Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.11.2020

Mittwoch, 4. November 2020
Jasiri hat sich nun seit ein paar Tagen schon nicht mehr mit der Ausreißergruppe blicken lassen. Nach den letzten Regenfällen erkundet er möglicherweise die Chyulu-Berge, begleitet von seinen wilden Freunden. Zongoloni, die Anführerin der Nachteulen kommt mit ihnen auch nicht mehr so häufig zur Auswilderungsstation, und so freute sich Enkesha heute umso mehr, als sie sich wieder einmal den Waisen beim Grasen anschloss. Sie schien sogar kurz zu überlegen, ihr zu folgen, aber traute sich dann doch nicht, sondern kam zurück zur Herde. Nach der Mittagsfütterung wurde Enkesha dann von ihrem neuen Freund Mwashoti zum Wasserloch begleitet. Er hatte heute aber wieder Unsinn im Kopf und fing an, auf ihr herumzuklettern! Als die Keeper sie trompeten hörten, kamen sie schnell herbei und schimpften mit Mwashoti, damit er aufhörte, Enkesha zu ärgern.

Die Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2021

Die Elefantenbabys in unserer Obhut zeigen täglich, wie sehr sie in der Lage sind, Liebe zu empfinden und zurückzugeben – sogar in diesem jungen und prägenden Alter! Obwohl sie aus verschiedenen Gegenden und Elefantenfamilien stammen, bilden sie enge Bindungen zu den anderen Waisen. Elefanten sind sehr gesellige Säugetiere und haben innerhalb ihrer Familien ausgeprägte Sozialstrukturen und Wertevorstellungen. Das scheint genetisch veranlagt, denn schon die Allerkleinsten haben diese Charaktereigenschaften. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.10.2020

Mittwoch, 28. Oktober 2020
Lima Lima kuriert ihr verletztes Bein langsam aus. Am Morgen kam sie mit der Herde mit zum Grasen, aber nach einer Weile schien das Laufen sie ziemlich anzustrengen, und so brachten die Keeper sie wieder zurück in ihr Gehege. Sie zierte sich, ihren Schützling Luggard zu verlassen, aber kam dann doch mit, um ihr Bein noch ein wenig auszuruhen. Murera kümmerte sich den Tag über vorbildlich um Luggard und die ganze Herde, und als sie am Abend wieder nach Hause kamen, konnte man Lima Lima freudig kollern und trompeten hören. Sie begrüßten sich alle wieder und machten sich dann über ihre abendliche Milch her. Nach ein paar Minuten tauchten auch die Nachteulen Alamaya, Zongoloni, Ziwa, Faraja, Jasiri und Ngasha auf. Sie hatten offenbar bemerkt, dass Lima Lima heute nicht dabei war und gingen zu ihr, um sie durch die Holzpfosten des Geheges hindurch zu berüsseln und sich zu erkundigen, wie es ihr ging. Als die Sonne untergegangen war, machten sie sich wieder auf in den Wald.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.10.2020

Samstag, 24. Oktober 2020
Alamaya tauchte am frühen Morgen an der Auswilderungsstation auf, und schien sich alle Mühe zu geben, leise zu sein und so wenig wie möglich Aufsehen zu erregen, um auch genug vom leckeren Luzernenheu abzubekommen. Er verkürzte sich allerdings die Wartezeit mit Kratzen an einem Baum, was die Keeper hörten und ihn daraufhin sahen. Nur wenig später kam auch Zongoloni zum Vorschein, und Enkesha freute sich am meisten, sie wiederzusehen. Sie ging zu ihr, und die beiden begrüßten sich und steckten die Köpfe zusammen. Als die Herde dann zum Grasen aufbrach, kam Zongoloni ein Stück mit, bevor sie sich wieder verabschiedete und ihre Freunde suchen ging.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.10.2020

Dienstag, 13. Oktober 2020
Alamaya schloss sich heute der Waisenherde an und brachte wieder ein paar wilde Freunde mit. Er wollte sie offenbar mit Shukuru bekanntmachen, die aber alles daransetzte, ihnen aus dem Weg zu gehen. Als Sonje sah, dass er nicht locker lassen wollte, ging sie zu ihm hinüber und nahm ihn zum Grasen an ein Plätzchen in genügender Entfernung zu Shukuru mit, damit diese ihre Ruhe hatte. Auch Zongoloni kam aus dem Gebüsch und ging geradewegs zu Enkesha, um sie zu begrüßen. Die beiden freuten sich sehr sich wiederzusehen und gingen gemeinsam grasen.