{"id":1023,"date":"2009-07-26T09:26:50","date_gmt":"2009-07-26T08:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=1023"},"modified":"2009-07-26T09:26:50","modified_gmt":"2009-07-26T08:26:50","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-4\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Juni"},"content":{"rendered":"<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Juni 2009<\/b> <\/p>\n<p>Am 4. Juni ging es Schlag auf Schlag weiter: ein neues Elefantenbaby kam bei uns an, und nun hatten wir 19 Waisen in der Gruppe &#8211; ein neuer Rekord! Stammesangeh\u00f6rige der Samburu hatten dieses 5 bis 6 Monate alte K\u00e4lbchen in einem Brunnen in der N\u00e4he von Archer\u2019s Post im Kalama-Schutzgebiet gefunden, die Wildh\u00fcter des Reservates befreiten es und benachrichtigen uns sofort. Als es bei uns ankam, ging es der Kleinen recht gut, und wir nannten sie \u201e<b>Kalama<\/b>\u201c. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Kalama-at-the-nursery-the-first-day-at-the-nursery1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kalama at the nursery the first day at the nursery\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Kalama-at-the-nursery-the-first-day-at-the-nursery_thumb1.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Am 9. Juni schon der n\u00e4chste Notfall, der uns \u00fcber einen Touristen aus der Mpala Ranch in Laikipia zugetragen wurde, wo ein Elefantenbaby dringend Hilfe brauchte. Wir setzten uns mit dem Manager der Ranch in Verbindung, der uns erkl\u00e4rte, dass in letzter Zeit viele Elefantenk\u00e4lbchen auf der Ranch gestorben seien. Also wurden die Tier\u00e4rzte vom KWS abgesandt. Ein extrem abgemagerter kleiner Bulle wurde zu uns gebracht. Er war vielleicht drei Jahre alt oder gar noch j\u00fcnger und somit immer noch milchbed\u00fcrftig, und das zu Zeiten gro\u00dfer D\u00fcrre im Norden. Schon bei seiner Ankunft war er kaum noch bei Bewusstsein und starb w\u00e4hrend seiner ersten Nacht bei uns. Sein K\u00f6rper wurde zur Autopsie nach Kabete gebracht, doch bis zum Ende des Monats gab es noch keine Erkenntnisse, au\u00dfer, dass sein Magen randvoll mit Parasiten war, was offensichtlich auf den Mangel an Milch zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann. <\/p>\n<p>Die Ankunft dieses schon \u00e4lteren K\u00e4lbchens zog wieder einmal ein Umsortieren der Schlafpl\u00e4tze nach sich, und die Nacht verlief f\u00fcr alle sehr unruhig. <b>Tassia<\/b> br\u00fcllte sich die Seele aus dem Leib, weil <b>Kenia<\/b> und <b>Kimana<\/b> nicht, wie sonst auch, neben ihr schliefen. <b>Kenia<\/b>, <b>Dida<\/b> und <b>Baarwa<\/b> wurden in die ehemaligen St\u00e4lle von <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b> und <b>Sinya<\/b> verlegt, was <b>Suguta<\/b> so verst\u00f6rte, dass sie sofort in <b>Tassias<\/b> Leidgesang einstimmte! Die auf dem Gel\u00e4nde lebenden Hagedaschen und Baumschliefer schlossen sich dem Katzenjammer an und machten die Sache dadurch nur noch schlimmer! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/All-17-orphans-together-at-the-beginning-of-the-month.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"All 17 orphans together at the beginning of the month\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/All-17-orphans-together-at-the-beginning-of-the-month_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Nachdem der Stall des verstorbenen Babys gereinigt und desinfiziert war, wurden alle wieder in ihren alten Stall zur\u00fcck gebracht &#8211; doch es sollte nicht dabei bleiben, denn bereits am 12. Juni traf das n\u00e4chste Findelkind bei uns ein. Dieses Mal war es ein kleines Weibchen von h\u00f6chstens anderthalb Jahren, das von Forschern kurz vor dem Amboseli Nationalpark gefunden wurde. Es war offensichtlich aus Tansania her\u00fcbergekommen. Das Baby hatte eine frische Speerwunde zwischen Kinn und Hals, und es ist nur zu wahrscheinlich, dass ihre Mutter in Tansania get\u00f6tet worden war. Dort ufert die Wilderei in letzter Zeit immer