
Die Rettung von Nabulu


Elephant Neighbors Center ist eine kenianische Nicht-Regierungsorganisation, 2012 von dem Kenianer Jim Justus Nyamu mitgegründet, einem ausgebildeten Wissenschaftler mit Spezialisierung auf Elefanten. Jim hat zuvor für Kenya Wildlife Services (KWS) und das Africa Conservation Center gearbeitet und verfügt über eine mehr als 16 Jahre lange Erfahrung in der Forschungsarbeit zu Elefanten in Kenia und anderen Ländern Afrikas. Bei ENC leitet er derzeit die drei Programme „Conservation and Research“ (Erhaltung und Erforschung), „Education“ (Aufklärung) und „Community Resource and Management“ (Verwaltung/Management von gemeindebezogenen Aktivitäten).
„Auf dem Weg zu einem neuen Artenschutz-Modell“ weiterlesen
Der Global March for Elephants and Rhinos, der dieses Jahr in über 80 Städten auf fünf Kontinenten abgehalten wird hat das Ziel den Handel mit Elfenbein anzuprangern und alle Nationen aufzufordern, diesen für immer abzuschaffen.

Auch in Nairobi fand am 13.April ein beeindruckender Marsch statt. Über 4.000 Menschen marschierten hinter den Politikern aus dem Ministerium für Wildtiere & Tourismus vom Nationalmuseum zum Hauptquartier des Kenia Wildlife Service. „Der Globale Marsch für bedrohte Tierarten in Nairobi“ weiterlesen
Die Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust in Voi wurde seinerzeit noch von David Sheldrick persönlich errichtet, dem Gründer des Tsavo Nationalpark. Mit seiner Frau Daphne zog er dort in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrunderts die ersten verwaisten Elefanten auf, und dazu noch Spitzmaulnashörner, Büffel, Zebras, Warzenschweine, Mangusten, Strauße, Impalas, Kudus und jede Menge anderer Wildtiere in Not. Die Station liegt malerisch an den Hängen des Mazinga-Bergs, oberhalb des Park-Hauptquartiers, und man hat von dort einen herrlichen Ausblick über den südlichen Teil des Nationalparks und die Stadt Voi – damals noch ein kleines Dorf mit nur einer Straße, ein paar Händlern und einer kleinen Bahnstation.


Am 2. Januar 2019 wurde der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi um Hilfe bei der Rettung eines verwaisten Baby-Elefanten gebeten, das ganz allein in der Ripoi-Gegend in der Maasai Mara gesichtet worden war. Das kleine Kalb befand sich in der Nähe einer Siedlung, und die Bewohner hatten die Angelegenheit dem Kenya Wildlife Service (KWS) gemeldet. Dessen Ranger hatten sich zum Ort des Geschehens begeben, sich davon überzeugt, dass es sich tatsächlich um ein verwaistes Baby handelte, und daraufhin den SWT kontaktiert. Das Alter des kleinen Elefantenmädchens wurde auf unter 1 Jahr geschätzt, sodass es mit Sicherheit noch milchabhängig war. Die lokalen Bewohner hatten sie schon zwei Tage lang beobachtet, aber keine anderen Elefantenherden in der Nähe gesehen. Die Mitarbeiter in Nairobi bereiteten alles für die Rettung vor: Decken, Seil, Matratze und den Erste-Hilfe-Koffer mit der unverzichtbaren Rehydrierungsflüssigkeit, die ganz wichtig ist für solch ein kleines Kalb, das schon mehrere Tage ohne Muttermilch hatte auskommen müssen. Zwei Keeper machten sich damit auf den Weg zum Wilson-Flughafen, wo ein gechartertes Flugzeug bereits auf sie wartete. Kurz vor 15 Uhr starteten sie und kamen am Siana-Flugfeld in der Maasai Mara gegen 15:45 Uhr an.
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