Ein Blick zurück: Lesanju, Lempaute und Sinya

In den letzten Jahres kommt es immer häufiger vor, dass lokale Bewohner große Anstrengungen unternehmen, um bei der Rettung verwaister Elefantenbabys zu helfen. Sie melden das Schicksal der Waisen an den Kenya Wildlife Service oder die Verantwortlichen in ihrer Gegend, die sie dann wiederum an uns melden. Das macht die lebensnotwendigen Rettungen erst möglich. Die milchabhängigen Kälber kommen in unsere Obhut, damit wir sie durch ihre Jahre im Waisenhaus begleiten können und sie später über unsere Auswilderungsstationen im riesigen Tsavo-Nationalpark wieder in die Wildnis entlassen können; so können wir ihnen eine zweite Chance im Leben geben.

Gemeindemitglieder, die bei der Rettung geholfen habenLesanju kommt mit dem Flugzeug an

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Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2015

Doldol, dessen Augenlicht bei seiner Ankunft stark beeinträchtigt war, kann inzwischen dank einer Behandlung wieder sehen – was für eine Freude! Er hat unterdeß auch gezahnt und einiges an Körpergewicht verloren. Aber er bekam auch viel Aufmerksamkeit, besonders von Mwashoti, ein dauernder Begleiter der Babys. Mwashoti selbst kann aufgrund einer alten Verletzung durch eine Drahtschlinge nicht mit den Älteren Schritt hatten und verbringt daher viel Zeit mit den Kleinen, bei denen es ein bißchen ruhiger zugeht. Er ist natürlich der absolute Superheld bei den Jüngsten, besonders bei Ngilai und Lasayen. Kamok paßt immer auf, daß niemand zu kurz kommt und legt manchmal beruhigend ihren Rüssel auf den Rücken eines sich vernachlässigt fühlenden Babys. Lasayen scheint manchmal sehr besorgt über Mwashotis furchtbare Wunde zu sein und streut manchmal mit seinem Rüssel weiche Erde auf die Verletzung. Diese zärtlichen Gesten sind sehr üblich unter Elefanten, und man sieht die besten menschlichen Eigenschaften und nur sehr wenige von den Schlechten.

 

Balguda and Ziwa are taken round to browse (2)

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Voi April 2015

Mittwoch, 1. April 2015
Es war ein wunderschöner Morgen, als die Waisen aus den Gehegen kamen, um den neuen Tag zu begrüßen. Die Kleinen genossen die leckere Milch, bevor sie sich wenige Minuten später ihren älteren Artgenossen bei der Kopra-Fütterung anschlossen. Heute wurde an den Stallungen nur wenig gespielt. Taveta und Tassia hatten ein Kräftemessen, bevor sie dem Rest der Herde hinterhereilten, die bereits in den Park hinaus ging.
Nachdem sie eine Stunde lang schön gegrast hatten, schloss sich eine kleine wilde Elefantenherde den Waisen an. Ndoria hielt sich beim Grasen dicht bei ihnen und folgte ihnen sogar ein Stück, als sie wieder aufbrachen und weiter in den Park hinein gingen. Die Keeper riefen sie schnell zurück und sie kam gleich zu ihrer Waisenherde zurück.
Die Waisen besuchten am Nachmittag das mittlere Wasserloch, badeten aber nicht, da es zu kalt war. Sie tranken nur ihre Milch und grasten dann den Rest des Tages in der Nähe weiter.

Ein kleine Herde bei den Waisen

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Umani Springs April 2015

Mittwoch, 1. April 2015
Murera kam heute Morgen energiegeladen aus ihrem Gehege und griff jeden Baum in der Umgebung an. Dann brach sie ein paar Äste ab und bedeckte ihren Kopf damit. Sonje war entspannter und graste friedlich neben ihr, während sie ein Auge auf Zongoloni hatte. Zongoloni blieb immer in der Nähe von Sonje und machte auch im Busch regelmäßig trompetende Geräusche, um sicherzugehen, dass Sonje sie nicht zurücklässt.
Ngasha hatte sich im Gebüsch verlaufen und die anderen Waisen aus den Augen verloren. Er kam in einem trockenen Gebiet ohne viel leckeres Grün heraus. Die Keeper bemerkten, dass er sich verlaufen hatte und riefen seinen Namen. Als er das hörte, antwortete er sofort und kam geradewegs aus dem Gebüsch zu den Keepern und ihren Flaschen, dicht gefolgt von Zongoloni. Die ging direkt zu ihrer Fütterstelle und hob elegant ihre Flasche auf. Die gierige Lima Lima musste warten, bis ein Keeper frei war, um sie zu füttern.
Nach der Milchfütterung gingen die Waisen wieder ins Gebüsch und suchten nach Wasser, das vom Regen der letzten Nacht übrig geblieben war. Es war ein kühler Tag und die Waisen waren nicht daran interessiert, im Wasserloch zu baden. Stattdessen suchten sie stehendes Regenwasser im Gebüsch.

Murera bedeckt ihren Kopf mit Zweigen

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