mehr aus, erst k\u00fcrzlich hat man aus Tansania kommende illegale Elfenbeinladungen auf dem Weg in den Fernen Osten abgefangen. Die Forscher aus dem Amboseli-Team schlugen den Namen \u201e<b>Naimina<\/b>\u201c vor, was in der Sprache der Maa <i>verloren<\/i> bedeutet. Von ihrer Speerverletzung einmal abgesehen, ging es ihr den Umst\u00e4nden entsprechend gut. Allerdings war sie sehr d\u00fcnn, und auch ihre Wangenknochen standen weit hervor. Mit ihrer Ankunft stieg die Zahl unserer Sch\u00fctzlinge auf sagenhafte 20 Waisen &#8211; schon wieder ein neuer Rekord! Schon wieder mussten die Schlafpl\u00e4tze umsortiert werden, also schon wieder eine unruhige Nacht in der Nursery. Der Stall von <b>Chaimu<\/b> und <b>Kilaguni<\/b> wurde abgeteilt, denn <b>Chaimu<\/b> stie\u00df st\u00e4ndig an <b>Laikipias<\/b> Schwanzstummel, der immer noch heilen musste. Jetzt wurden auch die provisorischen Stallneubauten knapp und ein Ende der Neuzug\u00e4nge ist noch nicht abzusehen, denn noch immer wartet man in Nordkenia und Tsavo auf Regen, so dass die D\u00fcrre wohl noch mindestens bis Oktober\/ November anhalten wird &#8211; dann ist schon die n\u00e4chste Regenzeit f\u00e4llig. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Dida-soil-bathing.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Dida soil bathing\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Dida-soil-bathing_thumb.jpg\" width=\"164\" height=\"244\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>In den folgenden Tagen wurden drei weitere J\u00e4hrlinge in die Nursery gebracht, eines von der Mugi Ranch, das innerhalb weniger Stunden starb, nachdem es schon bei seiner Ankunft extrem still war &#8211; immer ein schlechtes Zeichen f\u00fcr ein K\u00e4lbchen dieses Alters. In seinem Stuhl wimmelte es buchst\u00e4blich an Parasiten, und obwohl das K\u00e4lbchen in gar keinem schlechten k\u00f6rperlichen Zustand war, so kann ein hochgradiger Parasitenfall in Verbindung mit Milchmangel durchaus die Todesursache gewesen sein. Die Ergebnisse der Autopsie (die auf Anordnung des KWS an der tiermedizinischen Fakult\u00e4t der Kabete Universit\u00e4t in Nairobi durchgef\u00fchrt wurde) lagen uns bis zum Ende des Monats allerdings noch nicht vor. Das zweite Baby wurde am 25. Juni von unserem Schlingfallen-Team in Chyulu gefunden und starb noch vor der Landung des Flugzeugs in Nairobi. Das dritte Findelkind, dieses Mal aus Ziwani im Tsavo West-Nationalpark, entkam am 26. nur knapp einer Gruppe Stammesangeh\u00f6rige, die es t\u00f6ten und essen wollten. Nur durch das Einschreiten einiger elefantenfreundlicher Menschenseelen konnte es gerettet werden, starb allerdings wenig sp\u00e4ter in den fr\u00fchen Morgenstunden des 28. Juni an Ersch\u00f6pfung und Auszehrung, wie auch die anderen beiden vor ihm. <\/p>\n<p>Hier ist aber noch lange nicht Schluss, denn kurz nach dem Tod des K\u00e4lbchens aus Ziwani, gab es noch am gleichen Tag Alarm in Tsavo Ost. Ein einj\u00e4hriges Weibchen war mutterseelenallein in der N\u00e4he der Mombasa Pipeline gegen\u00fcber von Ndara entdeckt worden. Weil es in der Gegend L\u00f6wen gibt und keine wilde Elefantenherde in der N\u00e4he war, wurde das Baby eingefangen und \u00fcber Nacht in den Voi-Stallungen untergebracht. Am n\u00e4chsten Tag flog man sie nach Nairobi, wo sie in der Nacht zusammenbrach. Ihr w\u00e4ssriger Stuhl deutete auf eine Rota-Virus-Infektion hin und ihr wurde sofort eine Infusion gelegt. Au\u00dferdem erhielt sie ein Breitbandantibiotikum und schon nach 8 Stunden schien sie sich zu erholen und begann zu fressen. Wir hoffen sehr, dass es dieses Baby schafft. Sie wurde inzwischen \u201e<b>Melia<\/b>\u201c genannt, nach den afrikanischen Mahagoni-B\u00e4umen (<i>Melia volkensi<\/i>), die in der Gegend, in der sie gefunden wurde, weit verbreitet sind. <\/p>\n<p>Schon am n\u00e4chsten Tag, dem 29. Juni, erfuhren wir, dass das Baby einer Elefantenmutter, die in den Swimmingpool einer Lodge gefallen war (dabei hatte sie sich eine ihrer laktierenden Zitzen verletzt), immer schw\u00e4cher wurde und Hilfe brauchte. Die noch verbleibende Brust hatte aufgeh\u00f6rt, Milch zu geben, nachdem die Kuh wiederholt durch unsere tiermedizinische Einheit bet\u00e4ubt werden musste, um die schlimmen Wunden zu versorgen. Traurigerweise starb das K\u00e4lbchen noch in der Nacht des Notrufs, der viel zu sp\u00e4t kam &#8211; aber es ist einfach eine unglaublich schwierige Entscheidung, solange die Mutter noch lebt. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Kudup-and-Nchan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Kudup and Nchan\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Kudup-and-Nchan_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Acht Findelkinder in nur einem Monat belegen die Trag\u00f6die, die die Elefanten im Land gerade durchmachen. Es gibt dutzende Berichte von anderen Elefantenbabies, die bereits tot in den Reservaten im Norden und auch in Tsavo gefunden wurden. Das ist der endg\u00fcltige Beweis (falls der \u00fcberhaupt noch n\u00f6tig ist) daf\u00fcr, in welcher Notlage sich die kenianischen Elefanten befinden &#8211; noch forciert durch die Nutzviehherden, die auf die Weidefl\u00e4chen der Elefanten getrieben werden und dort fast alles abgegrast haben. Dabei ist das Futter in diesen D\u00fcrrezeiten ohnehin schon knapp. Unerlaubtes Weiden, sogar in Nationalparks, stellt eine erhebliche Belastung f\u00fcr alle Wildtiere im Schutzgebiet dar. Nicht nur Elefanten, sondern auch Nilpferde, Impalas, Zebras und Giraffen verhungern, vor allem in Tsavo West. Das Immunsystem der Elefanten ist durch den Stress der st\u00e4ndigen Verfolgung durch Wilderer ohnehin schon geschw\u00e4cht (der Preis f\u00fcr Elfenbein liegt inzwischen bei 95 Euro pro Kilogramm). Hinzu kommt die Bedr\u00e4ngnis durch eine anhaltend wachsende Bev\u00f6lkerung, die die einstigen Wanderrouten der Elefanten in Ackerland verwandelt. Konfrontationen zwischen Menschen und Wildtieren nehmen zu und werden durch die anhaltende D\u00fcrre (versch\u00e4rft durch die Erw\u00e4rmung des Klimas) noch angeheizt. Dies sind alles Punkte, die nicht mehr geleugnet werden k\u00f6nnen. Die Temperaturen im Monat Juni erreichten ein neues Rekordniveau seit Beginn der Wetteraufzeichnungen am Ende des 19. Jahrhunderts. Kenias Fl\u00fcsse trocknen aus, weil die W\u00e4lder mit den gro\u00dfen Wasserspeichern des Landes abgeholzt werden, um die Nachfrage nach Holzkohle zu befriedigen (von der Regierung stillschweigend geduldet), und die Wasserpegel der kenianischen Seen Naivasha, Nakuru und sogar der des Viktoriasees sinken rasch. Der Baringosee zum Beispiel war noch vor 100 Jahren mit kristallklarem Wasser gef\u00fcllt, an seinen Ufern tummelten sich Wildtiere und blickte man an seinen Grund, so konnte man unz\u00e4hlige Krokodile und Fische sehen. Heute ist er v\u00f6llig ausgetrocknet. Es ist ein d\u00fcsteres Szenario und ein b\u00f6ses Omen. Es wird Zeit, dass schnell etwas geschieht, um zumindest die letzten unbesiedelten Gebiete von Nutztieren frei zu halten, um den Wildtieren ihren R\u00fcckzugsraum zu erhalten. Davon, dass die Wilderei f\u00fcr Wildfleisch und Elfenbein einged\u00e4mmt werden muss, ganz zu schweigen. <\/p>\n<p>Eines unserer Nursery-Babys, das uns seit seiner Ankunft am 4. April 2009 gro\u00dfe Sorgen gemacht hatte, ist unser kleiner <b>Isiolo<\/b>. Er ist nicht gewachsen und hat auch nicht zugenommen &#8211; im Gegenteil, er wurde immer magerer und schw\u00e4cher, obwohl er ganz normal fra\u00df und sich ansonsten wohl zu f\u00fchlen schien. Nur, wenn er sich hinlegte oder aufstand, schrie er. Da er in einer Gegend gefunden wurde, wo viele Rinderherden grasten, wurde ihm ein Wurmmittel gegen den m\u00f6glichen Befall mit Leberegeln oder anderen Parasiten gegeben. Das zeigte leider kaum Wirkung. Schlie\u00dflich, am Morgen des 27. Juni, brach er im Wald zusammen und musste auf der Rettungsplane zur\u00fcckgetragen werden. Er wurde sofort an einen Glukose-Kochsalz-Tropf gehangen, fra\u00df wieder und schien sich am Nachmittag wieder zu erholen. In der Nacht dann ein weiterer Zusammenbruch, so dass er wieder an den Infusionsschlauch musste. Die Ursache f\u00fcr die Verschlechterung seines Zustandes gibt uns allen, auch den Tier\u00e4rzten, ein gro\u00dfes R\u00e4tsel auf. Derzeit wird er noch einmal mit einem Breitbandantibiotikum behandelt und scheint zumindest ein wenig Kraft zu gewinnen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Mawenzi-Kimana.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Mawenzi &amp; Kimana\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Mawenzi-Kimana_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Nursery-Keeper hatten viel zu tun damit, 21 Baby-Elefanten zu b\u00e4ndigen, die nicht enden wollende Flut von Neuank\u00f6mmlingen zu versorgen und gleichzeitig mit dem Kummer \u00fcber den Verlust von so vielen Waisen fertig zu werden, wie es vorher noch nie innerhalb eines Monats gegeben hatte. Nicht alle Waisen verstehen sich gleich gut mit den anderen, viele leiden immer noch unter dem Verlust ihrer Familien und verhalten sich gegen\u00fcber ihren Artgenossen manchmal recht grob. Sie brauchen einfach etwas mehr Zeit f\u00fcr sich alleine, um ihre Trauer zu bew\u00e4ltigen. Die Nursery-Herde musste nun in zwei Gruppen aufgeteilt werden. In der \u00e4lteren Gruppe sind unsere beiden \u00e4ltesten Babys, Leitkuh <b>Kenia<\/b> und <b>Dida<\/b> (die sich lieber aus allem heraush\u00e4lt) plus einige Qu\u00e4lgeister wie die kleinen Bullen <b>Tassia<\/b> (der Haupt-\u201eQu\u00e4lgeist\u201c) und <b>Taveta<\/b>, der <b>Tassia<\/b> beim Schubsen und Dr\u00e4ngeln kaum noch nachsteht. <b>Shira<\/b> ist das weibliche Pendant zu den beiden und immer noch misstrauisch gegen\u00fcber den Menschen. <b>Kilaguni<\/b> und <b>Baarwa<\/b> sind die kleinsten Jungs in der Gruppe und geben sich mit Ringk\u00e4mpfen untereinander zufrieden. <b>Baarwa<\/b> h\u00e4ngt besonders an <b>Kenia<\/b>, was wiederum Abneigung bei den anderen erzeugt. Auch der kleine Neuank\u00f6mmling aus Amboseli, <b>Naimina<\/b>, sowie <b>Kimana<\/b>, <b>Ndii<\/b> und <b>Chaimu<\/b> geh\u00f6ren der Gruppe an. <b>Chaimu<\/b> scheint es besonders viel Freude zumachen, <b>Kilaguni<\/b> zum Jammern zu bringen, wenn er dessen heilenden Schwanzstummel anrempelt. \u201e<b>Melia<\/b>\u201c, der letzte Neuzugang aus diesem Monat und die einzige \u00dcberlebende aller Findelkinder dieses Monats, wird in diese Gruppe integriert, sobald sie sich noch ein bisschen erholt hat. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Mawenzi-Sabachi-Suguta.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Mawenzi, Sabachi, &amp; Suguta\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Mawenzi-Sabachi-Suguta_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"164\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Mini-Leitkuh der Baby-Gruppe ist <b>Suguta<\/b>. Sie wird unterst\u00fctzt von <b>Nchan<\/b>, die vielversprechendes Talent einer liebevollen Elefantenkuh zeigt. Sie k\u00fcmmert sich besonders um die Kleinsten der Gruppe, wie <b>Kibo<\/b>, <b>Isiolo<\/b> und <b>Olkeju<\/b>. <b>Mawenzi<\/b> ist immer noch ein wenig aggressiv und <b>Sabachi<\/b> hat den nicht besonders ehrenwerten Ruf, sowohl der aufdringlichste als auch der lauteste Baby-Bulle der Gruppe zu sein. Er ist ausnahmslos derjenige, der lautstark zu schreien beginnt, wenn die n\u00e4chtliche Milchmahlzeit nur ein paar Minuten zu sp\u00e4t gebracht wird oder die T\u00fcr seines Stalls wegen zu viel Nebel oder K\u00e4lte am Morgen nicht gleich dann ge\u00f6ffnet wird, wenn er es m\u00f6chte! <b>Kudup<\/b> macht ihm bereits Konkurrenz und macht auch lauthals deutlich, was sie will und was ihr nicht passt! <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Ithumba-Gruppe: Juni 2009<\/b> <\/p>\n<p>Die Ithumba-Waisen blieben auch in diesem Monat auf drei Gruppen verteilt: Zum einen die J\u00fcngsten oder \u201eJuniors\u201c, die nach wie vor von den Keepern betreut werden und nachts in die St\u00e4lle zur\u00fcckkehren, wann immer