Waisenblogs-Beitrag Nursery, 24.08.2019

Samstag, 24. August 2019
Heute waren die Waisen in großer Aufregung, denn heute würde Tagwa zurück ins Waisenhaus kommen! Tagwa, die damals die Mini-Leitkuh der Herde in Nairobi war, zog im Juni in die Auswilderungsstation in Voi um. Inzwischen kündigt sich bei ihr einer ihrer Stoßzähne an, der durch das Zahnfleisch bricht; normalerweise gibt es eine Spalte, durch die Stoßzähne kommen, aber bei ihr hat er wohl die falsche Stelle erwischt, und das kann sehr schmerzhaft werden! Damit sie dies nicht während der schlimmsten Trockenzeit in Voi erleiden muss und die bestmögliche medizinische Versorgung hat, sollte sich etwas entzünden, soll sie vorübergehend wieder in Nairobi leben. Am Morgen trompeteten die anderen Kleinen aufgeregt und rannten wild herum, und als Tagwa dann aus dem Umzugs-LKW ausstieg, wurde sie überschwenglich von ihnen begrüßt. Besonders Tamiyoi, die sich natürlich noch sehr gut an sie erinnern kann, freute sich sehr.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 18.08.2019

Sonntag, 18. August 2019
Luggard schien am Morgen Lust zu haben, mit seinem besten Freund Musiara zu spielen. Sie rangelten fröhlich miteinander, während sie in den Wald hinaus gingen – dabei waren sie allerdings deutlich langsamer als die anderen. Und so blieben sie bald allein zurück, und als sie sich umschauten und das merkten, begannen sie, den anderen hinterher zu rennen – in Luggards Fall mit kleinen Pausen, um sich zwischendurch ein wenig auszuruhen. Schließlich hatten sie Sattao eingeholt, der friedlich von einem Busch fraß, und an dieser Stelle spielten sie einfach weiter. Das erregte natürlich Sattaos Aufmerksamkeit, und er wollte auch mitmachen. Sie rangelten eine Weile zu dritt miteinander, bis schließlich Luggard sich zurückzog; er hat nicht ganz so viel Kondition und weiß, dass Sattao manchmal ganz schön ruppig werden kann. So ließ er Musiara und Sattao weiterspielen. Wenig später schienen die beiden aber auch geschafft von der Anstrengung und hatten wohl Hunger bekommen, sodass sie auseinander gingen und sich ans Grasen machten, bis Mini-Leitkuh Tamiyoi mit Assistentin Kiasa kam und sie mitnahmen, dorthin, wo alle auf die 9-Uhr-Fütterung warteten.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 16.08.2019

Freitag, 16. August 2019
Tamiyoi war am Morgen bereit, hinaus zum Grasen zu gehen, als sie aus ihrem Gehege kam. Ziwadi dagegen, die gern alles anders macht als die anderen, wollte noch nicht aufbrechen, sondern lieber noch etwas Wasser aus Tamiyois Tränke saufen. Als die Keeper mit ihren Schützlingen in den Wald gingen, merkten sie, dass Ziwadi fehlte, und mussten noch einmal umkehren, um sie auch einzusammeln. Bei der 9-Uhr-Fütterung passte es dann Ziwadi wohl nicht, dass sie nicht in der ersten Gruppe war, und sie bellte protestieren, als sie zu ihrer Flasche gerannt kam. Tamiyois ging zu ihr, nachdem sie ihre eigene Milch getrunken hatte, beruhigte sie und nahm sie mit zu den Büschen, um dort zu grasen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 10.08.2019

Samstag, 10. August 2019
Larro wird schon langsam eine kleine verzogene Göre, so sehr wird sie von Kiasa umsorgt! Kiasa passt immer auf, dass sie bei der Milchfütterung in Ruhe trinken kann und nicht von den anderen gestört wird, und inzwischen nutzt sie das auch weidlich aus. Zur morgendlichen Milch kam sie heute vor allen anderen und hatte schnell ausgetrunken, sodass sie danach anfing, die anderen, die ankamen, herumzuschubsen. Ziwadi, Maktao und Mukkoka waren die ersten Opfer, und sogar die Keeper ließ sie nicht in Ruhe! Als sie versuchten, den kleinen Unruhestifter von den anderen weg zu manövrieren, trompetete sie laut, was gleich die älteren Mädchen wie Kiasa, Tamiyoi und Maisha auf den Plan rief. die drei kamen herbei, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war. Die Keeper werden in Zukunft aufpassen müssen, dass Kiasa und Larro ihre Milch erst nach den anderen bekommen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 09.08.2019

Freitag, 9. August 2019
Heute war zunächst alles ruhig, als die Waisen hinaus in den Busch gingen, und als sie draußen waren, grasten sie alle friedlich zusammen. Sogar die Raufbolde wie Sattao, Maktao, Dololo, Musiara und Mukkoka waren ganz brav, und andere wie Tamiyoi, Kiasa, Kiombo, Larro, Nabulu und Maisha, die gerne weiter hinaus in den Wald gehen wollen, ließen sich jede Menge Zeit und grasten in aller Ruhe. Plötzlich kam allerdings Unruhe auf, als zwei kämpfende Warzenschweine aus den Büschen gepoltert kamen. Damit hatten die Elefanten gar nicht gerechnet, und sie trompeteten und rannten in alle Richtungen auseinander! Die arme Ziwadi war so verwirrt, dass sie in die entgegengesetzte Richtung lief wie die Keeper, sodass diese hinter ihr her rannten und sie riefen. Schließlich hatten sie sie eingeholt und nach ein paar Minuten hatte sie sich wieder beruhigt, sodass sie wieder zur Herde zurückgebracht werden konnte. Ziwadi ist ein friedliebendes Mädchen, das nicht gerne herumgeschubst wird; daher ist sie häufig auf eigene Faust unterwegs und bleibt am liebsten in der Nähe der Keeper.