Die Waisen im August

Sonje

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: August 2021

Shukuru hat die letzten Monate aus gesundheitlichen Gründen in der Nairobi-Nursery verbracht und es geht ihr mittlerweile von Tag zu Tag besser. Die Keeper sagen immer, dass man viel über die Gesundheit des Elefanten anhand seiner Haut sagen kann und Shukurus Haut sieht wieder richtig gesund aus. Sie hat großen Appetit, trinkt ihre Milch und frisst ordentlich, wenn sie im Busch unterwegs ist. Die Kleineren himmeln die große Shukuru an, ganz besonders Naleku. Wann immer die ältere Kuh in die Suhle steigt, rutscht Naleku neben sie und strahlt sie an, stolz, eine so große Freundin zu haben. „Die Waisen im August“ weiterlesen

Die Rettung von Kerrio

 

Die Waisengeschichte dieses kleinen Kalbs begann in einer Nacht, in der lautes Gewehrfeuer im Kerio-Tal im Norden Kenias zu hören war. In der Gegend leben etwa 800 Elefanten, und leider ereignen sich dort auch immer wieder bewaffnete Konflikte zwischen den Stämmen der Pokot und der Marakwet, die über viel zu viele illegale Feuerwaffen verfügen.

An diesem schicksalhaften Abend Ende August gab es offenbar einen Streit um Viehherden, der sich zu einem Feuergefecht auswuchs. Eine Herde von Elefanten, die sich gerade in der Nähe befand, wurde davon aufgeschreckt und flüchtete in Panik. Am nächsten Morgen, dem 31. August 2021 hörten Hirten Rufe eines Elefanten, und als sie den Geräuschen nachgingen, stießen sie auf ein kleines Kalb, das auf der Seite im Gras lag. Wie schlimm es um das kleine Baby stand, wurde erst viel später klar, aber die Hirten benachrichtigten den Kenya Wildlife Service (KWS), dessen Ranger bald zur Stelle waren. Sie luden das Kalb, das noch immer im Gras lag, auf die Ladefläche ihres Land Cruisers und beeilten sich, eine geeignete Unterkunft für es zu finden, bis eine Rettungsaktion angelaufen war. Sie brachten das Kalb schließlich auf einem Schulgeländer unter, wo später der Helikopter würde langen können.


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Die Waisen im Juli

Ndiwa

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juli 2021

Der Juli begann sehr sonnig. Am 1. Juli wachten alle mit guter Laune auf, stürmten aus ihren Ställen und waren bereit für den Tag. Sogar Shukuru wälzte sich enthusiastisch im Dreck. Wir freuen uns, dass ihre Gesundheit sich diesen Monat stetig besserte. Unter den Waisen ist sie sehr beliebt und sie klettern die meiste Zeit auf ihr herum. Sie scheinen alle von ihrer sanftmütigen und ruhigen Art angezogen. Davon einmal abgesehen ist sie natürlich viel größer und strahlt viel mehr Wärme aus, so dass die Waisen sie an kalten Tagen auch gerne als Heizung in Beschlag nehmen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

Die Rettung von Thamana

 

Die Rettung von Thamana liegt schon eine Weile zurück, genau wie Lemeki hat er schon eine Weile in der Station des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Kaluku im Tsavo East Nationalpark gelebt.

Im Jahr 2018 kam eine Patrouille des Kenya Wildlife Service am Morgen des 21. November an der großen Schleife des Voi-Flusses im Nationalpark vorbei. Die Ranger sahen etwas in der Mitte eines großen austrocknenden Wasserlochs, und als sie genauer hinschauten, merkten sie, dass es ein winziges Elefantenbaby war, das im Matsch feststeckte! Es schien noch nicht einmal einen Monat alt zu sein. So etwas passiert immer wieder: die Familie des Kalbs hatte zweifellos lange versucht, es aus dem dicken Schlamm zu befreien, irgendwann aber musste sie aufgeben und schweren Herzens weiter ziehen, um nicht die ganze Herde in Gefahr zu bringen. Das Baby hatte offenbar schon eine ganze Weile dort festgesteckt und Glück gehabt, dass es die Nacht überlebt hatte! Um das Wasserloch herum waren Spuren von Raubtieren zu finden, aber diese waren anscheinend auch wegen des Schlamms nicht an das Kalb herangekommen.


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Naipoki kommt zur Behandlung in Voi vorbei

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Am Dienstag, den 24. August wachten die Keeper der Auswilderungsstation in Voi auf und fanden Ex-Waise Naipoki am Tor außerhalb der Stallungen vor! Sie war wohl auf einen Überraschungsbesuch vorbei gekommen; im Jahr 2019 hatte sie sich der Herde der älteren Ex-Waisen Edie und Mweya angeschlossen, und das letzte Mal waren sie kurz vor Weihnachten 2020 da gewesen. Sie schienen auf Weihnachtsurlaub in der Nähe von Voi zu sein und verließen die Gegend schließlich im Januar.

Es kam den Keepern etwas seltsam vor, dass Naipoki ganz allein aufgetaucht war, denn sonst war die Herde immer zusammen unterwegs gewesen. Als sie sich Naipoki genauer anschauten, sahen sie allerdings den Grund dafür: Sie hatte eine Wunde am Rumpf! Es war nicht allzu schlimm, aber die Verletzung hatte sich infiziert, sodass sie Naipoki offenbar einige Unannehmlichkeiten bereitete.
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