Sonntag, 13. Juni 2021
Am Nachmittag im Wald merkten die Keeper, dass Murera verschwunden war. Einer der Keeper ging zurück zu der Stelle, an der sie sie zuletzt gesehen hatten, und dort war sie tatsächlich und graste fleißig. Allerdings hatte sich inzwischen eine große Büffelherde um sie herum versammelt, die erst einmal verscheucht werden musste, sodass Murera mit zu den anderen kommen konnte. Nach der Mittagsfütterung ging sie dann wieder ihrer eigenen Wege und machte sich in Richtung der Chyulu-Berge auf. Als es am Abend Zeit wurde, zu den Stallungen zurückzukehren, wussten aber Zongoloni und Jasiri genau, wo sie suchen mussten; sie holten sie ab und brachten sie dorthin, wo die Keeper und die anderen Waisen warteten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.06.2021
Freitag, 11. Juni 2021
Alle staunten heute über Murera. Am Morgen kamen die Nachteulen Zongoloni, Faraja und Jasiri mit einem großen wilden Bullen an. Murera ging zum Eingangstor der Auswilderungsstation, um Zongoloni Hallo zu sagen, als sie den wilden Bullen sah. Es hatte fast den Anschein, als würde sie ihn erkennen, und er kam auf Murera zu und umrüsselte sie, was sie gar nicht zu stören schien! Dass Murera einen wilden Bullen einfach so an sich heran lässt, hatten die Keeper zuvor noch nie gesehen! Die beiden standen mit gesenkten Köpfen da, als ob sie sich beraten würden, bevor sie zusammen umdrehten und gemeinsam in den Wald gingen. Zongoloni und Lima Lima waren neugierig und folgten ihnen, aber der Bulle schien etwas gegen ihre Anwesenheit zu haben und scheuchte sie weg. Murera blieb den ganzen Tag verschwunden und kam erst am Abend ohne ihren Freund wieder zu den Stallungen zurück!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.06.2021
Mittwoch, 9. Juni 2021
Heute tauchte ein neuer Besucher bei der Waisenherde auf, ein junger Bulle. Kiombo und Maktao fanden das sehr interessant und dachten offenbar, dass er zu den Auswilderern gehörte. Kiombo rannte ihm entgegen, denn auch Murera ging auf ihn zu. Die Keeper riefen sie aber zurück, da sie den Bullen noch nicht kannten und nicht wussten, wie er sich verhalten würde. Kiombo kam brav zurück, aber Murera ließ sich nicht beirren: sie ging entschlossen auf ihn zu und verschwand nach einer Weile mit ihm im Wald. Auch Zongoloni versuchte offenbar, Murera zurück zu holen, aber diese war offenbar sehr zufrieden mit ihrem Begleiter. Erst als es am Abend zurück zu den Stallungen ging, tauchte sie wieder auf! Die anderen waren schon in ihren Gehegen, als sie sich mit ihrem neuen Freund der Auswilderungsstation näherte. Er wollte sie offenbar überreden, mit in den Wald zu kommen, und ein paar Minuten lang schien Murera unentschlossen, was sie tun sollte. Dann sah sie aber Kiasa und ließ den Bullen stehen, um ins Gehege zu eilen und ihre kleine Freundin zu umrüsseln. Ein paar Minuten später tauchten Faraja und Ziwa auf und scheuchten den wilden Bullen, der immer noch außerhalb des Zauns wartete, erst einmal davon.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.06.2021
Dienstag, 8. Juni 2021
In Umani Springs gibt es jetzt einen neuen kleinen Nimmersatt wie Lima Lima: Kiasa ist eine ebenso große Liebhaberin der Milch! Nachdem sie heute Mittag ihre eigene Flasche geleert hatte, sah sie eine weitere volle Flasche auf dem Boden stehen, die für jemand anderes bestimmt war. Enkesha sah sie zur gleichen Zeit, und die beiden Mädchen stürzten sich darauf und fingen an, sich um die Flasche zu streiten! Kiasa musste schließlich aufgeben und verschwand beleidigt im Wald. Zongoloni und Alamaya schienen besorgt und gingen ihr hinterher. Kiasa ist aber ein schlaues kleines Mädchen; sie schlich sich zu der Stelle, an der die Waisen am Vortag viele Akazienschoten gefunden hatten. Als die Keeper sie schließlich fanden, futterte sie zufrieden die Leckerbissen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.06.2021
Donnerstag, 3. Juni 2021
Lima Lima scheint Gefallen an ihrer neuen Unabhängigkeit gefunden zu haben, und die wilden Bullen im Kibwezi-Wald interessieren sich offenbar sehr für sie. Heute ließ sie sich von ein paar sehr großen Bullen begleiten. Als diese allerdings anfingen, untereinander wegen ihr zu streiten, wurde es ihr ein wenig unheimlich; sie hätte sich am liebsten zu den Keepern zurückgezogen, aber sie kam nicht an den Bullen vorbei, sodass sie sich einfach eine Weile im Wald versteckte, bis die Herren sich wieder beruhigt hatten. Später suchten die Keeper nach ihr, konnten sie aber nicht mehr finden, und so blieb sie wieder bis zum nächsten Morgen draußen im Wald. Zusammen mit Zongoloni und ihren Jungs tauchte sie dann wieder auf, und die Keeper schauten sie sich gut an, um sicherzugehen, dass es ihr gutging. Noch scheinen die Bullen sich nicht mit Lima Lima paaren zu wollen, aber ihre Aufmerksamkeit hat sie zumindest schon einmal, und sie scheint die Abenteuer im Wald zu genießen! Die Auswilderer Alamaya, Ngasha, Jasiri, Faraja und Ziwa umringten sie kollernd und schienen neugierig zu sein, was sie so alles in der Wildnis erlebt hatte.

