Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.03.2020

Mittwoch, 18. März 2020
Als die Waisen am Abend auf dem Heimweg waren, schien Jasiri Zongoloni hinaus in den Wald folgen zu wollen. Ziwa hatte aber offenbar etwas dagegen – vielleicht dachte er, Jasiri sei noch nicht bereit, die Nacht draußen in der Wildnis zu verbringen. Er kollerte den beiden zu und überzeugte sie, wieder umzudrehen. Dann drängelte er sich zwischen sie und schickte Jasiri wieder weg. Jasiri kam enttäuscht zurück und folgte der Waisenherde zurück zu den Stallungen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.03.2020

Samstag, 14. März 2020
Als die drei unabhängigen Jungs heute zu Besuch kamen, war Zongoloni nicht dabei. Sie tauchte später auf und sah Sonje, die gerade sehr leckere Blätter von einem Baum fraß. Noch bevor Sonje sie gesehen hatte, war sie schon wieder im Gebüsch verschwunden und suchte nach den anderen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.03.2020

Freitag, 13. März 2020
Lima Lima hat eine ganz neue Angewohnheit entwickelt: wenn es zur Fütterung um 11 Uhr geht, rennt sie vorneweg, hält dann an und wartet auf die anderen. Wenn sie ankommen, begrüßt sie alle einzeln mit erhobenen Rüssel, wie die Gastgeberin der nun folgenden Fütterung! Heute wartete, bis Sonje angekommen war und kümmerte sich dann schnell um ihre eigene Flasche. Murera kam etwas später an und ließ ihre Flasche links liegen. Sie scheint im Wald genug Futter zu finden, um satt zu werden; manchmal kommt sie gar nicht zur Fütterung, dann wieder interessiert sie ihre Flasche gar nicht. Ngasha tauchte zu spät für die Flaschen auf, als schon alle geleert waren. Also ging er zum Wasserloch weiter, wo er sich mit etwas Schlamm bewarf, bevor er sich Ziwa anschloss, der auf Zongoloni wartete.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 06.03.2020

Freitag, 6. März 2020
Am Morgen kamen Faraja und Zongoloni aus dem Gebüsch, nachdem sie die Nacht im Wald verbracht hatten, und schlossen sich den Waisen an. Lima Lima schaute einem Affen mit einem kleinen Baby zu, bevor sie Ngasha folgte. Er brachte die Waisen zu einer Stelle, an der die Wasser-Pipeline beschädigt war und sie von dem frischen Wasser, das heraus lief, saufen konnten. Zongoloni fühlte sich danach wohl frisch gestärkt und machte sich daran, einen Baum in der Nähe umzustoßen. Er war aber eine Nummer zu groß für sie, und schließlich gab sie auf.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.03.2020

Sonntag, 1. März 2020
In den letzten Monaten konnte sich Jasiri nicht so recht entscheiden, ob er sich den Ausreißern anschließen oder lieber bei der Waisenherde bleiben sollte. Inzwischen ist er nun häufiger mit Zongoloni, Faraja, Ziwa und Ngasha unterwegs. Heute zog er mit ihnen los und graste mit ihnen im Wald. Gegen Abend kam er aber doch wieder zurück zur Herde.