Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.11.2017

Mittwoch, 1. November 2017
Es regnete in Strömen, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Lima Lima schien etwas die Orientierung verloren haben, was Alamaya beunruhigte – er drehte sich um zu Zongoloni, in der Hoffnung, dass sie weiter wüsste. Murera und Mwashoti hatten einige Schwierigkeiten, im Wald zu laufen, weil es so rutschig war bei der Nässe. Der Regen wusch all den Schlamm von den Waisen ab, sodass sie ganz grau wurden und für die Keeper im Gebüsch schwer zu finden waren. Lima Lima schlich sich im Laufe des Vormittags zurück zu den Stallungen und wollte ein paar Akazienschoten naschen. Die Tore waren aber verschlossen, weil die Keeper die Gehege säuberten; sie dachten auch nicht daran aufzumachen, damit Lima Lima nicht hereinkommen und alles gleich wieder durcheinanderbringen konnte. Als sie sich damit abgefunden hatte, dass ihr keiner aufmachen würde, ging sie zu den anderen Waisen zurück und nahm Faraja und Ziwa mit, die mitgekommen waren, um zu sehen, was sie vorhatte.

Die Waisen im November

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2017

 

Die Regenzeit, die letzten Monat endlich begann, hielt auch in diesem Monat an, durchsetzt mit einigen sehr heißen Tagen, in denen sich das nächste Unwetter aufbaute. Die Waisen hatten eine lange Zeit ohne Schlammbaden hinter sich, und besonders die Wasserratten wie Maktao, Enkesha und Esampu konnten es kaum erwarten, sich wieder im klebrigen Matsch zu wälzen. Esampu verjagte einige Warzenschweine, die auch im Wasserloch Abkühlung suchten, und während die Einen das Wetter noch zu kühl zum Baden befanden, stürzte sich Maktau ins Wasser. „Die Waisen im November“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.10.2017

Samstag, 28. Oktober 2017
Früh am Morgen begann es zu regnen, noch bevor die Waisen herauskamen. Lima Lima machte der Regen nichts aus – sie rannte zum Heulager, schnappte sich zwei Ballen und verteilte das Heu anschließend überall! Murera und Sonje ließen Mwashoti in ihr Gehege, bis der Regen nachgelassen hatte, während Alamaya Zongoloni und Lima Lima folgte, die immer noch Luzernenheu mit sich herumtrug, als sie hinaus ging. Als der Regen vorbei war, kamen auch die Keeper mit Murera hinterher; es gab noch ein paar Pellets, bevor die Waisen zu den Umani-Hügeln aufbrachen. Dort fanden sich noch ein paar ihrer geliebten Akazienschoten und leckere Zweige. Lima Lima und Zongoloni brachten dann die Babys zur Milchfütterung, doch ins Wasser wollte heute niemand gehen, da es nach dem morgendlichen Regen noch recht frisch war.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.10.2017

Donnerstag, 26. Oktober 2017
Mwashoti hatte heute einen schweren Tag. Es begann bei der Luzernenheufütterung, als er aus unerfindlichen Gründen mit Murera aneinandergeriet. Später sahen wir, wir Alamaya Mwashoti zu Boden schubste. Die Keeper schimpften mit Alamaya, und währenddessen kam Zongoloni angerannt und verscheuchte Mwashoti von der Fütterstelle. Den Keepern tat Mwashoti sehr leid, und sie brachten ihn in eine ruhige Ecke, wo er sein eigenes Futter erhielt und ihn niemand ärgern konnte. Mwashoti verbrachte den Tag dicht bei den Keepern und wollte nichts mit den anderen Waisen zu tun haben. Nur Sonje kam zu ihm, hörte ihm zu und überschüttete ihn mit Liebe und Zuneigung.