Die Rettung von Godoma

Das Taita-Hills-Schutzgebiet ist ein privates, gut 110 Quadratkilometer großes Schutzgebiet am Fuß der Taita-Hügel und grenzt an den Tsavo-West-Nationalpark. Früh am Morgen des 14. August kamen Aufklärer dieses Schutzgebiets an einem kleinen Elefantenkalb vorbei, das in einem tiefen Wasserloch gefangen war. Das Kalb hatte Schrammen und Beulen, und es war ihm anzusehen, dass es um sein Leben gekämpft hatte. Die Scouts kamen dem kleinen Mädchen sofort zu Hilfe, holten es aus dem Wasser und ließen es frei, in der Hoffnung, dass ihre Mutter und Herde sie wiederfinden würde.

 


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Daphne Sheldrick und ihre Familie besuchen die mobile Veterinäreinheit der Masai Mara während ein junger Elefantenbulle in der Masai Mara behandelt wird

Es gibt keinen vergleichbaren Platz auf der Welt wie die Masai Mara während der Zeit der großen Tierwanderung. Dieses Naturschauspiel vor einer solch wunderschönen Kulisse ist sicherlich unvergleichlich auf der Erde. Dieses Jahr ist die Tierwanderung atemberaubender als je zuvor und ich hatte das Glück, eine unvergessliche Woche lang mit meiner Familie Angela, Robert sowie meinen Enkeln Taru und Roan die Tierwanderung von einem wunderschönen Camp am Sand-Fluss aus zu beobachten. An einem Platz, wo jedes Jahr Hunderttausende Gnus und Zebras den Fluss überqueren.

 

Die Migration
Die Migration
Die Migration
Die Migration

 

Am 5. August konnten wir die, durch die Minara Foundation finanzierte, mobile Veterinäreinheit des DSWT/KWS in der Masai Mara sowie deren verantwortlichen Tierarzt Dr. Limo zu einem Einsatz begleiten, bei dem ein Elefantenbulle mit einer Speerwunde am Vorderbein behandelt wurde. In den safran-farbenen Mara-Ebenen, die durch die Tierwanderung mit Gnus, Zebras und Elenantilopen überschwemmt waren, ging das Team auf die Suche nach dem Elefanten. Es dauerte nicht lange, bis er in einem Euclea Dickicht entdeckt wurde. Mit Hilfe von zwei Fahrzeugen – eins auf jeder Seite des Dickicht – wurde der Elefant überzeugt, seine Deckung zu verlassen und sich in die offenen Ebenen zu bewegen, wo er erfolgreich betäubt wurde. Nach sieben Minuten wirkte die Betäubung, allerdings fiel er so, dass sein verletztes Bein unter ihm lag.

 

Der Tierarzt bereitet alles für die  Betäubung des Elefanten vor
Der Tierarzt bereitet alles für die
Betäubung des Elefanten vor
Das Tierarztteam rückt an, sobald die Betäubung wirkt
Das Tierarztteam rückt an, sobald
die Betäubung wirkt

 

Der Tierarzt deckte sein Auge mit seinem Ohr ab und goss Wasser über sein Ohr und seinen Kopf, um ihn während der Operation zu kühlen. Ein kleiner Stock wurde so platziert, dass sein Rüssel offen gehalten wurde, um sicherzustellen, dass er während der Betäubung atmen konnte. Unter seine Vorder- und Hinterbeine wurden Seile gezogen und das Auto zog ihn, so dass er auf seiner rechten Seite lag und der Tierarzt seine Wunde behandeln konnte.

 

Daphne beobachtet die Behandlung
Daphne beobachtet die Behandlung
Das Team reinig gründlich die Verletzung
Das Team reinig gründlich die Verletzung

 

Die Wunde war eine tiefe, durchdringende Speerwunde, aber Gott sei Dank war der Knochen verfehlt worden. Die Wunde wurde gut gesäubert und es wurden Langzeit-Antibiotika sowie entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Zum Schluss wurde grüner Lehm aufgetragen, bevor das Aufwachmittel in eine Ohr-Vene injiziert wurde. Innerhalb von 3 bis 4 Minuten kam er etwas wacklig auf die Beine, erlangte aber bald die Kontrolle wieder und zog sich langsam aus der Ebene zurück.

 

Die Tierärzte bei der Arbeit
Die Tierärzte bei der Arbeit
Für eine schnelle Heilung wird grüner Lehm angerührt
Für eine schnelle Heilung wird grüner
Lehm angerührt

 

Wir sind voller Hoffnung, dass er sich aufgrund der rechtzeitigen Behandlung vollständig erholen wird. Dieser Elefant ist ein junger Bulle in den Zwanzigern, der noch den größten Teil seines Lebens vor sich hat und wir hoffen, er wird sein Leben in Frieden genießen können. Mit Fällen wie diesem haben die vom DSWT finanzierten vier mobilen Einheiten fast täglich zu tun und nur durch das rechtzeitige Eingreifen gibt es für solche Tiere die Hoffnung, dass sie überleben.

 

Der Tierarzt bereitet das Aufwecken  des Elefanten vor
Der Tierarzt bereitet das Aufwecken
des Elefanten vor
Elefanten überqueren den Fluss
Elefanten überqueren den Fluss

 

Auf den Erfolg des Veterinär-Projektes, bei dem der DSWT mit dem Kenya Wildlife Service zusammenarbeit, bin ich unglaublich stolz. Nichts kann zufriedenstellender sein, als einem Tier, wie dem Elefanten, dessen Lebenserwartung mit unserer vergleichbar ist, eine zweite Chance auf Leben zu schenken.

 

Die Schönheit der Masai Mara
Die Schönheit der Masai Mara
Die Schönheit der Masai Mara
Die Schönheit der Masai Mara

 

Originalartikel erschienen auf der website des David Sheldrick Wildlife Trust, übersetzt aus dem Englischen.

Umani Springs August 2015

Samstag, 1. August 2015
Nach einer langen Nacht kamen die Babys aus ihren Gehegen, um einen neuen Tag zu beginnen. Ngasha fand einen umgestürzten Baum, an dem er seinen juckenden Rüssel kratzen und ein paar Zecken loswerden konnte. Die anderen Waisen gingen weiter zum Wasserloch, wo ihre Milch auf sie wartete. Jasiri ging geradewegs hinüber, um seine Flasche aufzuheben. Er hielt sie fest und leerte die gesamte Milch, ehe er zum Schlammloch ging. Sonje entwickelt sich langsam zum Schwimmstar der Waisen; sie versuchte, den Anderen verschiedene Badetechniken beizubringen. Nach dem Schlammbad brachte Sonje die Babys zum Staubbad. Zongoloni legte sich sofort auf den Bauch, um die warme Erde zu spüren und genoss jede Minute.

Ngasha schuffelt seinen juckenden Rüssel

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Ithumba August 2015

Samstag, 1. August 2015
Die halbunabhängigen Waisen verbrachten die Nacht direkt vor den Gehegen und schlossen sich den Waisen an, nachdem diese sich ans Luzernenheufrühstück gemacht hatten. Orwa misst seine Kräfte mit jedem, der ihm über den Weg läuft, und heute war es Murka. Murka konnte es nicht auf sich sitzen lassen, als großes Mädchen so respektlos von solch einem kleinen Jungen herausgefordert zu werden und schubste ihn aus dem Weg, um weiter zum Luzernenheu zu gehen.
Als die Ex-Waisen ankamen, war die schöne Ruhe dahin, denn sie übernahmen das Kommando und fraßen den Waisen das Luzernenheu weg. Lualeni spielte mit Kenze, und am Ende ließ er sich rittlings von Lualeni herumziehen. Die Waisen hielten sich an das Recht des Stärkeren, um Ärger zu vermeiden und brachen einer nach dem anderen auf, während die Ex-Waisen an den Stallungen blieben.
Gegen 10 Uhr schlossen sich die Ex-Waisen zusammen mit ein paar wilden Elefanten den Waisen wieder an, als die sich gerade langsam auf den Weg zum Schlammbad gemacht hatten. Die Anwesenheit der Ex-Waisen am Wasserloch spornt die Waisen immer an, und als die Großen in den Schlamm gingen, folgten ihnen die Jüngeren und machten nach, was ihre Vorbilder ihnen zeigten. Nach dem Schlammbad brachte Sities ihren Freund Garzi zum Staubbad. Bongo war der letzte, der aus dem Wasser kam, nachdem er ganz schön lange mit den Bullen gebadet hatte.
Am Abend strömten 20 wilde Bullen auf das Gelände der Stallungen, um Wasser zu saufen, das im Moment sehr kostbar ist, Luzernenheureste zu fressen und sich auszuruhen. Kurz darauf kamen auch die Ex-Waisen dazu, und damit waren es insgesamt 60 Elefanten. Kurz bevor es dunkel wurde, machten sie sich alle langsam wieder auf den Weg, nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten.

Orwa spielt mit Murka

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Voi August 2015

Samstag, 1. August 2015
Es war ein schöner kühler Morgen; die Waisen kamen fröhlich aus ihren Gehegen, und die milchabhängigen Kleinen tranken ihre Milch sehr schnell aus. Danach sammelten sie sich, um Kopra zu fressen, bevor sie zu den Weidegründen aufbrachen. Es blieb recht kalt, und so gingen sie nur zum Wasserloch, um Milch zu trinken und Wasser zu saufen, wollten aber nicht baden. Später am Abend schloss sich eine kleine wilde Herde den Waisen beim Grasen an. Lesanju, Sinya und Lempaute gaben sich alle Mühe, ihre Herde von der wilden weg zu manövrieren. Sie profitierten davon, dass es bereits Abend war und sie die Waisen überzeugen konnten, mit ihnen zu den Stallungen zu gehen, sodass ihr Plan schließlich aufging.

Lesanju führt die Waisenherde weg

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