sie wollen. Sie sind nur noch zu zw\u00f6lft, nachdem sich <b>Rapsu<\/b> und <b>Challa<\/b> selbst in eine der beiden Gruppen mit den \u00e4lteren Waisen bef\u00f6rdert haben. Diese beiden Gruppen (auch \u201eEx-Waisen\u201c oder \u201eSeniors\u201c genannt) z\u00e4hlen insgesamt 18 Elefanten und brauchen die Keeper inzwischen nicht mehr. Die Gruppe mit den \u00e4lteren Seniors wird von <b>Yatta<\/b> angef\u00fchrt, die schon immer die Leitkuh aller Ithumba-Elefanten war, und das Oberhaupt der j\u00fcngeren Gruppe Seniors ist <b>Wendi<\/b>, die gleich nach ihrer Geburt in der Nursery von Menschenhand aufgezogen wurde. Es ist jedoch offensichtlich, dass <b>Wendis<\/b> Gruppe trotzdem noch zu <b>Yattas<\/b> Gruppe geh\u00f6rt, und die gro\u00dfe \u201eFamilie\u201c unserer Waisen in Ithumba z\u00e4hlt nun 30 Elefanten. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/buchuma.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"buchuma\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/buchuma_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p><b>Wendis<\/b> Gruppe seilt sich regelm\u00e4\u00dfig von <b>Yattas<\/b> Gruppe ab und verbringt Zeit mit den j\u00fcngsten Elefanten der Junior-Gruppe. Sie holen die Kleinen entweder gleich fr\u00fch morgens von den St\u00e4llen ab oder treffen sich sp\u00e4ter im Busch an einem offensichtlich vereinbarten Treffpunkt. Danach f\u00fchren die \u00c4lteren die J\u00fcngeren dann h\u00e4ufig dahin, wo sich auch <b>Yatta<\/b> mit ihrer Gruppe aufh\u00e4lt (meist ein wenig weiter entfernt). Auch dieser Treffpunkt scheint vereinbart, denn <b>Wendi<\/b> wei\u00df genau, wohin sie gehen muss. Bei diesen Gelegenheiten ist es auch keine Seltenheit, dass die \u00e4lteren Elefantenwaisen in Begleitung wilder Artgenossen sind, die inmitten aller unserer einstigen Findelkinder grasen. Die Keeper halten sich dann immer im Hintergrund und verfolgen lediglich die Spur ihrer Sch\u00fctzlinge.  <\/p>\n<p>Die J\u00fcngsten saufen morgens auch h\u00e4ufig mit den wilden Elefanten an der Stalltr\u00e4nke, nachdem sie aus den Nachtlagern gelassen werden. Auch wenn sie auf dem Weg in den Busch sind oder im Schlamm suhlen, sind sie h\u00e4ufig mit wilden Artgenossen zusammen. Manchmal laufen die wilden Elefanten mit den \u00e4lteren Waisen zur\u00fcck an die Stallungen, sehen, dass die J\u00fcngsten sicher in ihren Nachtlagern untergebracht sind und verschwinden dann wieder im Dickicht. Das eine Mal sind sie unterwegs mit <b>Wendis<\/b> Gruppe, ein anderes Mal mit <b>Yattas<\/b> oder mit beiden zusammen. Es verging in diesem Monat kaum ein Tag, den die J\u00fcngeren nicht mit den \u00c4lteren oder den wilden Elefanten verbracht haben. Wenn die wilden Dickh\u00e4uter mit den Waisen zusammen sind, tolerieren sie auch die Keeper, die jedoch immer sicheren Abstand halten. Manchmal kommen die wilden Elefanten auch abends zum Saufen mit den Seniors an die Stalltr\u00e4nke und begleiten sie sp\u00e4ter wieder in die Nacht hinaus. Auch das Pendeln zwischen den \u00e4lteren Waisen-Gruppen h\u00e4lt an, diesen Monat verbrachte <b>Taita<\/b> (eigentlich in <b>Yattas<\/b> Trupp) ihre Zeit in <b>Wendis<\/b> Gruppe.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/challa-rapsu-kora.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"challa, rapsu &amp; kora\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/challa-rapsu-kora_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Ein wilder Jungbulle geh\u00f6rt mittlerweile zum festen Inventar in <b>Yattas <\/b>Gruppe. Inzwischen hat er auch einen Namen bekommen: \u201eMgeni\u201c, was auf Swahili so viel hei\u00dft wie \u201e<i>Besucher\u201c<\/i>. Offenbar ist er in der Wildnis verwaist und wurde von <b>Yattas<\/b> Gruppe aufgenommen. Manchmal f\u00fchrt er die Kolonne sogar zum Schlammbad, wo man sich mit den j\u00fcngeren trifft oder begleitet sie anschlie\u00dfend zur\u00fcck zu den St\u00e4llen. Gegen\u00fcber den Keepern ist er sehr entspannt und beim Suhlen tollt ausgelassen mit den Kleinen