Am 18. März 2017 erreichten den Kenya Wildlife Service (KWS) einige Berichte von Touristen über ein kleines verwaistes Elefantenbaby, das allein und verlassen umherirrte. Es war sehr dünn und hatte schon Bisse von Raubtieren an den Hinterbeinen. Die Keeper des DSWT in der Auswilderungsstation in Voi wurden informiert, genau wie das mobile Tierarztteam von DSWT und KWS und das Anti-Wilderei-Team der Gegend. Das Rettungsteam hatte das Kalb nach kurzer Suche gefunden, und es wurde bald klar, dass es dringend gerettet werden musste. Es war schon ein kleines Wunder, dass es überhaupt noch am Leben war, denn die berüchtigten Löwen von Tsavo waren zahlreich in der Nähe. Kleine Raubtiere, vermutlich Schakale, hatten den kleinen Bullen schon von hinten angefallen und ihm einige Wunden zugefügt. Warum er verwaiste, ist nicht vollständig geklärt, doch zu dieser Zeit gab es ein paar Vorfälle von Wilderei, und eines der Opfer könnte seine Mutter gewesen sein. In solchen Fällen bleibt das Kalb häufig erst einmal bei seiner Herde, doch nach einer Weile wird es schwächer, weil ihm die Milch der Mutter fehlt, und der Herde bleibt nichts anderes übrig, als es zurückzulassen, wenn es nicht mehr mithalten kann. Das ist aller Wahrscheinlichkeit nach in diesem Fall geschehen, denn das Elefantenbaby war extrem ausgehungert und ausgetrocknet, als es schließlich gefunden wurde. Man mag sich kaum vorstellen, wie verängstigt und gestresst er in dieser für ihn so schrecklichen Situation gewesen sein muss!

