ATE News: Juni und Juli 2019

Elefanten genießen frisches Gras am Rand eines Sumpfes.

News vom Amboseli-Trust-for-Elephants – die Monate Juni und Juli 2019:

 

Juni und Juli markierten wie üblich auch in diesem Jahr den Beginn einer neuen Trockenzeit in Amboseli. Es wurde sehr trocken und außerdem ziemlich kühl – jedenfalls für kenianische Verhältnisse. Viele Elefanten kehrten nun in den Park zurück, Familiengruppen ebenso wie unabhängige Bullen. Und auch viele weitere Tiere folgten ihrem Beispiel,  darunter große Herden von Zebras und Gnus.

 

Die Trockenzeit besitzt in Amboseli ihre eigene Schönheit: Goldene Grasebenen, begrenzt von violett-blauen, dunstigen Hügeln im Hintergrund, zahlreiche über das Land ziehende Staubteufel und viele Tiere, die sich im Zentrum des Parks in der Nähe der Sümpfe versammeln, welche ihnen das gesamte Jahr über Wasser bieten.

 

Zebras in Amboseli.
Zebras in Amboseli.

„ATE News: Juni und Juli 2019“ weiterlesen

Traurige Neuigkeiten: Dupotto ist an ihrer Krankheit gestorben

Es ist immer besonders traurig, wenn ein kleiner Waisenelefant es nicht schafft; der Kampf um Dupottos Leben endete am Montag, dem 19. August, als sie gegen 19 Uhr abends starb. Blutparasiten machten ihr zu schaffen, was ihre Blutproben verrieten, und leider sprach sie nicht auf die Behandlung an, die sie in Nairobi bekam. Fast zwei Jahre lang kämpfte sie gegen ihre Krankheit an, und am Ende verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand immer weiter. Sie fraß schließlich nichts mehr und trank nur noch ab und zu etwas Milch. Sie magerte weiter ab, was ihr nur noch mehr zu schaffen machte, und ihr Zustand verbesserte sich nie mehr so richtig. Ab und zu kam immer einmal wieder Hoffnung auf, dass sie es vielleicht doch schaffen würde, aber am Ende sollte es wohl nicht sein. „Traurige Neuigkeiten: Dupotto ist an ihrer Krankheit gestorben“ weiterlesen

Die Geburt von Lili

Die Geburt von Lili

Es war ein wunderbarer Tag, als die nun 14 Jahre alte Ex-Waise Loijuk die Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Ithumba besuchte, um ihr frisch geborenes kleines Kalb vorzustellen! Sie hatte als Kindermädchen Naserian und Ithumbah im Schlapptau, die das kleine Kalb, das in den Morgenstunden des 1. September 2019 geboren worden sein musste, bewachten. Es ist ein kleines Mädchen, und die stolze Mutter zeigte es ihren menschlichen Freunden wie auch den staunenden milchabhängigen Waisen vor. Loijuk sonnte sich in der Aufmerksamkeit und ließ Chef-Keeper Benjamin an ihren kleinen Schatz heran, der sich gar nicht weiter um den Trubel um sie herum kümmerte.


„Die Geburt von Lili“ weiterlesen

Die Rettung von Ziwadi

Ziwadi

Am 6. April 2019 wurde ein einsames Elefantenkalb gesichtet, dass im Oloisukut-Schutzgebiet in der Maasai Mara umherlief. Die Wildhüter des Schutzgebiets bekamen die Aufgabe, es zu beobachten und zu melden, falls es sich wieder einer Herde anschließen sollte. Am 7. April war das Kalb immer noch allein, aber schon 10 Kilometer weiter, nahe der Ortschaft Enasoit. Dort lief es Hirten und ihren Viehherden hinterher und auch Fahrzeugen, die in seine Nähe kamen – offenbar suchte es verzweifelt Anschluss. Leider versuchten einige Bewohner, es mit Pfeilen zu verjagen, von denen zwei das Kalb trafen, und so wurde die mobile Tierarzteinheit des Sheldrick Wildlife Trust (SWT), die mit dem Kenya Wildlife Service (KWS) zusammenarbeitet, informiert. Das kleine Elefantenmädchen war inzwischen schon sehr geschwächt, und sie brachte sich mit ihren Ausflügen auf das Land der Anwohner und in die Nähe der jungen Maasai, die ihr Vieh hüteten, selbst in Gefahr.
„Die Rettung von Ziwadi“ weiterlesen

Die Waisen im Juli

Maktao und Sattao (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2019

 

Die Keeper sind nach wie vor verwirrt von Kiasas widersprüchlichen Charaktereigenschaften. Wenn es ums Teilen geht, wie bei der Fütterung oder beim Spielen, ist sie ein richtiger Satansbraten. Und sobald es um Larro geht, ist sie die Liebenswürdigkeit in Person. Daß unsere Nursery-Babys mit schon älteren Elefantenwaisen zusammenleben, ist Segen und Fluch zugleich: Segen, weil die Großen sehr geduldige Mentoren sind und Fluch, weil sich die Kleinen die Marotten der Großen abschauen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen