{"id":101,"date":"2006-09-01T20:29:11","date_gmt":"2006-09-01T18:29:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=101"},"modified":"2008-04-13T22:16:03","modified_gmt":"2008-04-13T20:16:03","slug":"juni-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/juni-2006\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Juni 2006"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Monatsbericht Juni 2006<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Nursery-Waisen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das gro\u00dfe Ereignis war der Transfer von <strong>Challa<\/strong>, <strong>Orok<\/strong> und <strong>Sidai<\/strong> zur   Ithumba-Gruppe. <strong>Challa <\/strong>und<strong> Sidai<\/strong>, beide nur knapp zwei Jahre   alt und extrem unterern\u00e4hrt, als sie zu uns kamen, weil sie im kritischen, noch   milchabh\u00e4ngigen Alter zu wenig Muttermilch bekommen hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a class=\"imagelink\" title=\"Sian and Loijuk.jpg\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/09\/Sian%20and%20Loijuk.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image98\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/09\/Sian%20and%20LoijukVorschaubild.jpg\" alt=\"Sian and Loijuk.jpg\" \/><\/a> <strong><!--more-->Orok<\/strong> befand sich von Anfang an in   einem besseren Zustand. So wurde es Zeit f\u00fcr den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt ins \u201erichtige   Eli-Leben\u201c. Der Umzug verlief reibungslos, und die drei Neuank\u00f6mmlinge wurden   in der neuen Gruppe sehr liebevoll von den \u00e4lteren Eli-M\u00e4dchen empfangen;   besonders von <strong>Nasalot<\/strong>, die sie   sogleich in ihre Obhut nahm. Am meisten leiden immer diejenigen, die   zur\u00fcckbleiben &#8211; in diesem Fall vor allem <strong>Lualeni <\/strong>und <strong>Kora, <\/strong>die f\u00fcr mehrere Tage   vergebens nach ihren Freunden suchten. Den j\u00fcngeren Elefanten <strong>Makena, Zurura, Sian <\/strong>und<strong> Loijuk<\/strong> machte dies weniger aus, da   sie mit sich selbst und ihren F\u00fctterungen im Dri-Stunden-Takt sehr   besch\u00e4ftigt waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Rivalit\u00e4t zwischen <strong>Makena, Lualenis<\/strong> Liebling, und dem eifers\u00fcchtigen <strong>Zurura<\/strong> h\u00e4lt an. <strong>Zurura<\/strong> nutzt jede Gelegenheit, <strong>Makena<\/strong>zu nerven, indem er sie besteigt, um ihr seine   \u00dcberlegenheit zu demonstrieren. Das endet gew\u00f6hnlich in einem kleinen   Ringkampf, in den sich <strong>Lualeni<\/strong> dann einmischtm um <strong>Zurura<\/strong> wegzuschubsen, der dann von <strong>Sian <\/strong>und<strong> Kora <\/strong>getr\u00f6stet wird. <strong>Sian<\/strong> scheint die n\u00e4chste Mini-Matriarchin   zu werden, die <strong>Lualenis<\/strong> Rolle   \u00fcbernehmen wird, wenn sie und <strong>Kora<\/strong> zur Ithumba-Gruppe wechseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Koras<\/strong> Kiefer bereitet uns nach wie vor Sorge, denn er eitert noch gelegentlich. Wir   warten immer noch auf die R\u00fcckkehr von Dieter Rottcher aus Europa, der die   An\u00e4sthesie durchf\u00fchren wird. Au\u00dferdem bem\u00fchen wir uns um einen Tiermediziner   aus S\u00fcdafrika, versiert bei Elefanten-Zahnkrankheiten, der bei der   Verabreichung der Langzeitantibiotikum-\u201ePerlen\u201c in den verletzten Kiefer   helfen soll. <strong>Kora<\/strong> mit seiner   h\u00f6flichen, ruhigen und liebevollen Art ist ein gro\u00dfer Liebling in der   Aufzuchtstation, und es wird alles Menschenm\u00f6gliche getan, damit er wieder   gesund wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Makena,   Zurura <\/strong>und<strong> Lualeni<\/strong> sehen sehr   gesund aus, <strong>Sian <\/strong>und<strong> Loijuk<\/strong> nehmen zu, und selbst Kora   ist trotz der Infektion seines Kiefers sehr kr\u00e4ftig. Begegnungen mit den Pavianen,   der Giraffe und den Warzenschweinen, die rund um die Nursery leben, bereiten   den Eli-Babys viel Spa\u00df, genauso wie <strong>Koras<\/strong> Lieblingsbesch\u00e4ftigung, die Sch\u00fcrsenkel aller Besucher aufzuknoten, die   t\u00e4glich f\u00fcr eine Stunde in die Nursery