herum. Eine der beiden \u00e4lteren Gruppen war in diesem Monat fast t\u00e4glich bei den J\u00fcngeren und sehr oft formten sie eine riesige Herde von nunmehr 31 Waisen (inklusive dem wilden Rekruten) plus einiger vorbeiziehender wilden Freunde, die kommen und gehen und mit den \u00c4lteren meist an der Stalltr\u00e4nke Kontakt aufnehmen. <\/p>\n<p>Die Trockenzeit hat inzwischen mit aller Macht Einzug gehalten, die f\u00fcr den April und Mai \u00fcblichen Regenf\u00e4lle blieben aus und so herrscht ein \u201ewildes\u201c Treiben an der Tr\u00e4nke auf dem Stallgel\u00e4nde. Die wilden Elefanten warten morgens oft schon darauf, dass die Keeper endlich den Hahn aufdrehen, weil andere \u00fcber Nacht das Bassin ausgetrunken hatten. Besucher an der Stalltr\u00e4nke waren in diesem Monat ein Elefant mit nur einem halben R\u00fcssel (der Rest wurde ihm wohl irgendwann einmal von einer Schlingfalle abgetrennt); ein sehr gro\u00dfer Bulle mit riesigen Sto\u00dfz\u00e4hnen, die bis zum Boden reichten, und noch ein dritter Bulle, der wahrscheinlich zum Tode verurteilt ist, denn er hatte eine Pfeilwunde an einem seiner Beine. Es gab einmal Zeiten in Kenia, als die so genannten \u201eTusker\u201c (Elefantenbullen mit riesigen Sto\u00dfz\u00e4hnen) in Nord-Tsavo ganz allt\u00e4glich waren, besonders entlang des Tiva-Wasserlaufes. Und hatte man w\u00e4hrend eines Nachmittags auf Safari nicht mindestens drei 100-Pf\u00fcnder gesehen, dann war man zu Recht entt\u00e4uscht! Diese Tage geh\u00f6ren dank dem Elfenbeinhandel leider der Vergangenheit an. Die wilden Herden in Nord-Tsavo hatten soeben wieder begonnen, sich zu erholen, die Best\u00e4nde wuchsen seit dem Gemetzel in den 1970ern, 80ern und fr\u00fchen 90ern erstmals wieder seit 30 Jahren. Nach nur sechs Jahren heimlicher n\u00e4chtlicher Besuche von wilden Bullen an den Stallungen unserer Ithumba-Waisen, trauen sich nunmehr auch die Kuhherden wieder, und es ist keine Seltenheit mehr, dass sich die wilden Elefanten auch bei Tageslicht zeigen. <\/p>\n<p>Am 6. Juni ereignete sich etwas ganz Au\u00dfergew\u00f6hnliches: Schon bei Tagesanbruch verlie\u00dfen die J\u00fcngsten ihre St\u00e4lle, traf bei \u201eKone\u201c schlie\u00dflich die beiden \u00e4lteren Gruppen, alle grasten gemeinsam, und sp\u00e4ter wanderte die gesamte Herde in Richtung Osten. Als sie die Stra\u00dfe nach Umbi kreuzten, versuchten die Keeper, sie zur\u00fcckzuhalten, weil es sonst zu sp\u00e4t f\u00fcr die Milchmahlzeit und das Schlammbad w\u00fcrde. Die J\u00fcngsten ignorierten ihre Keeper v\u00f6llig und wanderten einfach weiter mit den \u00c4lteren, w\u00e4hrend die Keeper nichts tun konnten, au\u00dfer ihnen zu folgen. Am Lesilau-Wasserloch legten sie eine kleine Mittagspause ein, doch gegen 17.30 Uhr mussten sie ohne die Elefanten den R\u00fcckweg antreten, damit sie die Stallungen noch vor Anbruch der Dunkelheit erreichten. Die J\u00fcngsten blieben also in der Obhut der von <b>Wendi<\/b> und <b>Yatta<\/b> gef\u00fchrten Gruppen inklusive einiger wilder Freunde, die auf der Wanderung zu ihnen gesto\u00dfen waren. <\/p>\n<p>Zur\u00fcck an den St\u00e4llen warteten die Keeper angespannt auf die R\u00fcckkehr ihrer Sch\u00fctzlinge. Um Mitternacht waren sie immer noch nicht aufgetaucht, und die Keeper wurden immer nerv\u00f6ser. Schlie\u00dflich, um 1 Uhr morgens h\u00f6rten sie ein vertrautes Kollern und waren erleichtert als sie <b>Makena<\/b> erblickten, die die Kleinen zur\u00fcckbrachte. <b>Naserian<\/b> und die anderen beiden Mini-Leitk\u00fche liefen am Ende der Kolonne, um sicher zu gehen, dass kein Nachz\u00fcgler verloren ging. <b>Makena<\/b> f\u00fchrt die Gruppe normalerweise immer zum Schlammbad oder dahin, wo sie ihre Milch bekommen. Dass sie die J\u00fcngeren mitten in der Nacht sicher nach Hause gebracht hat, zeigt, wie sicher sie sich inzwischen im Busch und auch auf unbekannten Routen orientieren kann (Elefanten haben wie wir Menschen bei Nacht auch nur ein eingeschr\u00e4nktes Sehverm\u00f6gen). Diese lange Nachtwanderung war ein guter Test auf <b>Makenas<\/b> K\u00f6nnen, und f\u00fcr die J\u00fcngsten war es die erste Wanderung so weit weg von ihren St\u00e4llen. <b>Makena<\/b> ist erst vier Jahre alt &#8211; in Menschenjahren w\u00e4ren dies ebenfalls vier Jahre, also das Alter eines Kleinkindes! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/kina-leading.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"kina leading\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/kina-leading_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Als die Sonne am n\u00e4chsten Tag aufging, warteten die beiden Senior-Gruppen schon vor dem Stallgel\u00e4nde um die J\u00fcngsten zu begr\u00fc\u00dfen. Die Keeper behaupten, \u201esie wollten nur wissen, ob die Kleinen auch sicher nach Hause gekommen seien\u201c. Nach allem, was wir jedoch bisher \u00fcber die mysteri\u00f6se Elefantenkommunikation gelernt haben, wussten sie es aber bestimmt schon l\u00e4ngst, weil sie ihren Heimweg per Telepathie oder Infraschall verfolgt haben! Wahrscheinlich war es einfach nur eine \u00dcbung, die sich die \u00c4lteren f\u00fcr die J\u00fcngeren ausgedacht haben! <\/p>\n<p>Die Hauptleitkuh der Gruppe der J\u00fcngeren ist <b>Naserian<\/b>, die sich ihre Aufgabe mit den \u00e4lteren Weibchen der Junior-Herde teilt: <b>Sian<\/b>, <b>Loijuk<\/b> und manchmal auch <b>Lualeni<\/b> oder <b>Chyulu<\/b>. <b>Makena<\/b> war schon immer sehr klug und bereits w\u00e4hrend ihrer Zeit in der Nursery sehr beliebt. Nicht nur bei ihren Artgenossen, sondern auch bei all unseren Paten, die nun sehr stolz auf ihre gro\u00dfe Leistung w\u00e4hrend der Nachtwanderung sein d\u00fcrften! <\/p>\n<p><b>Monatsbericht f\u00fcr die Voi-Gruppe: Juni 2009<\/b> <\/p>\n<p><b>Lesanju<\/b> hat ihre F\u00fchrungsrolle weiter ausgebaut und inzwischen die Leitung von <b>Wasessa<\/b> \u00fcbernommen, die sich <b>Lesanju<\/b> untergeordnet hat, genauso wie <b>Lempaute<\/b> und <b>Sinya<\/b>. <b>Lempaute<\/b> h\u00e4ngt nach wie vor ganz besonders an <b>Lesanju<\/b>.  <\/p>\n<p>Bei den Bullen sind <b>Siria<\/b> und <b>Mzima<\/b> gute Spielgef\u00e4hrten, <b>Shimba<\/b> besetzt f\u00fcr gew\u00f6hnlich die Rolle des Zuschauers und h\u00e4lt sich aus den Keilereien lieber heraus! Jetzt, da die Trockenzeit endg\u00fcltig angekommen ist und die Vegetation austrocknet, waren die Voi-Waisen die meiste Zeit mit der Futtersuche besch\u00e4ftigt. Entweder sie fra\u00dfen an den H\u00e4ngen von Mazinga Hill hinter dem Stallgel\u00e4nde oder sie stiegen auf seinen Gipfel, dahin, wo noch die wilden Herden noch nicht zum Grasen gekommen sind. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Emily-and-the-group-enjoys-the-bath-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Emily-and-the-group-enjoys-the-bath-4_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Die Waisen der Voi-Gruppe haben in diesem Monat nur eine einzige wilde Elefantenfamilie getroffen: zwei erwachsene K\u00fche mit ihren Jungen beim Schlammbad am 4. Juni. <b>Wasessa<\/b> und <b>Lesanju<\/b> haben sofort den Kontakt zu den beiden K\u00fchen aufgenommen, rochen an ihnen und ber\u00fchrten sie mit ihren R\u00fcsseln. <b>Wasessa<\/b> hat offenbar wieder die Initiative \u00fcbernommen, denn <b>Lesanju<\/b>, <b>Lempaute<\/b> und <b>Sinya<\/b> sind neuerdings etwas sch\u00fcchtern gegen\u00fcber ausgewachsenen wilden Elefanten. <b>Siria<\/b> verwickelte einen der beiden wilden Altersgenossen in ein kleines Kr\u00e4ftemessen und die anderen Waisen schauten interessiert zu. Alle zusammen, die Waisen und die Wilden, suhlten sich gemeinsam im Schlamm, bis die wilde Gruppe schlie\u00dflich weiter in Richtung Flugzeuglandebahn wanderte. Die Waisen blieben und spielten noch f\u00fcr eine Weile, bevor sie wieder auf Futtersuche gingen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Lesanju-Siria-playing-with-a-tractor-tyre-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Lesanju-Siria-playing-with-a-tractor-tyre-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der Tag verl\u00e4uft f\u00fcr die Voi-Waisen immer nach den gleichen Ritualen ab: nachdem sie ihre Nachtstallungen am Morgen verlassen, trinken sie ihre Milch und einen Schluck an der Stalltr\u00e4nke. Danach spielen sie ein wenig auf dem Gel\u00e4nde bis die Keeper fertig f\u00fcr den Tagesmarsch in den Busch sind, und dann grasen sie an den H\u00e4ngen von Mazinga Hill. Mittags kommen sie herunter, um ihre Milch abzuholen und sich anschlie\u00dfend im Schlamm zu suhlen. An Tagen, an denen es sehr hei\u00df ist, ruhen sie ein wenig im Schatten aus und fressen sich danach wieder durch bis Mazinga Hill oder zur\u00fcck zu den Stallungen. Dort wartet ihre allabendliche Milchflasche und schlie\u00dflich begeben sie sich in ihre St\u00e4lle, wo die Keeper ihnen gen\u00fcgend frisches Gr\u00fcn zum Kauen in der Nacht bereit gelegt haben. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Idie-her-calf-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"Idie &amp; her calf (3)\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Idie-her-calf-3_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Unsere ehemaligen Sch\u00fctzlinge, angef\u00fchrt von <b>Emily<\/b> und <b>Natumi<\/b>, haben wir auch diesen Monat nicht zu Gesicht bekommen. Sie alle (36 an der Zahl plus ihre K\u00e4lbchen, die bereits in der Wildnis geboren wurden) sind inzwischen v\u00f6llig ausgewildert und f\u00fchren ein ganz normales Elefantenleben inmitten der wilden Herden des Parks. Die Herden sind immer noch weit verstreut, doch sobald die nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6cher wieder versiegen, werden sie sich in der N\u00e4he der ganzj\u00e4hrigen Wasserquellen aufhalten. Diese werden immer weniger und weite Strecken liegen im s\u00fcdlichen Teil des Parks dazwischen, vor allem jetzt, da auch der Aruba-Damm ausgetrocknet und versandet ist. Der Damm diente dem Park in den vergangenen 60 Jahren als kontinuierliche Wasserquelle f\u00fcr die Wildtiere im s\u00fcdlichen Park. Jetzt, da er ausgetrocknet ist, wird er sich nach den Regenf\u00e4llen in eine wunderbare Sumpflandschaft verwandeln, die vor allem die gro\u00dfen B\u00fcffelherden aus Tsavo-Ost zum Grasen nutzen werden. Die B\u00fcffel sind diejenigen Wildtiere, die das von den Elefanten geschaffene Weideland am meisten nutzen. Die einzigen permanenten Wasserquellen sind jetzt nur noch die an den drei Windm\u00fchlen, die vom Trust installiert wurden und auch regelm\u00e4\u00dfig von uns gewartet und repariert werden. In diesem Monat versagten pl\u00f6tzlich die M\u00fchlen in Aruba und Dida Harea, so dass dort schnell eingegriffen werden musste. Der Trust wurde von einem Fremdenf\u00fchrer auf die stillstehenden Windm\u00fchlen hingewiesen, weil die Wasserl\u00f6cher v\u00f6llig leer waren. Viele der kleineren Wildtiere kennen vermutlich noch andere ganzj\u00e4hrige Wasserl\u00e4ufe und konnten hoffentlich rechtzeitig dorthin ausweichen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Mzima-goes-for-a-soil-bathing-game-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; border-top: 0px; border-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/07\/Mzima-goes-for-a-soil-bathing-game-2_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"\/><\/a><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-4\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbericht f\u00fcr die Nursery-Gruppe: Juni 2009 Am 4. Juni ging es Schlag auf Schlag weiter: ein neues Elefantenbaby kam bei uns an, und nun hatten wir 19 Waisen in der Gruppe &#8211; ein neuer Rekord! Stammesangeh\u00f6rige der Samburu hatten dieses 5 bis 6 Monate alte K\u00e4lbchen in einem Brunnen in der N\u00e4he von Archer\u2019s Post &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-4\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Juni\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1023","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1023"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1023\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}