Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.05.2020

Dienstag, 5. Mai 2020
Jasiri war heute viel mit den vier schon unabhängigeren Waisen Zongoloni, Faraja, Ngasha und Ziwa unterwegs. Es sah fast so aus, als ob sie mit ihm für die Wildnis üben würden! Manchmal ging er voraus und sie folgten ihm, dann wieder lief er ihnen hinterher. Als sich die Waisenherde dann gegen Abend auf den Heimweg machte, kam Murera nur langsam hinterher, weil sie auf Jasiri wartete. Die Keeper warteten auch noch ein wenig auf ihn, aber als er nicht kam, überzeugten sie ihre Schützling schließlich, in ihre Gehege zu gehen. Sonje, die sich das Gehege mit Jasiri teilt, war ein wenig überrascht, dass er nicht da war, aber sie freut sich sicherlich auch für ihn, dass er langsam unabhängig wird. Er bleibt jetzt immer länger draußen bei den anderen, nachdem er lange Zeit gezögert hatte, sich ihnen anzuschließen, und wird selbstsicherer. Wenn er die Nacht draußen im Wald verbracht hat, dann taucht er normalerweise am nächsten Tag mit seinen Freunden auf, denn er weiß, dass die Keeper bei der Mittagsfütterung immer noch eine Flasche für ihn bereithalten!

Die Waisen im Juli

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juli 2020

Es ist jetzt Winter in Nairobi und die Tage sind oft kühl und bewölkt. Die Waisen hatten daher wenig Interesse am Baden und verbrachten die meiste Zeit im Busch beim Fressen und um sich im Dreck zu wälzen. An kalten Tagen gehen die Waisen nur in offenes Gelände wenn es Milch gibt, ansonsten halten sie sich lieber im windgeschützten Dickicht auf. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

Die Waisen im Juni

Maisha und Roho (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juni 2020

Diesen Monat kam die kleine Olorien aus der Masai Mara nach Nairobi in die Nursery. Nach einigen Tagen hatte sie sich an die Keeper, ihre Milchflasche und die neue Umgebung gewöhnt und konnte in den Alltag mit der Herde eingeführt werden. Regelmäßigkeit und Routinen sind sehr wichtig für Elefantenbabys, und besonders natürlich die Gesellschaft von Artgenossen. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.04.2020

Sonntag, 26. April 2020
Die auswildernde Zongoloni hatte sich heute Morgen etwas verspätet, als sie an den Stallungen auftauchte. Alle anderen waren schon aufgebrochen, und Zongoloni zeigte, was sie in der Wildnis gelernt hatte: sie suchte mit dem Rüssel in der Luft und am Boden nach dem Geruch ihrer Freunde und ging bald in die Richtung in den Wald los, in der sie sie vermutete. Und tatsächlich hatte sie sie bald gefunden! Alamaya futterte schon fleißig, und Zongoloni schloss sich ihm und Quanza an. Nach einer Weile machte Quanza sich selbstständig und suchte sich ein Wasserloch, wo sie ihren Durst stillen und das frische kühle Wasser genießen konnte.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.04.2020

Donnerstag, 16. April 2020
Faraja scheint sich langsam so einiges bei seinen wilden Freunden abgeschaut zu haben. Am Morgen besuchte er die Waisenherde und begann, Lima Lima hinterher zu laufen. Als Zongoloni vorbei kam, würdigte er ihr keines Blickes, denn er weiß, dass sie bei solchen Spielchen keinen Spaß versteht. Schließlich hielt er Lima Lima an, legte ihr den Rüssel über die Schultern und versuchte dann, sie zu besteigen. Natürlich ist er noch viel zu jung für einen ernsthaften Paarungsversuch! Sonje gefiel gar nicht, wie er mit Lima Lima herumalberte, und sie trompetete laut, damit er sie in Ruhe ließ.