kommen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Ithumba-Waisen<\/strong><\/p>\n<div>\n<table class=\"MsoNormalTable\" border=\"0\" cellspacing=\"10\" cellpadding=\"0\" width=\"99%\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 14.25pt\">\n<td style=\"padding: 0cm; width: 100%; height: 14.25pt\">\n<p style=\"text-align: justify\">Die Ankunft von <strong>Challa, Sidai <\/strong>und<strong> Orok <\/strong>war   nat\u00fcrlich das gr\u00f6\u00dfte Ereignis. Eigentlich unglaublich, aber dank ihrer   geheimnisvollen Elefantenintuition schienen die Ithumba-Waisen dieses   Ereignis bereits freudig zu erwarten. Zum Beispiel weigerten sie sich an   diesem Tag vehement, sich von ihren Umz\u00e4unungen zu entfernen, und blieben   stattdessen in der N\u00e4he, bis die Fahrzeuge mit den Neuank\u00f6mmlingen ankamen.   Die ersten, die <strong>Challa, Orok <\/strong>und<strong> Sidai <\/strong>begr\u00fc\u00dften, waren <strong>Sunyei, Rapsu, Naserian <\/strong>und<strong> Buchuma<\/strong>, gefolgt von <strong>Wendi<\/strong>, die allerdings alle durch ihr   eher zur\u00fcckhaltendes und desinteressiertes Verhalten \u00fcberraschte. <strong>Yatta, Nasalot, Mulika, Kinna <\/strong>und<strong> Napasha<\/strong> dagegen trompeteten laut und   sorgten vor Freude f\u00fcr ein ziemliches Durcheinander. Das musste auf die   Babies ziemlich be\u00e4ngstigend wirken, doch <strong>Orok<\/strong>, bei weitem der Kleinste ist, bewies sofort, dass er sich   nicht so leicht unterkriegen l\u00e4sst, und verpasste <strong>Rapsu<\/strong>, der ihn um einiges \u00fcberragt, gleich einen ordentlichen   Schubs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a class=\"imagelink\" title=\"getting into the mud wallow.jpg\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/09\/getting%20into%20the%20mud%20wallow.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image99\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/09\/getting%20into%20the%20mud%20wallowVorschaubild.jpg\" alt=\"getting into the mud wallow.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nur eine halbe Stunde sp\u00e4ter hatten sich alle   wieder beruhigt und die gesamte Gruppe, angef\u00fchrt durch Leitkuh <strong>Yatta<\/strong>, begab sich in Richtung Busch,   wobei <strong>Nasalot<\/strong> besonders aufmerksam   auf <strong>Orok <\/strong>und<strong> Sidai<\/strong> aufpasste. <strong>Challa<\/strong> hingegen hielt sich lieber an die Keeper. <strong>Sunyei, Naserian <\/strong>und <strong>Nasalot<\/strong> leisteten den Neulingen in dieser ersten Nacht Gesellschaft im Nachtlager. <strong>Nasalot<\/strong> \u00fcbernahm die Besch\u00fctzerrolle   f\u00fcr <strong>Orok <\/strong>und<strong> Sidai<\/strong>, die von jetzt an ihre \u201eLieblingsbabies\u201c waren. <strong>Challa <\/strong>war der einzige Neuank\u00f6mmling   in der Gruppe, der sich nicht so richtig einf\u00fcgen wollte und stattdessen   lieber in der N\u00e4he der Keeper blieb. Und das, obwohl <strong>Madiba<\/strong> sich ganz besonders anstrengte, damit er sich wohlf\u00fchlt,   und ihn zu kleinen, aber sanften Ringkampfspielen animieren wollte. <strong>Yatta <\/strong>verbrachte ihre Zeit damit, ihn   zu tr\u00f6sten und zu ermutigen, genauso wie <strong>Naserian <\/strong>und<strong> Sunyei<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ringk\u00e4mpfe zwischen jungen Bullen wie <strong>Rapsu <\/strong>und <strong>Buchuma <\/strong>oder<strong> Taita <\/strong>und   <strong>Tomboi<\/strong> werden normalerweise von   den \u201egro\u00dfen M\u00e4dels\u201c toleriert. Doch sobald jemand aus der Reihe tanzt und ein   schw\u00e4cheres Mitglied der Gruppe tyrannisiert, gehen sie sofort dazwischen.   Als <strong>Taita <\/strong>versuchte <strong>Challa<\/strong> zu besteigen, griff <strong>Wendi<\/strong> mutig ein, und es entwickelte   sich ein richtiger Kampf, der auch <strong>Mulika<\/strong> anlockte, die <strong>Taita<\/strong> dann beiseite   stie\u00df und ihn bestrafte, indem sie ihn f\u00fcr eine Weile von der Gruppe isolierte,   eine ganz normale Art der Erziehungsma\u00dfname bei \u201eRegelverst\u00f6\u00dfen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die Voi-Waisen<\/strong><\/p>\n<div>\n<table class=\"MsoNormalTable\" border=\"0\" cellspacing=\"10\" cellpadding=\"0\" width=\"99%\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 14.25pt\">\n<td style=\"padding: 0cm; width: 100%; height: 14.25pt\">\n<p style=\"text-align: justify\">Die D\u00fcrre dieser Wochen herrschte auch in der   s\u00fcdlichen Region des Tsavo-Ost Nationalparks,  so dass die Voi-Waisen wieder auf den Mazinga   Berg gef\u00fchrt wurden, um wenigstens ein bisschen Gr\u00fcnfutter zu finden. Wir   haben au\u00dferdem damit begonnen, die t\u00e4gliche Ration Kopra [getrocknete   Kokosnu\u00df] mit Pferdefutter-Pellets aufzustocken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a class=\"imagelink\" title=\"Sian and Loijuk.jpg\" href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/09\/Sian%20and%20Loijuk.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"image98\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2006\/09\/Sian%20and%20LoijukVorschaubild.jpg\" alt=\"Sian and Loijuk.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Uaso<\/strong> hat die Voi-Waisen in diesem Monat regelm\u00e4\u00dfig besucht. Er kam 1996 im Alter   von etwa 18 Monaten als Hungeropfer zu uns, und ist nun als einer unserer \u201cBig   Boys\u201c, die unabh\u00e4ngig von den Keepern bei den wilden Elefanten Tsavos leben. <span lang=\"EN-GB\">Er wandert oft zusammen mit <strong>Edo<\/strong>, einem anderen der \u201cBig Boys\u201c. <\/span>In   diesen Tagen hat er viel Zeit mit der Waisen-Gruppe verbracht, manchmal sogar   den ganzen Tag. Er begleitete sie zum Schlammbad, begr\u00fc\u00dfte sie an den   folgenden Tagen am Fu\u00dfe des Mazinga Berges oder im Busch. Wann immer er   auftaucht, wird er \u00fcberschw\u00e4nglich begr\u00fc\u00dft, doch die gr\u00f6\u00dferen Eli-M\u00e4dchen   scheinen gehen ihm lieber aus dem Weg und haben keinen Spa\u00df daran, st\u00e4ndig   \u201ebestiegen\u201c zu werden. Er interessiert sich besonders f\u00fcr <strong>Edie<\/strong> und war einmal so hartn\u00e4ckig bei   seinen Ann\u00e4herungsversuchen, dass die anderen Waisen sogar versuchten, sie zu   retten. <strong>Laikipia<\/strong> brachte all   seinen Mut auf  und versuchte <strong>Uaso<\/strong> herauszufordern. Allerdings   musste er aufgeben, denn <strong>Uaso<\/strong> ist bereits   ein sehr gro\u00dfer zehnj\u00e4hriger Bulle, und Bullen m\u00fcssen Rangh\u00f6here und \u00c4ltere   respektieren. Die Keeper mussten schlie\u00dflich eingreifen, damit <strong>Edie<\/strong> in Ruhe fressen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p>Die Freundschaft von <strong>Mweiga, Sosian <\/strong>und<strong> Mweya<\/strong> zeigte sich auch in diesem   Monat wieder durch die \u00dcberschw\u00e4nglichkeit und Fr\u00f6hlichkeit, mit der die   Voi-Waisen jeden neuen Tag begr\u00fc\u00dfen, oder beim gemeinsamen Spielen, bevor sie   sich auf die anstrengende Suche nach Futter machen. <strong>Burra <\/strong>erwies sich wieder einmal als starker Charakter, der die   Gruppe anf\u00fchren m\u00f6chte. Einmal geno\u00df sogar die etwas schw\u00e4chliche <strong>Mweiga<\/strong> dieses Privileg f\u00fcr eine kurze   Weile, bevor sie zur\u00fcckblieb und sofort von ihrem Freund Sosian getr\u00f6stet   wurde, der ihr Gesellschaft leistete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">An einem anderen Tag trafen die Waisen auf   einen kleinen wilden Elefanten, der sogleich von <strong>Natumi<\/strong> begr\u00fc\u00dft wurde, und <strong>Laikipia<\/strong> animierten den Altersgenossen sogleich zu einem Kr\u00e4ftemessen. <strong>Icholta <\/strong>hatte Spa\u00df daran, ein wildes   Teenagerm\u00e4dchen zu besteigen, die sich bereitwillig hinlegte. Ein oder zwei   Tage sp\u00e4ter n\u00e4herte sich ein riesiger wilder Bulle, jedoch wirkte seine Gr\u00f6\u00dfe   eher abschreckend, und die Waisen r\u00e4umten lieber schnell das Feld. Offensichtlich   fra\u00dfen sie lieber an der Seite eines alten B\u00fcffels, und sie hatten wieder   viel Spa\u00df beim Spielen mit der Paviangruppe, die in der N\u00e4he der Stockades   lebt.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/juni-2006\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht Juni 2006 Die Nursery-Waisen Das gro\u00dfe Ereignis war der Transfer von Challa, Orok und Sidai zur Ithumba-Gruppe. 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