Der Umzug von Bongo, Narok und Laragai nach Ithumba

Am 17. November war es an der Zeit für die zweite Umsiedlung dieses Monats. Dieses Mal wurden drei Waisen in die Auswilderungsstation in Ithumba im nördlichen Tsavo-East geschickt, nämlich Bongo in Begleitung von zwei Mädchen, der frechen Laragai zusammen mit ihrer Freundin Narok. Laragai ist inzwischen ein schwieriger Elefant geworden. Sie gehorcht ihren Keepern nicht und geht immer ihren eigenen Zielen nach. Sie ist Profi darin, den Keepern zu entwischen und heimlich vom Wald zu den Ställen zurückzurennen um die Reste des Grüns und des Luzernenheus abzustauben. Sobald sie dann die Keeper sich ihr nähern hört, macht sie ein Ausweichmanöver und versteckt sich hinter der nächsten Decke, die auf der Wäscheleine hängt. Das tat sie immer und immer wieder und war dabei sehr effektiv. Sie hatte auch noch einige andere freche Angewohnheiten und sie begann, einen schlechten Einfluss auf die anderen, eher ruhigeren, Elefanten wie Lima Lima zu haben. Also entschieden wir, dass sie sehr von der Erziehung der älteren Ithumba-Waisen profitieren würde. Auch Narok ist bereit dafür, denn sie ist alt genug um mit älteren Elefanten umzugehen und außerdem weitere Ausflüge in den Busch zu machen.

 

 

Dann ist da noch Bongo, unser Sorgenkind. Der wunderbare Bongo kam ziemlich unerwartet eines Nachts bei uns an, nachdem er von Farmland an den Hängen des Mount Kenya gerettet worden war. Seine Anwesenheit tief im bewirtschafteten Land wurde schon einige Monate lang regelmäßig gemeldet, doch jedes Mal, wenn der KWS versuchte, ihn aufzuspüren, war er schwer zu finden. Schließlich wurde er gefunden, vom DSWT/KWS-Tierarzt Dr. Bernhard Rono betäubt, auf den Geländewagen geladen und zum Waisenhaus gefahren. Dr. Rono war bewusst, dass er viel zu alt für das Waisenhaus ist und eigentlich auch alt genug ist, um ohne Milch auszukommen, doch er wusste auch, dass er in seinem Alter Freunde braucht und es unfair wäre, ihn einfach in einem Schutzgebiet auszusetzen. Darum wurde er nach Nairobi gebracht und das Schicksal seiner verlorenen Herde konnte nie aufgeklärt werden.
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Voi Oktober 2013

Dienstag, 1. Oktober 2013
Shimba ging langsam zum Wasserloch bei den Stallungen um seinen Durst zu löschen, nachdem die anderen dort fertig waren, da er Angst hatte, in seinem geschwächten Zustand von den anderen herumgeschubst zu werden.
Tassia führte die Waisen auf den Mazinga-Berg, wo sie alle in Ruhe grasten. Tassia, Wasessa, Mzima und Lesanju stiegen dann noch weiter hinauf, doch Lempaute fand einen Leckerbissen hinter einem Felsen und verspeiste den schnell, bevor die anderen hinzukamen.
An den Stallungen genossen Shimba, Mbirikani und Mudanda ihre Mittagsmilchfütterung. Mbirikani spritzte Wasser auf ihren verletzten Fuß, während Mudanda ungeduldig auf und ab lief, da sie lieber schnell wieder zum Grasen zurück wollte.

Shimba bei den Stallungen

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Ithumba Oktober 2013

Dienstag, 1. Oktober 2013
Als die Waisen heute morgen im Kanziku-Gebiet grasten, gesellten sich die Ex-Waisen zu ihnen. Als es plötzlich zu regnen begann und die Keeper Schutz unter den Bäumen suchten, nahmen die Ex-Waisen die Waisen mit sich fort. Als es aufgehört hatte zu regnen, machten sich die Keeper auf die Suche nach den Elefanten und fanden die Waisen um 17:30 Uhr ohne die älteren Ex-Waisen auf ihrem Rückweg zu den Stallungen.

Die Waisen schlammbaden

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Nairobi Nursery Oktober 2013

Dienstag, 1. Oktober 2013
Der Oktober begann mit einem Besuch von Solio, die um 6 Uhr auftauchte und zuerst Murera begrüßte. Sie ging dann zu Maxwell um mit ihm zu spielen, der schon auf sie wartete und genoss anschließend das Luzernenheu in ihrem ehemaligen Gehege. Um 10 Uhr machte sie sich wieder auf den Weg. Wir, die Mitglieder ihrer menschlichen Familie, sind sehr glücklich, Solio so gesund, glücklich und vollständig in die Nashorn-Gemeinschaft des Nairobi-Nationalparks integriert zu sehen – insbesondere jetzt, wo die Nashorn-Wilderei in ganz Afrika wieder zugenommen hat. Sie ist eine großartige Erfolgsgeschichte.

Murera

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Die Waisen im Oktober

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Oktober 2013

Am 4. Oktober fand der Internationale Marsch für Elefanten, organisiert vom britischen Büro des David Sheldrick Wildlife Trust, in 15 Städten weltweit statt. Nach den Anschlägen auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi Ende September, wurde die Demonstration in Kenias Hauptstadt aus Sicherheitsgründen abgesagt. Beim täglich stattfindenen Schlammbad der Waisen in der Nairobi-Nursery, an diesem Tag besonders gut besucht, hielten wir für die Opfer der Attacke eine Schweigeminute und gedachten all den Elefanten in Afrika, die wegen ihrer wertvollen Stoßzähne ums Leben gekommen waren. Die Nachfrage nach dem „weißen Gold“ ist besonders hoch im Fernen Osten, hier wiederum in China, wo sowohl die Bevölkerung als auch der Wohlstand wächst und Elfenbein ein wichtiges Statussymbol darstellt. Elefanten trauern um ihre Angehörigen genau so wie wir Menschen, und unsere Elefantenwaisen repräsentieren hunderte von Alters- und Artgenossen, die täglich mutterseelenallein im Busch sterben, weil ihre Famlien von Wilderern getötet wurden. (Wir wissen, daß Elefantenbabys Muttermilch brauchen, bis sie 3 Jahre alt sind und auch, wenn sie zwischen 3 und 5 Jahren verwaisen, die Überlebenschancen nur gering sind.)

 

In der Nairobi-Nursery hatten wir in diesem Monat 38 Elefantenweisen – ein trauriger Rekord und nur ein weiterer Beweis dafür, wie ernst die Lage ist. Nach dem schmerzlichen Tod von Empaash am 8.10., Bahati am 28.10. und Kwale am 29.10. hatten wir am Monatsende noch 35 Elefantenwaisen in unserer Obhut.

 

Am 7. Oktober kam die 14 Monate alte Lentili aus Laikipia an, einen Tag später wurde der anderthalbjährige Asanja aus der Masai Mara gebracht und am 10. Oktober kam der 14 Monate alte Rorogoi aus Kwale an der Küste zu uns. Am 19. Oktober wurde das erst vier Wochen alte Baby Bahati aus Buchuma gebracht, das leider 11 Tage später verstarb. Am 23. Oktober rettete man den einjährigen Oltaiyoni aus Ziwani im Nationalpark Tsavo-West. Der 26. Oktober brachte uns ein 2-jähriges Elefantenbaby aus Amboseli, das von einem Löwen so übel zugerichtet wurde und in der gleichen Nacht verstarb, noch bevor es einen Namen bekommen hatte.

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