Die Rettung von Jotto

Der 21. März war ein äußerst nervenaufreibender Tag für die Mitarbeiter des DSWT. Es fing damit an, dass wir Berichte über zwei verwaiste Elefanten erhielten, die aus entgegengesetzten Ecken des Landes gerettet werden mussten. Der Eine war in einen Brunnen im Namunyak-Schutzgebiet im Norden Kenias gefallen, und der Andere war vermutlich ein Opfer von Wilderei geworden und im Tsavo East Nationalpark, nahe des bekannten Sobo-Plateaus am Ostrand des Parks, gefunden worden. Dann erreichte uns auch noch die traurige Nachricht, dass einer unserer Keeper der Auswilderungsstation in Voi plötzlich und unerwartet zusammengebrochen und gestorben war, als er mit den Waisen draußen im Busch unterwegs war – eine schockierende Nachricht für alle beim DSWT.

 

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Voi Juni 2016

Mittwoch, 1. Juni 2016
Die Waisen kamen gut gelaunt aus ihren Gehegen und leerten ihre Milchflaschen. Als sie zu den Weidegründen aufbrachen, ging die Sonne am Horizont auf. Nach ihrer Ankunft am Fuß des Mazinga-Bergs stellten sie sich zum Kratzen an einem Felsen an. Araba war die erste, gefolgt von Lentili, Ishaq-B und Nelion. In den Weidegründen schlossen sie sich einer wilden Herde mit zwei kleinen Babys an, und Mashariki, Embu und Rorogoi gingen die Kälber begrüßen. Embu spielte danach mit einem der Babys Fangen, und Bada, Mudanda und Rorogoi machten auch mit. Es wurde ein recht wildes Spiel, und die kleinen Kälber mussten sich ausruhen, nachdem ihre Mutter ihnen zuhilfe gekommen war. Suswa graste schön zusammen mit einer jungen Kuh, während Ndii einen der anderen jüngeren Elefanten zu einer Rangelei herausforderte, die sie gewann. Die beiden Gruppen grasten bis 8:30 Uhr zusammen, dann trennten sich ihre Wege wieder. Ndii blieb noch zehn Minuten länger bei der wilden Herde, bevor sie zu ihren Waisenfreunden zurückkam.
Am Abend hatten Nelion und Tundani, die noch ihre Positionen unter den Bullen der Waisengruppe herausfinden müssen, ein Kräftemessen. Danach gingen auch sie mit den anderen Waisen zu den sicheren Stallungen zurück. Um 18:10 Uhr waren die Waisen bereits in ihren Gehegen, als eine kleine Elefantenherde, die aus drei Kühen und ihren beiden Kälbern bestand, zum Saufen zu den Stallungen kam. Diese wilde Gruppe kommt öfter vorbei, und sie brachen nach 20 Minuten wieder auf, nachdem sie ihren Durst gelöscht hatten.

Ishaq-B geht sich kratzen

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Annabelle, eine Elefantenwaise in Simbabwe, braucht Ihre Hilfe!

Annabelle ist eine von fünf Elefantenwaisen, die in der Zimbabwe Elephant Nursery (ZEN) ein neues Zuhause gefunden haben. ZEN ist Teil von Wild Is Life, einer von Roxy Danckwerts gegründeten und bereits seit 18 Jahren etablierten Auffangstation für verwaiste, verlassene und verletzte Wildtiere in Harare. Mit der Rettung des Elefantenbabys Moyo im Februar 2014 wurde ZEN gegründet. Moyo wurde von ihrer Herde verlassen, da sie wahrscheinlich nicht mithalten konnte. Da Moyo bei ihrer Rettung nur 56 kg wog, wird vermutet, dass sie eine Frühgeburt war. Aber sie hat ein Kämpferherz und überlebte und mit ihr wurde die Zimbabwe Elephant Nursery gegründet, die einzige anerkannte und legale Elefantenaufzuchtstation für Elefantenwaisen in Zimbabwe.

 

Annabelle war Teil einer Gruppe von drei Elefanten (Annabelle, Matabele und Kukurukura), die im Juli 2015 von der Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority (ZimParks) zur Rehabilitation und späteren Wiederauswilderung an ZEN übergeben wurde. Diese drei Elefanten hatten sehr traumatische Erfahrungen gemacht, bevor sie in die ZEN kamen. Alle hatten vor ihrer Ankunft im Elefantenwaisenhaus schwere Verletzungen erlitten. Annabelle, die bei ihrer Ankunft ca. 3 Jahre alt war, fehlt ein großer Teil ihres Rüssels, was ihr das Fressen und die Futtersuche erschwert. Außerdem fehlt ihr Schwanz. Man vermutet, dass diese Verletzungen durch einen Löwen verursacht wurden, als sie noch ein Elefantenbaby war. Trotz traumatischer Erfahrungen und posttraumatischer Belastungsstörungen hat sie sich sehr gut erholt und ist ein sehr fröhliches Elefantenmädchen. Sie ist sehr intelligent und neugierig und ihr Spitzname ist „Vermittlerin“, denn als ältestes Mädchen in der Herde hat sie die Rolle der Mini-Matriarchin übernommen. Sie passt auf ihre kleine Herde auf. Und obwohl sie selbst noch ein Kind ist, sorgt sie dafür, dass sich Sizi und Moyo nicht zu weit entfernen, dass Matabele und Kura sich nicht gegenseitig wehtun und dass die Keeper immer in der Nähe sind, um sie alle zu beschützen.

Annabelle
Annabelle

Annabelle’s erste Operation:-  „Annabelle, eine Elefantenwaise in Simbabwe, braucht Ihre Hilfe!“ weiterlesen

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2016

Die Rolle der „schlimmen Jungs“ hatten bis letzten Monat Olsekki und Enkikwe inne. Seit die Beiden aber in unsere Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, haben Sokotei, Boromoko, Tusuja und Sirimon diese „Lücke“ gefüllt, und das mit voller Inbrunst. Den ganzen Monat über haben sie sich um leckere Knollengewächse gerangelt, während Kauro und Dupotto jetzt schon früh morgens mit Scheinangriffen und Büscheklopfen beginnen. Nur die Freundschaft von Boromoko und Kauro scheint langsam zu schwinden, denn Boromoko wird zunehmend dickköpfig.

 

Straußennachwuchs Pea wollte sich den Waisenelefanten beim Grasen und Spielen anschließen, aber wurde von den älteren Kühen davon abgehalten. Besonders am 17. Juni war Leitkuh Oltaiyoni unerbittlich darum bemüht, sie vom Schlammbad fernzuhalten, und selbst ausgefeilte Tricks wie das Vortäuschen von Fressen brachten Pea nicht weiter. Letzten Endes bekam Pea ihren Willen, als die Keeper Oltaiyoni zur Räson riefen. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen