Yatta bekommt ihr drittes Kalb

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Eine neue Überraschung erwartete die Keeper der Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust in Ithumba am Morgen des 10. November: Ex-Waise Yatta hatte ihr drittes Kalb zu Welt gebracht! Es ist ein kleiner und gesunder Junge, der von den Keepern Yogi genannt wurde.

Yogi ist nun schon das vierte Baby, das innerhalb eines Monats in Ithumba das Licht der Welt erblickt hat; kurz zuvor hatten schon Kaia, Njema und Noah, die jüngsten Kälber von Kinna, Naserian und Nasalot, die Herde der Ex-Waisen vergrößert. Und auch unter den wilden Elefanten in der Gegend, die regelmäßig an der Auswilderungsstation vorbei schauen, gibt es zwei frischgebackene Mütter. Chef-Keeper Benjamin scherzt schon, dass er sich wie ein Kindergärtner fühlt, umringt von winzigen Elefantenbabys, die in alle Richtungen um ihn herum wuseln!

Diese Flut an Kälbern sorgte auch für einige Verwirrung unter den Keepern, als Yatta mit ihrem Mini-Bullen auftauchte. Bei Sonnenaufgang sah Benjamin die Ex-Waisen beim Luzernenheu, das eine wichtige Ergänzung zu dem kargen Futter in der langen Trockenzeit ist. Als er ein ganz kleines Kalb zwischen all den großen Elefanten sah, hielt er es zunächst für eines der vielen schon bekannten Babys. Erst nach einer Weile ging ihm auf, dass dieses Baby tatsächlich gerade erst geboren war!


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Nasalot hat einen zweiten kleinen Bullen geboren

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

In nur drei Wochen hat sich in Ithumba nun das dritte neue Baby der Ex-Waisen angefunden! Am 17. Oktober fing es damit an, dass Kinna ihre zweite Tochter an den Stallungen vorzeigte, die Kaia genannt wurde. Ein paar Tage später kam dann Naserian vorbei, um stolz ihr erstgeborenes Kalb zu präsentieren, das die Keeper Njema nannten. Und jetzt, nach achtmonatiger Abwesenheit, tauchte Nasalot wieder auf – und hatte ebenfalls ein neues kleines Baby dabei!


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Die Rettung von Taabu

Der Tsavo-Nationalpark wird zurzeit wieder von einer langen und schwierigen Trockenzeit heimgesucht. In solchen Zeiten sind Elefanten ständig auf der Suche nach lebenswichtigem Futter und Wasser. Wenn ein Mitglied der Herde nicht mehr kräftig genug ist mitzuhalten, muss die Leitkuh eine schwere Entscheidung treffen: damit die Herde überleben kann, gibt es manchmal keine andere Möglichkeit, als die schwächsten zurückzulassen. In der Regel sind es die ganz jungen und ganz alten Elefanten, die als erste Opfer einer solchen schweren Dürre werden.

Am 29. September 2021 erhielt der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) einen Anruf von der Salt Lick Lodge im Schutzgebiet Taita Hills im Süden Kenias. Die Mitarbeiter dort hatten über 24 Stunden ein Elefantenbaby beobachtet, das offenbar direkt vor der Anlage zurückgelassen wurde. Nach einem ganzen Tag hatte keine der wilden Elefantenfamilien Anstalten gemacht, das kleine Kalb mitzunehmen. Es rupfte ein wenig an dem trockenen Gras herum, aber es war noch zu jung, um schon milchunabhängig zu sein, und die Gefahr, dass es von Raubtieren angefallen würde, wuchs. Im Auftrag des Kenya Wildlife Service (KWS) eilte ein Mitarbeiter des SWT zur Lodge und bestätigte die Situation: das kleine Kalb machte einen verlorenen Eindruck inmitten der Weiten des Schutzgebiets.


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Die Rettung von Rokka

 

Rokkas Rettung kann man fast schon als Hollywood-reife Geschichte bezeichnen! Sie begann am Abend des 26. Juli 2021, als zwei Piloten des Sheldrick Wildlife Trust (SWT), Roan Carr-Hartley und sein Kollege Hamish, auf einem Routine-Flug entlang des Tiva-Flusses an einem bekannten Wasserloch ein einzelnes kleines Elefantenkalb sichteten. Es war noch viel zu jung – höchstens sieben Monate alt – um allein unterwegs zu sein, und es machte einen sehr verängstigten Eindruck.

Die Piloten flogen die Gegend im Umkreis von 15 Kilometern ab und suchten nach anderen Elefanten. Manchmal sind kleine Kälber nur ein wenig vom Weg ihrer Familie abgekommen, und sie können einfach wieder zu ihr zurück gebracht werden. Diesmal war aber weit und breit kein einziger Elefant zu sehen – dieses kleine Baby war ganz offensichtlich verwaist!

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Die Waisen im September

V.l.n.r.: Kama, Kinna und Yatta

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: September 2021

Der Monat stand in der Nursery ganz unter dem Motto „Entwicklung“.  Ganz besonders freut uns die Entwicklung von Ziwadi. Normalerweise läßt sie sich hinter der Herde zurückfallen, und macht entweder ihr eigenes Ding oder frißt zusammen mit Rama, Shukuru und Olorien. Aber in den letzten Wochen hat sie sich mehr und mehr mit dem Rest der Herde beschäftigt. Eines Morgens hat sie sogar – gemeinsam mit Naleku – die Herde in den Busch geführt. Was für ein Fortschritt für das einst so schüchterne Elefantenmädchen! „Die Waisen im September“ weiterlesen