchen im Waisenhaus. Tagwa war die Mini-Leitkuh der Waisenherde, bevor sie nach Tsavo umzog, und während der drei Monate, die sie dort verbrachte, übernahm Tamiyoi diese Rolle. Seit Tagwa wegen ihrer Probleme mit dem Stoßzahn, der an der falschen Stelle herauskommt, wieder in Nairobi ist, ist sie wieder die Chefin, und Tamiyoi stellte das auch nicht infrage. Trotzdem kümmert sich Tamiyoi weiter wie eine gute Leitkuh liebevoll um die kleineren Babys. Sie weiß, dass sie alle Schutz benötigen und hat alle von ihnen gleich lieb! Heute schimpfte sie draußen im Wald mit Dololo und Mukkoka, die frech zu den kleinen waren. Sie überlegte kurz, was zu tun sei, und nahm dann den kleinen Roho mit, um mit ihm zu Ziwadi und Luggard zu gehen, wo es ruhiger zugeht. Dort würde er nicht von den Rowdys herumgeschubst werden.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.11.2019

Samstag, 9. November 2019
Früh am Morgen gingen die Waisen mit ihren Keepern hinaus in den Wald, als ihnen ein einzelner männlicher Büffel den Weg versperrte. Er wollte nicht Platz machen, obwohl die Keeper versuchten, ihn durch Rufe zu verscheuchen. Sie überlegten schon, was sie tun sollten, denn einzelgängerische männiche Büffel können gefährlich sein! Da liefen Tagwa, Tamiyoi und Maisha nach vorne, stellten die Ohren auf und stampften und trompeteten herum. Sie gingen alle zusammen auf den Büffel zu, der sich schließlich in die Büsche davon machte. Die drei Mädchen rannten ihm noch ein Stück hinterher, um sicherzugehen, dass er wirklich weg war. Die Mini-Leitkühe kümmern sich wirklich gut um ihre menschlichen Begleiter, die wie selbstverständlich zur Familie dazu gehören.